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Der Israelit · 1902-07-07 · Heft 54 (7.7.1902) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 54 (7.7.1902)
Date
1902-07-07
Page
– (sequence 17)
Language
German
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48» Jahrgang. VttsanMluug >>ts KMeil" " ju Ziankslikt o. M. M 7. u. 8. Ali. Gedanke» auf der Fahrt zur Rabbiuerversammluug. Wir leben im Zeichen — der Versammlungen und Kongreffe und die Presse theilweise von Versammlungsanzeigen. Die erste Versammlungsanzeige, wo mag sie wohl gestanden haben? Wohl in der Jüdischen Presse? Gewiß. In der jüdischen Presse, die unsere heilige Lehre ist, hier finden sich die ersten Anzeichen einer .Versammlungsanzeige — einer Versammlung, die mit Recht den hehren Namen — Festversammlung trägt und diese Versammlungsanzeige, erlassen von dem Schöpfer der Welt, fie lautet: scholosch peomim jeroeh. Und das Versammlungslokal — ist die geweihte Stätte des heiligen Tempels. Das Programm steht im Dienste Gottes. Unser Versammlungsleben steht im Zeichen der Resolutionen — gewöhnlich bleibt es auch bei der Resolution. Und die erste Resolution, wo mag ste wohl beschlossen worden sein und wie mag sie wohl gelautet haben? Die erste Resolution des jüdischen Voltes steht wieder — zuerst in unserer Thora, und sie ist an heiligster Stätte beschlossen worden und lautet: „Alles, was Gott uns befiehlt, wollen wir thun." Diese Resolution, sie ist erneuert worden bei den Festversammlungen, von denen wir vorhin gesprochen haben, mit dem Amendement Talmud-Thora genügend zu lernen. Das Thoralernen geht vor Alles. Wesaus-Hatoro und dies ist die Lehre Mosche's. Und diese Resolution! — im Gegensatz zu den Resolutionen im gewöhnlichen Leben — ste ist für alle Zeiten — Beris olom — geschlossen und wird wohl die erste Resolution bleiben, die im Geiste auf jeder jüdischen Versammlung, auf jeder Rabbiner- und Lehrerversammlung und jedem Kongreß beschlossen werden soll. Und nun zur Rabbinerversammlung. Rabbtnerverfammluug. Frankfurt a. M.. Loge Carl 7. Juli. Rabbiner Dr. M a y b a u m - Berlin eröffnet die Versammlung, begrüßt die zahlreich erschienenen Kollegen, huldigt der israelitischen Gemeinde Frankfurt und Dr. Horovitz, indem er demselben die Leitung der Versammlung überträgt. Dr. H orovitz dankt mit wenigen Worten, um sofort die "Versammlung zu constituiren. Er ernennt Dr. Rosenberg-Thorn und Dr. M. Bieram- Hirschberg zum Schriftführer, überträgt Herrn Rabb. Dr. Vogelstein -Stettin die Führung der Rednerliste. Herrn Werner- München die Prüfung der Anträge. Im Namen der israelitischen Gemeinde begrüßt mit beredten, herzlichen Worten Rechtsanwalt Dr. Plotke - Frankfurt die Versammlung. Dr. Horovitz verliest eine Einladung des Stadtbibliothekars, der aus Anlaß der Rabbinerverfammlung eine Ausstellung der reichhaltigen Hebraica L 6uckaiea veranstaltet, was mit Beifall ausgenommen wurde. Horovitz weist auf das Denkmal Lessing's hin, das seinen Platz vor der Bibliothek gefunden, als ein Symbol der Toleranz der Stadt Frankfurt, wir nehmen in diesem Sinne die Einladung an und bringen hieran anschließend ein Hoch auf Sr. Majestät den deutschen Kaiser aus. das begeisternd ausgenommen wird. - ' Dr. May bau m erstattet den Bericht des geschäftsführenden Vorstandes. Dr. Werner gibt den Kassenbericht, Guttmann - Breslau referirt über die Bedeutung des Judenthums in der Gegenwart, Dr. Rosenack - Bremen berichtet über die Bekämpfung des Mädchenhandels. Wir kommen auf die Referate noch zurück. Wir wollen einstweilen nur konstatiren, daß solche mit vielem Beifall ausgenommen wurden. Des Ferneren auch, daß die Versammlung einen imposanten harmonischen Eindruck macht. Die Frühstückspause ist um, daher sei nur noch erwähnt tb6 last — not least. — Dr. H o ro vi tz und Dr. Werner, gedachten in ergreifenden, wehmüthigen Worten des verstorbenen Mitbegründers Dr. Auerbach s. A., während sich die Anwesenden von den Sitzen erheben. Zettrmgsrrachrtchte« und Sorresporrdenzen. Deutschland. Memel. Dem Bericht des „Jüdischen Kranken- Hauses zu Memel" pro 1901 entnehmen wir: Dem Bestreben, die segensreiche Wirksamkeit, welche unsere Anstalt zu entfalten bestimmt ist, und die nun schon seit Jahren zum Heile unserer kranken und armen russischen Brüder bethätigt hat. möglichst uneingeschränkt walten zu lassen, traten nicht unerhebliche Hindernisse entgegen. Bon den zahlreichen Gönnern, welche wir dem Krankenhause ständig gewonnen glaubten, entzogen hier und dort einige ihren Beitrag, und andere, besonders hochherzige WohlMter, wurden unS durch den Tod entrissen. Nur der Opferwilligkeit der Mitglieder der hiesigen Gemeinde im Verein mit den 8517705449

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