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Der Israelit · 1887-12-28 · Heft 100-101 (28.12.1887) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 100-101 (28.12.1887)
Date
1887-12-28
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Tochter des Bagdader Kaufmannes Salomo Jizchak Somech ('-■?) vermählt. La das junge Pärchen jedoch nicht harmomrte, so kam es zwischen demselben zn Streitigkeiten rc. rc. uud schließlich machte sich der Ehegatte eines Morgens auf, ließ seine junge Frau im Stiche und ging nach Bombay, vergaß aber nicht vorher auch den Sckmuck seiner Frau mitzunehmcn. um so ein sicheres Psand in Händen zu haben, daß sie ihm baldigst Nachfolgen werde. Es ist dies also nur ein gewöhnlicher Stadtklatsch. Interessant an der ganzen Geschichte ist jedoch, daß dieser Hermann Noscnseld schon seit nahezu dreißig Jahren keine Briefe mehr aus seiner Heimath mehr erhält und olle von ihm dorthin geschickten Briefe gänzlich unbeantwortet bleiben. Herr Noscnseld glaubt nun, daß der Name seines HeimachsdorfcS, der „SzacS" oder so ähnlich gelautet bat. im Laufe der Zeit geändert wurde, so daß seine Briese nicht mehr gehörig bestellt werden können. Daß nun während dieser fünfzig Jahre seine Eltern und die meisten seiner Anverwandten wcggcstorbcn sind, daran zweifelt Herr Noscnfeld gar nicht. Er glaubt jedoch, daß wenigstens noch einige Mitglieder feiner Familie vorhanden sind, und würde cs ihn daher ungemein freuen, wenn dieselben etwas von sich hören ließen. Seine Adresse lautet ganz einfach „Aron El-Darsi" oder „Hermann Nosenfeld, Schneider, in Bagdad." Ein an ihn unter angegebene: Adresse, gerichtetes Schreiben würde ihm schon gehörig zugestcllt werden, da man in Bagdad die Briefe nicht ausrrägt, sondern jeder Einzelne begibt sich nach Ankunft der Post aus da- Postamt und fragt, ob keine Briefe für ihn eingclangt seien. Her?« Rosenfeld, der heute schon ein hoher Siebziger ist, würde es selbstverständlich ungemein freuen, wenn er noch vor seinem Tode etwas über feine Famllie und seine Heimath erfahren könnte. Nun vielleicht gelingt eS dem „Israelit", der doch in Ungarn viele Leser hat, cpm zu sein und die noch am Leben befindlichen Mitglieder der Familie Rosenfeld mit ihrem Anverwandten im fernen Oriente in briefliche Verbindung zu bringen. Nach der Bagdader Korrespondenz folgen dann gewöhnlich Zuschriften und Anfragen an den Redakteur des „Perach", worauf ein wissenschaftlicher Arrikel folgt, der gewöhnlich eine Stelle im Talmud oder im Midrasch näher zu erörtern und zu erklären sucht. Dieses ist der Inhalt des „Perach", des einzigen Organs, das unseren Glaubensbrüdern in Vorder-, Hinter- und Mittelasien zur Verfügung steht. Für Kenner der arabischen Sprache, wie auch für solche, die sich in dieser Weltsprache vervollkommen wollen, lohnt es sich immerhin, den „Perach" zu lesen, zumal sie dabei auch das jüdische Leben iu Indien kennen lernen würden. £Uiftfige Törmtßcn TantoEentin: M. Sulmann, Lechenich. Joseph Samuel, Zülpich. Kordon, ^gelsbach. M. Drryfuß, Srnnhrim. Frau Wolf l?o!dfchmidr. Dörnach. Zsaac Rosenrhal, Wronk«. (fanror PH. Kanircin, Zirlen;ig. <?adrirl u. Ietichcn Lesie!. Hamburg. Lehrer Simon Lerendt, Eroß-Treinheim. Joseph Moock, Mülbauiea. Isidor u. Max Rosenov, Lorknitz. Lehrer S. Kahn, Niederwerrn. i e fjSf AboooemeutS- und Joserateo - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. ktanffmana, Suchhandlung? für Hamburg bei A. lKoldschrnidt, Buühandlung, Kohlhöfen 35; für (iöltt bei S5co «vranf, Probsieigasse 17; für München bei R. Pctlelhei«, ^ärbergraten 2S; für sZürtb in Bayern bei M. Dörsbcrgcr» hebr. u. deutsche Buchdandlung; in Böhmen, Mädren und önerr. Schlesien bei Jacob B. BrandeiS» Buchhandlung in Prag. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. <p2cft empfohlcue Peofro» zur gründe 'V rieben Erlernung des Heusbaltr und V. gefrUichasil. Bildung für rin junges Mädchen aus guter Familie in gebild. züdifcher Aamilie der Stadt Hannover. Anträgen vna M- B. 17 posilag. .Hannover. <57ä5 Lin ordentlicher Junge von braves Eltern 1 kann die Metzgerei erlernen, dinrrin oron. Bcopold Süsiwaun» tioblenj. 6in iSrael. Mädchen, welches die bürgerliche und reinere Küche felbsiändig versieht. auchHausaibri» übeinimml. jucht Crc3r;um 15.,Zrbruar. 1*ei. Offerten unter }lt. 60Ö2 an die^xpeb. d. Bl. erdeten. /Line gurgedendr Bäckerei auf einem 'S deiiercn Plaxe wird zu kaufen oder;u pachtrn gesucht. Offenen unter «Zhinrr L. 8. Nr. 6000 an die l-rped. d. Bl. erbeten. Ginr gebildete j. Dame, 'in den 20cr Jahren, aus achtbarer Familie, religiös und wirthschaftlich, sucht möglichst bald iu einem seinen religiöse« Hause Stellung «US Eesellschasierin oder Stütze der Hausfrau. Dieselbe ist auch befähigt und gern bereit. Kindern, die eine höhere Schule besuchen, bri ihren häuSl. Arb. fördernd;ur Seite zu sichen. Fa«1'iena»fchl«tz Bedingung. C*ri. Offenen mit GrbaltSangat« erb. uurer (thinre bi. L. 50 postlag. Kosten <Pn>r. Posen). (6003

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