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Der Israelit · 1902-01-30 · Heft 9 (30.1.1902) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 9 (30.1.1902)
Date
1902-01-30
Page
– (sequence 31)
Language
German
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231 lohnender und ehrenhafter Nebenerwerb geboten werde, der sein Ansehen erhöht. Auch wird der Vermuihung Ausdruck gegeben, daß durch Anlage eines Schulgartens dem häufigen Stellenwechsel und der Zügigkeit der Lehrer einigermaßen vorgebeugt werde, was im Interesse des Lehrers und der Stelle liege. Herr Eisenheim er - Gimbsheim referirt hierauf über das Thema „Schule und Haus" und fordert, daß beide Faktoren stets im Einklang bleiben müssen, sowohl in Erziehung, als in der Anleitung zum Wissen durch gegenseitige Förderung und Unterstützung. Einzelne bis jetzt häufig aufgetretene Mißstände werden besprochen. Auch diese Arbeit erntet den Dank der Versammlung. - Nach Festsetzung der Themata für die nächste Generalversammlung bespricht der Unterzeichnete die gegen den früheren Lehrer der Gemeinde Hungen wegen unbefugten Tragens einest Ornats s. Z. anhängige Prozeßsache und p r o t e st i r t unter cinmüthiger Zustimmung der Versammlung in scharfer Weise gegen die in dem Gutachten des Rabbiners Dr. Sander- Gießen erfolgte Bes ch i m p f u n g des jüdischen L ehrer stand es. Im Bewußtsein, für das Jude n t h u m mehr g e l e i st e t zu haben und fernerhin zu leisten. als der genannte Herr, fühlen sich die jüdischen Lehrer über ein solches Gebaren weit erhaben, und überlassen diese Beschimpfungen ruhig dem Urtheile der Oeffentlichkeit. Auch der Vorsitzende bemerkt, daß solche Beleidigungen nur auf den Ängreisenden zurückfallen.*) Herr Direktor Dr. Lange, der unterdessen erschienen ist, begrüßt die Versammlung mit freundlichen Worten. Herr Dr. H e i n e m a n n regt die Gründung von Bibliotheken zur Verbreitung einer guten Lektüre auf dem Lande an, und zwar für Lehrer, Schüler und Erwachsene. Zugleich erklärt derselbe im Auftrag eines Frankfurter Komitees, in jeder Gemeinde auf Wunsch die Mittel zur Beschaff»?" einer Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Interessenten mögen sich an seine Adresse (Frankfurt a. M., Theobaldstraße 6) wenden. Der Vorsitzende dankt hierauf der Direktion der Realschule für die Ueberlassung des Saales und schließt die Versammlung mit der Bitte an alle Mitglieder, die vorgetragenen Wünsche in weitgehendstem Maße erfüllen zu wollen. D a r m st a d t, 28. Januar 1902. ' Leberman n, Schriftführer. *) Diese Beschimpfung des jüdischen Lehrers ist merkwürdiger Weise in vielen ^ebrei Versammlungen und deren Referaten vertuscht worden. und auch das Berbandcvrgan bat sich darüber nur iebr glimpflich und dccent geüunert. wäbreud die GeiS'sche Bemerkung über Gebühr ansgebamcht wurde. Wvher diese zarte Bückiichtnahme für den Herrn Neiormrabbiner und das schroffe Vorgehen gegen einen religiösen jungen Mann? Red.-der »Bl. für die iSr. Schule." M n Zeige n. -d» Für den folgenden Thcil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Kt» Krdarttov unternimmt niemal» eine Prüfung in Kerns auf die rituelle Zuverlässigkeit der angevriefenen Maaren. Die Bestehet habe», wenn ste in dieser Mnstcht gestchert sein wollen, die Anpreisungen. Deferenren etc. selbst einer Äoutroie »u unterwerfen, chlnff der znseratenannahme ill stete: für die Moiltagsnnmmer. Sonntag Früh i) Uhr. für die Donnerstagenummer, Mittwoch Mittag »2 Uhr. Ufer Klatt gelaugt regelmäßig Montag und Donnerstag in den Ldendstunven rum Dersnndt. rleciamationen wegen ,u späten Eintreffen» d«- ede «an bei der betreffenden Postanstalt;u mache». Effekten aus Etziffrrannonren werden täglich, mit Ausnahme von Samstag weiterbefSrdert. G Tdiliuth. 31avIisos*im ln liesten und eleganten Einliänden Tallis, Wolle u. Seide. * » m * «r " ft- «l ft ft/ _ _;_ I» sowie siimnitl. Ritnalien. Gebetbücher f. Brautgesherike, Stickereien f. Synagogen loc « 4\ « <- 4< 4> J. amu i» hebräische Buchhandlung, J Fr a n kf ur t a. 31, % Börnestrasse 41. jj Grosses Lager wissenschüfNichcr INerire. Nnterhaltungslektüre. Lchuthücher. Ausführliche Cataloge gratis und franko. tfeirai/j. Suche für meine Schwester. 24 Jahre, bildschön. sparsam und vänsl. erzog.. Mitg. baar 1>>—12 Mille paffende Bartl,ic. Nichtanonyme Zuschriften, die streng discret behandelt werden, sind zu richten unter k. l<. 834 au die Geschäftsstelle dieses Blattes. 6uche für meine Tochter, aus achtbarer sraiuilic. nuttlere 20. hübsches Mädchen, inr Geschäft und Haushalt äunerst tüctitig, religiös, mit einem Mitgift von lO.MO Mark und schöne Aussteuer passende parfhie. Gest. Offerten unter X 637 an . < i «I r d. 8.'« ins. mn. Cichorien langjährige 5abrifation, eingerichtet nach Vorschrift des Herrn Rabbiner Dr. Marx in Darmstadt und unter Aufsicht eines von demselben ernannten »U'tV Bestellungen auf erbitte sofort bis längstens Lnde Januar. Versandt desselben beginnt im März. Di<'Kisten werden unter Aufsicht des gepackt und verplombt, worauf ich noch besonders aufmerksam Mache. -,^-Cichorien wird das ganze Jahr hindurch, fabricirt u. versandt. friedr. €ngelharbtf WsstW'llil 11. bei Frankfurts am Main. Orebomsir-k'shrriL (gegr. 1819) UlnlL-Lntrvv-k'LbrUL. UnNee-LssouL: ifc Kallee-Surrogal^ Gctrelde-Itttgtcrel. [370 16 Medaillen und Diplome. Export «ach allen Länder«.

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