Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 93 (1.12.1887)
- Date
- 1887-12-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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dl des „Brüsker Rabbiners* genöthigi sei, mein Amt niederznlegen. Genau dieselbe Antwort gab ich Ht-rrn Elieser Dan und seinem Schwager R. Jacob, die am Freitag zu mir kamen; es wurde mir jedoch gar keine Antwort vom .Brüsker Rabbiner4, ich dachte mir, dass derselbe vielleicht die Sache näher untersucht und getunden habe, dass dabei nicht nur kein sondern eine grosse rfl3K2 geschehe, und dass er sich vor der Uebertreiung des Verbotes scheue, fl*7^V7 C*2T7 “X Z2**2 Selbst wenn er Mängel an der Anstalt gefunden. wäre er ja verpflichtet, diese den Vorstehern zu nennen und deren Abstellung zu fordern, nachdem ihm bekannt war, dass die Anstalt durch fromme und gottesfürchtige Männer gegründet worden. Nicht aber dürfte er die Erfüllung der grossen n*S£ bekämpfen, Waisen zu erzielten, ihnen Kost, Wohnung und Kleidung zu geben, so wenig wie er gegen das .Waisenhaus-4 (?) auftrat, das unter Aufsicht von Mendel Moinest ersteht, dessen Knaben auf den Strassen Jerusalems sich herumtreiben, keine Zr.cht lernen, und aus Mangel au Nahrung sich nicht schämen, die niedrigsten Beschäftigungen zu verrichten! Wie ofthabe ich gehört, dass der genannte Rabbiner nicht unterliess, seinen Namen für dieses sogenannte „Waisenhaus* herzugeben, indem er erklärte, dass wenn im Laufe der Zeit eine Hilfe für einen Waisen nöthig wäre, man seinen Namen dazu benützen dürfe, er wolle nicht Vrsa rrsp?b C‘3VI rx ZZ^Zr- Wie sehr erschrack ich darum, als ich vernahm, dass man am vergangenen >£1? einen c"n über mich verkündigen iiess. Als Herr Oberrabbiner Sala nt davon hörte, verbot er aufs Schärfste dem Sj*- nagogeuvorsteher, die Ausrufung zu gestatten; derselbe jedoch hörte in seiner ungeheuren Frechheit nicht auf ihn und ging auf den Almemor, um ihn auszurufen. Die Sache wurde der Polizei bekannt, die darauf hin einige ihrer Beamten entsandte. Einer von ihnen war Jehudi, der von den Vorgängen genau unterrichtet war, alle unangenehmen Folgen verhindern wollte und desshalb dem Vorstände verbot, den Bann zu verkündigen. Da dieser jedoch ihm kein Gehör schenkte, so blieb ihm nichts Anderes übrig, als mit seinen Collegen vereint den Renitenten dem Gericht zu überliefern; dadurch kam es zu Schlägereien und wüstem Lärm. Ob der „Brüsker Rabbiner4" etwas mit dieser Sache zu thun hatte, können wir mit Sicherheit nicht angeben. Vor vielen Männern hat derselbe erklärt, dass Alles ohne sein Wissen geschehen sei, während viele Andere behaupten, dass er; davon wohl unterrichtet gewesen. Wie dem auch j sei, jedenfalls haben die Veranlasser dieses Lärms j drei. Dinge gethan, worauf die Strafe des “"75 j gesetzt ist: erstens halten sie viele vom Ausüben i eines frommen Werkes ab; zweitens haben sie einen grossen ctfn h'hn veranlasst; drittens! haben sie den Bann ausgesprochen über den, der 1 ihn nicht verdient. Denn angenommen, dass die .Sache an sich eine schlechte wäre, so hätte ich den 2~Tj doch nicht verdient, nachdem ich darum gebeten, dass der „Brüsker Rabbiner44 mir einen p-j 'I &•*» sende und er dies unterlassen, nachdem mir die Diener nicht mitgetheilt, wer die in seinem Hause Versammelten seien, dagegen die teste Versicherung gaben, dass Herr Oberrabbiner Salant nicht in der Versammlung sich befinde und Alles ohne sein Wissen geschehe. Ich will jedoch nicht mit gleichen Waffen kämpfen und kein e«fj und —fl* soll meinen Lippen entströmen, da dies meinem Wesen durchaus widersprechen würde. Ich will auch mit ihnen nicht iifs Gericht gehen; der die Betrübniss aller Bedrückten sieht, wird auch meiner gedenken. — Notiz. Ans der Kolonie n;s »?xV*) Bezüglich des Besuches des Herrn Baron Edmoud v. Rothschild kann ich Ihnen mittheilen, dass derselbe von dem Zustande der Kolonie sehr befriedigt war, weil er alles G. s. I». in bester Ordnung vorgefunden. Die Vorsteher führen ein müdes Regiment nnd die Kolonisten verrichten ihre Arbeit mit Vergnügen und Freude, leben in Eintracht und Frieden und im besten Einverständnis mit den Vorstehern. Der Herr Baron gab ihnen in Folge dessen die Zusicherung, dass er ihr Interesse besonders im Auge behalten würde. Die Ernte ist liier längst beendigt, die Gerste ist in diesem Jahre nicht gut geratheu, der Walzen wie in Mitteljahren. Die Abgeordneten von Safed, welche hierher kamen, «len Herrn Baron zu begrüssen, wurden von demselben scharf darüber zu Rede gestellt, dass sie sich gegen die Errichtungeiner Schule in ihrer Stadt gewehrt hatten. Er erwähnte auch des Bannes, den sie voriges Jahr ansrufen Hessen, als Herr Scheidt in Safed war und sich von ihrem Thun und Lassen überzeugt hatte. — Sie mussten beschämt und verstummt von ihm abziehen. Als nämlich der Herr Baron uns verlassen, hatten sich viele der Bewohner Safed’s bei Herrn Dr. Bilden versammelt und seine Hilfe für Gründung einer Schule auf den Namen des Herrn Baron erbeten. Mit - Zustimmung des Herrn Dr. B. gründeten sie dann eine Schule, in welcher --"-fl und hebräische Grammatik, Talmud, 2*5-7 und arabische Sprache gelehrt werden sollten. Als jedoch Raphael Dumez und seine Helfershelfer, die Vorsteher, dies horten, da schleuderten sie den Bannstrahl *) Aub Mangel an lUnm unlieb verspätet D. Ked,