Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1902)
- Date
- 1902-03-06
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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- Mohel 1× ep/1006163
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439 welchem er über dem Hausthore das levitische Wappen, einen in Stein gehauenen Krug, anLringen ließ, welcher noch heute auf dem in der Judengasse befindlichen Hause zu sehen ist. Rabbi Jechiel Michel hielt überhaupt sein Levitenthum sehr in Ehren. Dies bezeugte er durch die Spende eines schonen, kostbaren, antiken, silbernen Kohanimbeckens und einer Gießkanne für die Eisenstädter Synagoge, die noch heute benützt werden. Auch sonst zeigte sich Rabbi Jechiel Michel seiner Abstammung von der geweihten Sängerschaar der Leviten würdig, indem er ein wundervoller nb'Bn br>2 gewesen und seine andächtigen v'ri2 durch seinen schönen, seelenvollen Vortrag an den B’«ii3 v-v' entzückte und zur Andacht anregte. Er war auch ein selten geschickter Mohel. Doch besonders hervorragend war er durch sein glänzendes Rednertalent, seinen Gedankenreichthum und Geistesschärfe auf dem Gebiete des Talmuds und der Agada. Alle diese seine Vorzüge sind in der Grabschrift seiner rasa in Eisenstadt, wo er neben seinen berühmten Vater, Rabbi Ascher Lemel L'öwy, gebettet ist, hervorgehoben. Die in althebräischem Style abgefaßte Grabschrift dürfte den geehrten Leser interessiren und wollen wir dieselbe in Folgendem wiedergeben: ytb B*ypn prnio ns « an minvb 12P31 pTpia itsw .?1MV1 MW brun jrnn paiv'32 irao panrci rrn pKjn p toa'-toe iima vn&npri *1*2« *p3 ivv2 'p2i ppn b-2 'DOK T23 13'nbnpn T2X b'3a bvpb 11N1Ü bimn 13!) nanvb 13'bp rzvin' anoi n»bbr V1N n'2 «Ivo 12NVN .INMlBvbl vb y© 53a /wo D laib'p ww» nofr wno ^2 'v ,N31W '32 n'122 rnn 21N2 Ifflft-- ,N3'2 ibk2 mi mnsn^i NIM 1N2 ,.13311 in? I*2p2 lW>B2 1HW1D l^pB Vrfy /uiB3n a*£su rnysb ipm em 1'P' 52 ,N33V1 lirnv sjki xrassz tswa ri!2'«2 21N ,13122.1 mpv CHD3 13111 NBia 1312 ,nrwn D’3:b m» "r>ib pn'3 i'«i2 ,N3B 'S 1« anB'bn P«2 srnill' brr 'irnaxz ,N3'3N VB3 122 111L»P 1VB3 1122 ,N3'B1 .1NB b22 W0B32 1SR 1122D2 ,.N3'2NN '3B wRibi Bnbrrrr» ninba^ anpi^ W2f Rabbi Jechiel Michel Löwy hinterließ zwei Söhne, deren einer der Großvater von dem Schreiber dieses, R. Samuel Helmann Löwy s. A., sich nicht dem Rabbinerstande gewidmet, sondern Kaufmann war, dabei aber ein großer min 52 gewesen. R. Samuel Helmann war ein Schwiegersohn des berühmten StadlenS und langjährigen bnpn v«i von Preßburg, Rabbi Wolf Theben s. A. Dessen anderer Sohn war Rabbi Mosche L'öwy, Rabb. in Zehlim (Deutschkreuz), wo dieser beinahe 40 Jahre das Rabbinat bekleidete. Rabbi Mosche L'öwy ist, wie bereits in der Biographie seines Großvaters erwähnt, der Herausgeber des vonVater, Söhn und Enkel verfaßten Werkes b*otsö «Wm M M wn das pspn "Vvihn zum Verfasser hat. bim ntzD VW M niüo mne. Diese Worte, die der berühmte Rabbi DRbid Deutsch s. A., Rabbiner zu Waag-Neustadl, in seiner nv2B7k auf ihn anwendet, entsprechen vollkommen der Wahrheit. Rabbi Mosche Löwy war ein rmra bim und Verfasser mehrerer halachischer Werke, von denen eines, betitelt .nvo bm« seine vvn b» tivm enthalt, das andere, Mb rnbn, das er als Anhang zu dem Werke seines Schwiegervater, des berühmten Vetf. des Vin iin. betitelt ftaSn ipn, herausgegeben, umfaßt die Ergebnisse seiner Forschungen zur Feststellung der Halacha. Es finden sich auch im ivio am mehrere von Rabbi Mosche Sofer s. A. an ihn gerichtete npivm.. Indem wir nun mit der Schilderung des LebcnSläüfeS des im Titelworte benannten Gaonim daS Interesse der geehrten Leser für die illustre Persönlichkeit dieser.. Geistesheroen geweckt zu haben glauben, hoffen wkr, daß durch diese pietätsvolle Erinnerung ihres Urenkels, daß i2p2 212211 ernuiBtt» und schließm mit dem Wunsche, daß pw' «b .11222 vbivan vin der dreifach gesponnene Faden nicht so bald reißen werde, vv' «b>" vbi2 iw ,122a fijnt wv mim. ZeiturrgZnachrtchLe« rrnd Corresysttdeuzm. Deutfchkaad. München. Die Verwaltung der Israelitischen" Kultusgemeinde erläßt folgendes Rundschreiben an die Gemeindemitglieder: «Wie in anderen Gemeinden, wird auch hier in unserer Mite oft der Wunsch zum Ausdruck gebracht, bei Begräbnissen von Blumenspenden Abstand nehmen zu wollen. In solchen Fällen wird nunmehr auf andere Weise Gelegenheit gegeben werden, in edler und sinniger Art das Andenken des Entschlafenen zu ehren. Die Wohlthätigkeitskasse unserer Kultusgemeinde, welche berufen ist, Roth zu lindern und Thronen zu trocknen, ist nämlich bereit, bei eintretendem Todesfälle statt der zugedachten Kranzspenden, milde, freiwillige Gaben entgegenzunehmen und dafür stets in geeigneter Form den trauernden Hinterbliebenen zur Kenntniß zu bringen, wer das Andenken deS Lobten durch Wohlthätigkeit geehrt hat. Wir gestatten unS, hiermit von dieser Einrichtung Kenntniß zu gebend