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Der Israelit · 1902-03-13 · Heft 21 (13.3.1902) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 21 (13.3.1902)
Date
1902-03-13
Page
– (sequence 25)
Language
German
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-M;; Central-Organ für das orthodoxe Jlldenthum. Alätter für die israet. Schule. // 13. März 1902.] si'm Aeöer Schiurkernen.' von A. Mgnntzeimkr—Dettelbach.’. . (ü»rsei>un-i.)I>?-!.- ... „Will man zum Ziele gelangen, so ist die rechte Form derBelehrungzu wählen, wobei Folgendes rathsam erscheint: Bei allen Religiönspflichten, mögen sie Ge- oder Verbote betreffen, mögen es Herzenspflichten sein oder Uebungen der äußeren That: überall stelle man die „Erläuterung des Begriffes, - das Wesentliche' der Bedeutung voran, ungefähr so, wie es Samson Raphael Hirsch s. A. in seinem Choreb in Meister- und musterhafter Weise gezeigt. Damit wird der Sinn geweckt, Vorurtheile besiegt und ausgerottet. Man beugt sogleich dem Spotte, dem Hohne, wirksam vor, womit heutzutage die Unkenntniß und eine wohlfeile Kritik sich an so viele unserer Gebote heranwagen. Dieser Selbstschändung muß man — um mit der Hagada zu sprechen — „die Zähne stumpf machen." Man zeige beispielsweise, daß unsere Gebote „nicht das Licht. der Oeffentlichkeit zu scheuen" brauchen, daß selbst in unseren alten Bräuchen ein „tiefer Sinn", liegt und „man sie ehren soll." Und nicht nur den Sinn unserer zahlreichen Gebote und Verbote stelle man klar vor Augen; wo nur immer möglich weise man auf das Gemüthstiefe und Gemüthsbildende unsrer Gesehe, 'auf die Schönheit ihres inneren Wesens hin, wie sie uns nicht nur auszeichnen, sondern vortheilhaft auszeichnen. können und sollen vor der g a n z e n W i tt; bie ihrerseits. uns die Anerkennung nicht versagen wird.' Hat die. judenfeindliche Strömungü'nseretTäge von außen, her den'Anstoß gegeben, das jüdische^ Solidaritäts^efuhl' neu zuchelebeniünd zu stärken, fo muß 'dieseMWtnilM M^Msejts-l.O emÄUt ^werden;-^voü rÄ we n'herauS' das' Bewußtsein unserer ewigen Pflicht zu klärendie Massen über unsere wahre Mission aufzuklären durch Einführung in d e n G e i st unserer Gesetze. Man-- muß dem Geiste der Negierung, der durch die WeltW schreitet, Rechnung tragen. Der mannhafte ny^ ü b e r z e u g u n g s treuen Sprache wird gber^ auch die W i r k u n g n i ch t f e h l e n. Matt wird es .nicht mehr, überflüssig, lächerlich finden, wenn der Jude priesterlich die Hände sich weiht, ehe er sein Stückchen ' Brod genießt, wenn der Mann täglich Arm und-Kopf mit den Denkriemen schmückt, um Körper- und Geisteskraft dem Erhabenen und Reinen zu weihen.' Der jü- - dische Sabbat, die Speisegesetze sollen in ihrem wahren^^ Lichte, in ihrer erhabenen Bedeutung erscheinen.—Erst auf derartig geschaffener Grundlage läßt sich— wenigstens oft erst in vielen Fällen — weiter bauüs / und in eigentliche „Dinim" einführen. ' - ^\ Aber auch dann empfiehlt sich für. dieiDarbietunMv derselben nicht immer das „Vorlernen", aus einem; der hier einschlägigen Werke, wie Chajei Adqm^. 5Üzzux> / Sch, A.. „Man dürfte vielmehr direkt in deutscher - Uebertragung den Inhalt wiedergeben." Einmal deß* ^7; halb, weil die hebräische Fassung die Zuhörer kaum/ ineteressiri, und zum„sächlichenDerstündnißLk.s>^ nichts beiträgt, ja, sie dürfte ^ermüdend <. wirhen.. dann aber sprechen Rücksichten,d<ir Zie st 8rz für erwähnte?lrt ^des Vortxages.PtindestM^/ ,7 - wird-' man der .macheE?^ j:*<i rrör nÄklsillr^' ,, .Es. ^uß,.guch,nM.E5MNws.tjedes7'"öoMKagen. wdrdett, .'Matt halte weise Auswahl betone' VaS-fmV piaktifche Leben Nothwendige, - die am häufigsten, ein- . tretenden Verhältnisse und Fälle. Selteneres oder ausnahmsweile Vorkommendes mag. man ruhig übergehen.

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