Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 12-13 (13.2.1902)
- Date
- 1902-02-13
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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310 Zeit lernen, in welcher Weise eine event. Inschrift vertheilt werden sollte. Die hebräische Schrift ist nämlich durch ihre quadratische Form überaus dekorativ wirkend, ja geradezu eine der dekorativ wirksamsten Schriften, die es überhaupt gibt. Der Gesammteindruck selbst gerader Reihen Schrift ist der von Borden und Arabesken ähnlich, wie bei de^acabischen. die in der Alhambra etc. so wundervolle Verwendung gefunden hat. Und oberhalb, am Fuße oder zu beiden Seiten der als Hauptverziernng die Mitte einnehmenden Darstellung aus der heiligen Schrift, den Gesetzestafeln, Kronen etc., wirken die Inschriften auf den älteren Vorhängen mit an der prächtigen Ausstattung. Indem aber unsere Voreltern die Inschriften in die Gesammtdekoration einordneten und nie den Hauptzweck, die Verschönerung des Gotteshauses, vergaßen, sicherten sie unbewußt auch die ewige Erinnerung an die Gabe. Denn wenn nach einem Jahrhundert oder später der Stoff vom öfteren Gebrauch schadhaft, ist die Stickerei meistens noch musterhaft erhalten. Tritt die Erneuerungsfrage aber an den neuen Vorstand heran, der den Spender nicht mehr kennt oder nicht kennen will, so wird., wie die Erfahrung lehrr, die theure Applikationsarbeir nur der geschmackvollen Verzierung halber bewilligt, nie aber den Buchstaben alleim " Bescheidenheit wäre auch, oft am Platze denjenigen Kunsthandwerkern gegenüber, welche mit vollem Herzen bei der Sache sind, am rechten Schaffen aber durch sachverständig stin wollende Auftraggeber gehindert werden.- Es wird dem kunstgewerblichen Arbeiter oft schwer. Beweise dessen vorzulegen, was er darstellen könnte und möchte. Selbst bei event. Probearbeiten zwingt ihn die Roth des täglichen Erwerbs an die Verkaufsmöglichkeit zu denken und der Tagesmode Konzessionen zu machen, die er bei freiem Schaffen nie bewilligt hatte. Da heißt es Vertrauen zu haben und zu zeigen, um fast immer den Lohn zu ernten, bei spaterem Gebrauch Freude an der einzig-artigen Originalschövfung zu empfinden, wie etwa beim jedesmaligen Anblick eines uns gehörigen Oelgemäldes eines alten Meisters. Und wahrlich, nicht nur an die Lehrer und Vorsteher allein ergeht die Aufforderung, durch Aufmerksamkeit, eigene Hilfe und Rathschläge das Kunstgewerbe im Judenthum zu heben, an jede einzelne Privatperson ist sie gerichtet. Wird das Haus zur Vereinigung im Gebet: kleines Heiligthum genannt, wird in jedem Privathaus die durch den Dank gegen Gott geheiligte Tafel mit dem Altar verglichen, so möge uns die Ausfürhrlichkeit. mit welcher die in Größenverhältnissen und Stoffen beziehungsvolle, prächtig schöne Herstellung der Kultusgegenstände für das Heiligthum in der Wüste und den Tempel Salomon's beschrieben ist, eine Anspornung sein, die für unsere Synagogen und unser Heim gefertigten Gegenstände gleichfalls in möglichster Schöne, inl besten Material, mit peinlichster Sorgfalt zu gestalten. Sicherlich wird sich dann das Kunstgewerbe im Judenthum wieder zu einer höheren Stufe erheben, uns und folgenden Geschlechtern zur Erhebung und zur Freude. Eduard Joel. Hamburg. n r e r s r n. Für den folgende« Theil ist die Red aktiv« nicht verantwortlich. Vtt SrvacNoa mrlrruimml nlcmol« eine Prüfung m Septg auf dir rituelle IuverlSsfigkett der auge^rlrstueu haaren. ^^ieAlirder tzude». Grosses Lager Tefilloth. Machsorim «6ft£**£*Ä«**£*************} in Lösten und elfiranton Einbänden 41 ff IT/ ™ Mffr .... r, . *a». »ä-„. sh„. iJ. kaoBnaiM sowie summt]. Ritualien. {ik 44 " » IttttCCfyßttUUßÖlcfttttC. ~ H , jj hebräische Buchhandlung, % Schulbücher. Gebetbücher J n m » -— /. Braut ff eshenke, % Fl bIäJ« ' | Ausführliche Cataloge gratis Stickereien f. Synagogen, uno franko. Empföhle für Wiederverkäufcr ' ncs 'jv *w Awieba«. Makronen u. Ehorolnde. <Selundt,eit»iWieba«k. befonver» \n «mpf«l,lcu für Krank« unv Rrconvalesjcnten. Perkaufsstellen: Adolf Galdichmidt. Berlin, Neue Fnedmr.. viabr. Heymann. Hamburg. Griindelweg: 3. .Uauiustkn. Leipzig. Werberftr. 1<>. 'J!. Rechenbuch. Würzbnrg- . , Benjamin Adler, Coniilotcl, Haiberftadt, Lichtengraben 9. Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Nobel. H,er. Empshele fur .NOO Mehl!°>mrrfi£&' MasjM feinster OuaMat. Reff. Sr. Ehriv. Herr Rabb. Nabel. Hier und Sr. Ebrw. Herr Rabb. S. Eohn. Hier. l10-»l Benjamin Adler, Halberstadt, Lichtengraben 9.