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Der Israelit · 1902-03-10 · Heft 20 (10.3.1902) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 20 (10.3.1902)
Date
1902-03-10
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Mitglied« her reude erfüllen mußte ltnfii« «iiiui, »iß Atttzre« der Res»rmp«r<«t, 1« . - - VIII. (f!o#bntrf »erfiotm. 1 Nachdem wir üH-HMrholt mit den eigentlichen Vsiveggründen unserer Reformer beschäftigt haben, ptrlohnt es sich wohl'her Mühe, auch« die persönlichen inpciijchaften dieser Herren, namentlich soweit sie eine führende Rolle spielen, einer näheren Betrachtung zu uiiicrziehen. ES wird dies auch für weite Kreise insofcr» Interesse haben, als es sich durchweg um typische l<rsckeinungen handelt, die in ä h n l i ch e r Art .inck wohl anderswo im Lager unserer Gegner, der Reioi-mer, anzu I Hl ton, von den reffen sind, und in früheren Jahren und ,A gegenwärtig noch mit den gleichen Mitteln arbeigleichen Beweggründen sich leiten lassen/ die gleiche unheilvolle Wirkung mit ihrer Agitation ügsielt haben. ' ■ f d « Tip Hührer unserer Reformer sind äußerlich huduii* iorrikl, elegant, formgewandt, ganz in modernem Geiste geleitet. Die Herren interessiren sich aus-,er für ihre Berufsgeschäftc, für Kunst und Wissentdiaf:, fiir Musik und Litteratur, sind bei den Prei inieifn in den Theatern zu finden, ständige Besucher dmgroßen Konzerte und wissenschaftlichen Borlei iingen. Sie nehmen sehr gerne Ehrenämter in den 'l.toiwaliungen der Gemeindeland der gemeinnützigen »i!!>!Wohlthätigkeits-Anstalten( an und .tragen zu Bilchingszwecken gern«'und --/in nicht seltenen Fällen - ein ganz erhebliches Gcherflrin bei. - Wo sich eine chelegenheit/ dazu^bietet^ ptMßMjkJM ""wm"JMenkh'ilni, natürlich jüdischen Kreisen gegen« , Uder, und gegen innerhalb dieser Kreise großen Werth doraiii, als fiir i h r Judenthum begeisterte Juden zu golioii. Ist mau in christlichen Kreisen, so legt turnt .a'ciijgkr Werth auf „sein" Judenthum und mehr Werth' taranf, nicht als Jude erkannt «zu werden, bezw. als a»de zu gelten. Da wir nun im Gemeindeleben. wenn .errecht blühen und.gedeihen-soll, unbedingt aus ein 4 rm e in s.a m e I Zusammenwirken ' alle ..’ niflelchrigen, chensgstmr W in Din,. Mg st herrschte viele-.J-ahrzeWe,htchyrch in den maßgeben- -. kcn Kreisen das eifrigste-, kan ft. . i,. kt, KM Xief« friedliche Zustand sollte nun jäh g« stärk Mw gerade zu einer Zeit, wo der Ha« uny w- Einweihung der von den Mitgliedern der ganzen M'nde in einheitliche » war damit ein fv lanße erstrebtet, schämt und großes Kiel glücklich erreicht. Selbstverständlich war dir neue Sy» nagoge. autdrüMch alß W solche nach i lldischtzm Ritus, d. h. alt „Nicht.Orgelsynagoge" vorgesehen, sonst hätten nicht streng orthodoxe und konservative Männer eine Wahl in die Baukommission angenommen-und sicherlich nicht der Synagoge sehr werthvolle Geschenke überwiesen, ja, einen Theil der inneren Ausstattung auf eigene Kosten übernommen! Als nun die neue Synagoge in ihrer Pracht und Schönheit fertig dastand, und ihrer heiligen Bestimmung, ein jüdisches Gotteshaus zu sein, übergeben war, als ferner schon vorher ein tüchtiger junger Rabbiner orthodoxer Richtung, Herr Dr> Ludwig Rosenthal, nach Köln berufen wurde, dü hielten unsere Reformer ihre Zeit für gekommen, um mit großem Geschrei die Einführung der Orgel in das neue jüdische Gotteshaus und damit dessen Berchristlichung zu verlangen. Die Führer der Bewegung, die bisher nicht das geringste Interesse für den Gottesdienst praktisch bekundet hatten, entwickelten nunmehr eine fieberhafte Thätigkeii und betrieben die Orgel-Agitation, wie man eine sportliche Liebhaberei betreibt. Ein sogenannter „liberaler Verein," der aber in Wirklichkeit „Verein der Reformer,, heißen müßte, entstand und sollte die „aufgeklärten" Männer der Gemeind« zum. Kampfe gegen die „zurückgebliebenen" Konservativen und „starren" Orthodoxen vereinigen. Die Konservativen und Orthodoxen hatten nämlich die Kühnheit, gegen die Berchristlichung unseres altehrwürdigen Gottesdienstes ganz energisch Front zu machen und mit der hier gebotenen Mts gegen dar der Kölsier Gemeind« drohende Unheil, daS leider schon so viele deutsche und ausländisch« Gemeinden durch die ZerstörungSwuth der Reformer betroffen bat, Abwehrmaßregeln zu ergreifen/ Der von den Kon- ' ' „Jüdische reiche und ÜöerzeugungStreu« seine große der Retz n Vätern iest UNt in WsMM «ch ihr . m

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