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Der Israelit · 1902-01-23 · Heft 7 (23.1.1902) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 7 (23.1.1902)
Date
1902-01-23
Page
– (sequence 12)
Language
German
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trauernde Gatte in seinem und im Namen seiner Kinder von der treuen Lebensgefährtin Abschied nahm und das letzte Lebewohl ihr zuries. Auch wir muffen an dieser Stelle noch besonders hervorheben, daß unser Herr Rabbiner eine Perle weiblicher Tugend an seiner Gattin verloren. Man kann von ihr gleichsam wie von der Stammmutter Sara sagen: n;r; „sie wirkte im Zelte." Ihr ganzes Streben entsprach nur dem Gedanken, welches der König Salomon in seinem Liede von dem Viederweibe. singt: sn r.c *.nri„sie that nur Gutes und nie Böses." Es wird ihr auch in allen ihren Bekannten-. kreisen ein ehrendes und bleibendes Andenken bewahrt -bleiben. Möge daher auch der 2'« er der gute Name, den die edle Verblichene zurückgelaffen, unserem Herrn Rabbiner und seinen trauernden Kindern ein beruhigender und sanfter Trost sein. n*2x:r.. Z. Letzte Nachrichten. Bukarest, 22. Jan. Die „Agenre Roumaine" bezeichnet die Zeitungsmeldung, der Kammer solle ein gegen die in Rumänien lebenden Fremden gerichteter Gesetzenttvurs vorgelegt werden, als unrichtig. Es dürfte sich um einen Gesetzentwurf des Ministers des Innern handeln, welcher üch aus. die Regelung des Polizeiwesens in den Landgemeinden bezieht, jedoch keineswegs die Lage der Fremden beeinflußt. Der Gesetzentwurf bildet den Gegenstand der Berathung des Ausschusses. (Diese offiziöse Notiz könnte leicht irreführen, denn gerade in diesem Gesetzentwurf zur Regelung des Polizeiwesens in den Landgemeinden befindet sich eine Bestimmung, durch welche die. Verfügung des SpirituosenlicenzgeseZes, das die Berechtigung zum Ausschank von Spirituosen in den Landgemeinden zu einem Privilegium der rumänischen Staatsbürger gemacht hat, in einer Weise ausgedehnt wird, daß in Hinkunft kein Fremder oder nicht naturalisirter einheimischer Israelit, der in Rumänien immer noch als „Fremder" behandelt wird, in einer Landgemeinde Rumäniens ein öffentliches Verkaufslvkal welcher Art immer halten darf. Wir haben in einer der jüngsten Nummern darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn diese vorgeschl'agene Gesetzesbestimmung in Kraft tritt, durch sie Hunderte von rumänischen, aber nicht naturalisirren israelitischen Familien, die derzeit in den Dorfschaften Rumäniens als Kolonialwaarennnd Schnittwaarenkrämer gelebt haben, mit einem Schlage brodlos und zu Bettlern gemacht würden. Red.) ‘ vermischtes Potsdam, 17. Januar. Der Rabbiner und Prediger der hiesigen israelitischen Gemeinde, Dr. pbil. Paul Rieger. ist zum I. April an die Tempelgemeinde in Hamburg berufen morden. Bereits heute Abend und morgen sindet die Pr^bepredigt eines Kandidaten statt. Aus Mittelfranken. Dem Berichte über die Feier des 25jahrigen Dienstjubiläums des Herrn LehrerA. Strauß aus Upenüeim ist noch ergänzend nachzutragen, daß. auch die Verwaltung des „Israelitischen LehrerveremS* in Bayern an den Jubilar ein Glückwunschschreiben gerichtet hatte. Alzenau, 13. Januar. Am vergangenen ruer fand hier die Einweihung eines neuen roiS statt, welches von de» Frauen der. beiden Gemeinden Alzenau-Wafferlos gestiftet wurde. Herr Lehrer Wechsler hielt die Festpredigt, worin er auf die in goldenen Buchstaben der auf dem rO"© prangenden Jahreszahl 3"D"l"n hinwies, welche das Wort TID2 ergebe. Daran anknüpsend, beleuchtete er die Pflichten eines Jehudi, der nicht nur in der Oeffentlichkeit die mäD ausüben muffe, wo jeder die Frömmigkeit bewundern könne, sondern auch ")HD2, im Verborgenen, auf daß man in Zukunft *inD2 3ET „im Schirme des Höchstenwohne. Die nach Form und Inhalt wohlausgeardeitete Rede übte einen sehr guten Eindruck. Das N232ist aus der Kunststickerei von J.Kauffmann. Frankfurt a. M.. hervorgegangen und bildet einen schönen Schmuck unserer Synagoge. Wien, 17. Januar Seiner Majestät Hali allergnädigt ge ruht, den Stabsärzten Dr. Alois Pick und Dr. Leopold Mendel die Genehmigung zu ertheileu den preußischen rochen Adlerorden Mer Klaffe annehmen und tragen zu dürfen. Eperies» tm Januar. Unser Rabbiner Herr Baruch Fischer, entfaltet eine große Wirksamkeit, besonders lenkt er seine Aufmerksamkeit auf minn *nD’2. In Folge dieses ist . die Cchülerzahl der Talmud Thoraschule aus 60 und die der rD’ttf’ auf 50 gestiegen. Juristischer Beirath des „Israelit." Unsere Abonnentc» erhalten nnentgeitliche Auskunft tu allen '.»echtsangelegenheiten. Abonnementsquittung ist gest. d«izulegen. Auch wolle man angeben. ob man die Anfrage» briestich oder im Blatttc beantwortet zu haben wünscht. Tie Anfragen werden von einem bedeutenden Juristen eingehend beantwortet. L. ft. in H. tt. E.: Das Einsührungsgesetz zum B. G. B. enthält keine Bestimmungen darüber, ob ein Notar eine Vollmacht bei seinen Akren behalten muß. Im klebrigen kann Ihnen eine Auskunft nur ertheilt werden, lvenu Li'e mittheilen, welchen Inhalt die Vollmacht gehabt und aus wen sie gelautet hat. Briefkasten der Redaetion. H. F. in L. M.: l«». August 1889 gleich 19. Ab 5649 Sidra 3py. — C. Eh.: 30. April 1889 gleich 29. Nissan 5(549 Sidra D’ETIp. — M. D. in Oe.: 8. Juli 1889 gleich 9. Tamns 5649 Sidra — P. in 9ß.; I. Marz 1889 gleich 28. Adar 1. 5649. Selbst wenn der Junge erst nach Beginn des rQttf geboren wurde, ist die Sidra?nD’1- M. G. in C.: Dr. Deutsch in Fürth. Rabbiner Biberfeld in Berlin. Heidereutergaffe. Abonnent in Karlsruhe: Wir haben darüber keinen authentischen Bericht bekommen. Auf vage Gerüchte hin wollen wir mit den Leutchen nicht anbäadeln I. in Frankfurt a. M.: Sie meinen die Abneigung gegen den Plan deS Herrn Löb käme vielleicht daher, daß befürchtet wird, daß unter dem Deckmantel der Frömmigkeit leicht Mißbrauch von der Einrichtung getrieben wird. Eine derartige Befürchtung bestand auch bei Gründung des „Vereins zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit-, doch war dieselbe unseres WiffenS unbegründet. Briefkasten der Expedition. Herrn A. D. in E. Ungarn: Bedaueren kein Frei- Exemplar gewähren zu können Wegen Ermäßigung wollen Sie sich an Herrn Ä. Alexander in S. A. Ui, je ly wenden.

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