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Der Israelit · 1902-01-16 · Heft 5 (16.1.1902) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 5 (16.1.1902)
Date
1902-01-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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120 keineslvegs wundern. Hat er e» ja stets, wenn es galt,, die Grundgehalte der pflichtgetreuen städtischen Beamten aufzubeffern, gezeigt, daß ihm die Worte: „Jedem das Seine," tief zu Herzen gegangen sind. Was seine gesellschaftliche Stellung betrifft, die er Hierselbst einr nimmt, so glaube ich sie am besten durch die folgenden Dichterworte geschildert zu haben: „Ein edler Mensch zieht edle Menschen an, und weiß sie festzuhalten." Möge es ihm in seinen ungeschwächten, körperlichen und geistigen Kräften, deren er sich trotz seines hohen Alters erfreut, vergönnt sein, noch viele Jahre hindurch . ,;um Heil und Segen für unsere Kultusgemeinde und Stadt wirken zu können. Schweiz. Basel, 10. Jan. Wir erhalten folgende Zuschrift: Aus Ihre Mittheilung über den Lippe'schen Vortrag im hiesigen Bethamidrasch,, erlaube ich mir als Mitglied der Verwaltung desselben Folgendes zu erwiedern: „Es kann uns Niemand im Ernst zumuthen, daß wir im Gedächiniß behalten sollten, was Herr Dr. L. auf dem ersten Zionistenkongreß vor fünf Jahren gesprochen. Als er darum nachsuchte, einen Vortrag darüber halten zu dürfen, daß der Zionismus nicht gegen die Orthodoxie verstoße, wurde ihm die Erlaubnis; ertheilt, weil der Borwurf gegen uns erhoben worden war, daß wir die Gegner nicht zum Worte kommen ließen. Es war übrigens Herrn Dr. L. mitgetheilt worden, daß er nichts sagen dürfe, was gegen unsere heilige Thora, die schriftliche wie die mündliche, verstoße. Als er dennoch einmal eine Bemerkung machte, die zu Mißdeutungen hätte Veranlassung geben können, wurde er sogleich von unserm Herrn Rabbiner unterbrochen und rektifizirt. Ich bin nun allerdings kein Zionist, weil mich das unjiidische Leben der Führer abstößt, aber auf dem Standpunkte Ihres Korrespondenten, der mit Emphase ausruft: „Zionismus und Bethamidrasch, welche Zusamenstellung!" stehe ich durchaus nicht. Dazu habe ich zuviel Sympathie für die zahlreichen, frommen Jehudim, die am Kongresse theilnahmen. Hat mir doch einer der Delegierten, der in Neuseeland wohnt, und mehr wie drei Monate unterwegs gewesen ist, erzählt, daß er in jenem weltfernen Lande nptr -STur, man kann sich deuten, mit welcher Mühe und. mit welcher Gefahr, eingerichtet! Auch habe ich zu viel Ehrfurcht vor den großen r'aan welche zu den Kongressen hierhergekommen sind, und die am besten zeigen, daß Zionismus und Bethamidrasch keine unversöhnlichen Gegensätze sind. Ich denke noch mit Freuden an die geistvollen Vorträge des Rabiners von Poltawa, der allerdings seither Antizionist geworden ist, an die Reden des Rabbiners von Grodno und von Sokolke, besonders aber von Reb Abbe Werner, des Rabbiners der mn "p’TRa in London, der seit mehr als dreißig Jahren eifriger Zionist ist. Auch Herrn Dr. Schaffer, den frommen Rabbiner von Baltimore in Amerika, haben wir vor fünf Jahren im Bethamidrasch gehört. Leider war er dieses Mal verhindert, unserer Einladung, einen Vortrag zu halten, Folge zu leisten. __._S. Teplrtz." Sprecht a a l. Berlin. 3. Januar. Sehr geehrter Herr Redakteur' Im Anschluß an die Artikel in Ihrem geschätzten Blatte über das von der Bodenkulturgesellschaft erworbene Gut Neuhof bei Posen und hinweisend auf die in der am 26. v. Mts. stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung gefaßten Beschlüsse, bitten wir Sie ergebenst, die Erklärung veröffentlichen zu wollen, daß bei der Bewirthschaftung von Neuhof und der Erziehung junger Israeliten zur Landwirthschaft streng rituell vorgegangen wird: daß sowohl der Sabbat geheiligt, als auch die rituellen Speisegesetze innegehalten werden. Ferner erklären wir. daß die von Ihrer Seite mit Recht Lierurtheilte Schweinezucht in Neuhof nicht betrieben wird, daß die vorhandenen Bestände dieser landwirthschaftlichen Nutzthiere verkauft und durch eine Federviehzucht ersetzt werden, so daß auch in dieser Beziehung alle Bedenken fortfallen. Genehmigen Sie die Versicherung vorzüglicher Hochachtung ergebener L. Cohn. -Oberamtmann. Vorsitzender des Vodenkulturvereins und Vorsitzender des Aufsichisrathes der Bodenkulturgesellschaft. Vermischtes. Aus Baden. Wie die „Karlsruher Zeitung" erfährt, ist der Professor an der Bangem erkschule in Karlsruhe, Ludwig Levy, seitens des Ministeriums des Innern mit der nebenamtlichen Wahrnehmung des Geschaststechnischen Referenten für Bäusachen bei diesem Ministerium beauftragt worden.__-_B Briefkasten der Redaktion I. B.: 1) Der Knabe wird amiTSD ~Q THJH rat?. Im Jahre 564!», fiel dieser, wie in diesem Jahre aus dent2. Nissan. 2) Verkaufen Sie die Blätter einem Papiermüller zum Einstampsen, da keine complette Jahrgänge. 3) Nein. B Man darf einen pa zu *vdeö ausrnsrn. Man rufe also einen anderen p3 zur ersten nisnD auf und den mSD -Q, wie dort üblich, zur mcön Bin B Ja. Nur mutz jede Verwechslung des amtlichen Stempels mit dem --^-Stempel ausgeschlossen sein. 19. Aw 5627 20. August 1807, 16. Juli 5630 — 17. TamuS 1870. Nr. 100 in I: Am Sabbat nach dem Geburtstag wird der mSö "0:&na&e zur Thora gerufen 2l_ Mai 1889, gleich 20. Ijar 5649. Die Sidra des Knaben ist TTID2. Briefkasten der Expedition F-. <0. 8300: Betrag empfangen und weiterbesördert. &aUc a. S. ivu unserer -stiiöt, ui der viele Geschäftsreisende verkehren uiib viele indische Studenten dauernden Aufenthalt haben, wurde der Mangel einer streng-koscheren Restauration allenthalben gefühlt und beklagt.. Diesem Uebelstnnd ist nun,»ehr durch die Errichtung der Restauration Eisfeld. Leipzigerftr. 27» nach jeder Richtung nbgelwtten. Die Restauration wird von einem streng religiösen orthodoxen Rabbiner empfohlen und entspricht nusterdem allen Einsprüchen der Remeit. Der Schluß der Erzählung „Johann Friedrich Schulze", folgt in nächster Nummer.

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