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Der Israelit · 1902-03-13 · Heft 21 (13.3.1902) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 21 (13.3.1902)
Date
1902-03-13
Page
– (sequence 28)
Language
German
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493 sich über die Paitonim etwas sagen. Man verweise auf andere bekannte Lieder (MoauS zur, L'cho Daudi, Jigdal u. s. w.). Bei gebe man die Vorschriften für das Händewaschen bekannt und betone die Wichtigkeit dieser Anordnung. Ascher Jozar führt auf die Pflicht der Körper- und Gesundheitspflege. Man erinnere an die Talmudweisen, die „Weitlinge" genug waren, um. über die besten Speisen und Getränke, über Stählung der Körperkraft und Kräftigung der Gesundheitsich zu unterhalten. In Verbindung .damit wäre. die Segensformel R'foenu zu bringen. Die Birchas-Hatorah bietet , die beste Gelegenheit, über das Thorästüdium überhaupt zu sprechen. Im Zusammenhänge, damit ist J'kom porkon, das al Jisroel im Kaddisch wohl zu erwähnen. Interessant läßt sich die Behandlung der Mischnah-Anfügung Elu d'worim gestalten, ebenso interessant die Besprechung der „Lob- ' gesänge," Schema und. Sch'mono-Esre: Unsere erste Bitte im Schm.-E. — ato chonen — gibt Veranlassung zum Hinweis, daß Kenntnisse und Wissenschaft des Juden , höchstes Gut, sein erster Gedanke und Wunsch sind. Wir besitzen einen Segensspruch beim Anblicke eines Mltweisen, eines Thoragelehrten. Salomo erbittet sich nichts anderes als ein „weises Herz." Die Weisheit darf jedoch nicht von Gott wegführen, sondern zu ihm hin, darum sofort Haschiwenu u. s. f. Unser Tischgebet ist nicht etwa eine bloße Danksagung für genossene Speise; es enthält die höchsten Gedanken, nimmt einen . idealen Schwang. (Naude—Rachem.) Von gleich hohen Ideen erfüllt ist unsere Sch.-E. für das Neujahrsfest. (Uw'chen-ten.) Vergebens. suchen wir die so egoistisch angehauchte Redensart von einem „glückseligen . Neujahr/' das „Gesundheit, Zufriedenheit und eiy langes Leben" bringen soll. M diese Wünsche verschmilzt der Jude erst mit seiner idealen Lebensauffassung, veredelt sie gleichsam. Genug/ich wollte nur hier schwache Andeutungen geben, welch' „dankbares Arbeitsfeld" für den Lehrer unser Gebetbuch ist. Geschichte und Litieratur, Religionsvorschriften und Tagesfragen/ alles wird berührt und zwar ganz ungezwungen und ganz ungesuchter Weise; hier kann Lehrer und Gemeinde,. Haus und Schule sich näher treten, wie nicht leicht auf anderem Geistesgebiete.. , - ■ - (Fortsetzung folgt.) * : . - Königsberg f.. Pr., im März: ..Der hiesige „Verein jüdischer Lehrer und Lehrerrinnen" hielt am 27. Februar eine .Vereinssitzung ab; Mie Versammlung erledigt^ j.Mnä<Weiy.ige - geschäftliche Angelegenheiten; , - Hierauf MMfklMtzr-KsL PrM-sreL über;,;HdrnaFS neueste GMftszMl M?srw^iEhristsnchüms,1':soweit das Buch auchH^Jgdey Jntsrrssr tzaLjivDrüstüÄör^ .. trage schloß sich eine ausgedehnte.Debatte Änl Den zweiten Vortrag des Abends/hielt Herr S a m u e l „über; einige Fragen aus der Methodik > des biblischen Geschichts-Unterrichts," speziell der Unterstufe. Redner berührte dabei die Stoffauswahl, den Lehrgang, die unterrichtliche Behandlung und die zweckmäßige Beschaffenheit eines Lehrbuches ' für . die Kleinen. .Bei der Stoffauswahl habe man nebender Art der Schule (ob höhere oder niedrigere) vor allem den sittlichen Inhalt der Erzählungen entscheidend sein, zu lassen. Deßhalb sei es nicht richtig, den biblischen -I Geschichts-Unterricht von vornherein in zusammen-, hängender Reihenfolge zu ertheilen, wobei den Kleinen die Geschichten aus den fünf Büchern Mosis zufallen, vielmehr habe die Auswahl auf dieser Stufe ganz frei . nur nach pädagogischen Momenten zu geschehen'und sich auf die g a n z e Bibel zu erstrecken. Dem eigent- , lichen zusammenhängenden biblischen Geschichtsunterricht habe solcherart gewissermaßen eine Vorst'ufe voraufzugehen, wobei die Form der Erzählungen die . kleiner, selbstständiger Monographien zu zeigen , habe. ' Bezüglich der methodischen Behandlung empfiehlt Redner die Verwerthung „begreiflicher Ueberschriften" für die einzelnen Theile der Geschichten. Sie helfen dem Gedächtniß der Kinder und erleichtern die Auffassung. . Jeder Geschichte sei auch eine einfache dem kindlichen Verstände zugängliche Lehre beizugeben, die in einen schönen Bibelspruch zu fassen sei. Ein Lernbuch sei auch für die Kleinen schon nothwendig. Leider besitzen wir . noch keines, das für diese Vorstufe geeignet sei. Das Buch müßte 1) die wichtigsten Erzählungen, die für daS kindliche Fassungsvermögen dieses Alters geeignet/ seien, aus. dem ganzen Gebiete der' Bibel enthalten. 2). Die Erzählungen müßten die Form kleiner Mono- - graphien haben, also in beliebiger Reihenfolge kehan-- / delt werden können. 3) Sie müßten eine scharfe Gliederung des Inhalts zeigen, durch Zahlenreihen mär-, kirt. 4) Die biblischen Namen und manche passende Bibelsprüche sind unter dem Strich des Textes in hebräischer Sprache zu bringen. 5) Das Buch soll auch Anschauungsbilder haben, 6) in großer, deutlicher Schrift gedruckt, 7) nicht zu theuer sein und endlich ~ auch im Anhang -'»ne kurze Beschreibung, der Feste, ihre Namen und Bedeutung enthalten. Die .Herausgabe eines solchen Buches hält Redner für ein dringliches Bedürfniß unserer Religionsschulen. . Die Versammlung beschloß, die Diskussion über das letzte Thema auf die nächste Sitzung zu. verschieben. Diese: soll am 13. März stattfinden und außer dem. Vorgenannten noch ein Referat.des Herrn' Bi,r ni bäum über ein'musikalisches Motiv: .^Judenschul^^ Christenschul"/eüthälten: . giertentagldes ■lihznjl ITC

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