Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 81 (20.10.1887)
- Date
- 1887-10-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Mohel 1× ep/1006163
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stellte das Verlangen die ifco rna soll bis nach 2* cv vcr'choben werden. — Und schon hatte der rra ^73 keinen andern Ausweg, alS Folge zu lei« sten. Ta wendete sich nicht vergebender dortige Lehrer an den Einsender. ES ist leider traurig genug, daß ein 77N2. der sonst die r^-2 rrs vornimmt, verlangt, die ,-&-e rr“3 2 Tage zu verschieben. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß eia solche- Verlangen weder gestellt wird und noch weniger zur Ausführung gelangt, er* *rcy» rra Berlin. Im Laufe der vorigen Woche hat in Straßburg i. E. zwischen einem Ulanen-Rittmeiner und einem bisherigen Einjährig-Frelwilligen dcffclben Regiments ein Piftolenduell stattgefunden, lieber diese Affaire liegen jetzt nähere Nachrichten vor. Letzterer — wie ein hiesiges Blatt mittheilt, ein ehemaliger Korpsstudent, jetzt Ehcmikcr, Namen- L. v. W.» ein Jude und Sohn eines Berliner Rentiers — war von dem Erstercn während der Dienstzeit mehrfach unfreundlich behandelt worden und wurde von ihm bei dein Ersuchen um Aushändigung des MilitärpaffeS wieder in Bezug auf sein religiöses Bekenntnis beleidigt. Er bemerkte seinem bisherigen Vorgesetzten, daß derselbe weiter von ihm hören sollte und beauftragte zwei seiner Freunde mit der Forderung dcS Rittmeisters zum Duell. Tiefer weigerte sich, auf das Duell einzugehen; der zur Entscheidung angcrufcne Ehrenrarh entschied jedoch, daß er hierzu verpflichtet sei. Nachdem der Ebrcnrath am Montag voriger Woche diese Entscheidung getroffen, fand das Duell am darauf folgenden Dienstag auf Pistolen mit fünf Schritten Distanz statt. Ter erste Kugclwcchscl war erfolglos. Rach demselben fragte der Unparteiische, ein Herr v. d. tt., ob der Beleidigte befriedigt sei. Derselbe erklärte, daß er nur dann sich für befriedigt erklären könne, wenn sein Gegner ihm in Gegenwart aller Zeugen sofort Abbitte leiste. Eine solche öffentliche Abbitte verweigerte der Rittmeister. Es fand nun der zweite Kugel Wechsel, ebenfalls ohne Erfolg, statt. Auf die nun erneuerte Frage des Unparteiischen erklärte der Beleidigte sich für befriedigt, während nunmehr aber der Rittmeister auf der Fortsetzung des Duells bestand. Es erfolgte ein dritter Kugclwcchfel und ergab als Resultat eine ziemlich schwere Verwundung des Rittmeisters in der Schcnkelgegend. Bad Vms, 1«. Oktober. ES ist ein großer Mißstand, daß viele Mobclim am Sabbat und an den Feiertagen an den Ort der Beschneidnng mit der Eisenbahn fahren; es ist dieseeine rvya 7**72. Die Erfüllung des einen Gottesgebotes wirh da durch die Uebertretung eineandern herbeigcführt. — Hier sollte am verflossenen Simchach Thora eine Deschneidmtg stattfinden, und ein Herr Kohn aus Vallendar sollte als Mohel fuugireu. Man erfuhr jedoch noch rechtzeitig, daß der betreffende Herr beabsichtige, am Feiettage hierher gn fahren. In Folge dessen verzichtete man auf feine Dienste und berief einen Mohel au- Frankfutt am Main, der denn auch schon am 2^ er 217 hier ankam und die Beschneidung rechtzeitig vollzog. Möge man überall darauf halten, daß zur Vollziehung dieses heiligen Aktes nur solche Männer herangezogen werden, die ganz und voll auf dem Boden unseres heiligen RrUgrsnsaefetzcS stehen. Ocsterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Der oberste Samtatsrath beschäftigte sich in feiner letzten Sitzung mit den sanitären Vorkehrungen, welche bei der rituellen Eircumcision der Iudenkinder zu beobachten seien; den Anlaß zu dieser Berathung gaben verschiedene Nitrtzeilunzcu über Unfälle, die sich bei dieser Operation öfters ereignet haben. Ter oberste Sanitätsrach gab feine Ansicht dahin ab, daß dir betreffenden FuNetionäre ihre Befähigung zu dieser rituellen Operation in geeigneter Weife darzuthun haben und daß bei jeder rituellen Eircumcision in der Regel Arzt anwesend fein muffe. Briefkasten der Redaktion. t.*) in Frankfurt a. M.r Sie behaupten, baß in den von Citor Lehmann ebitttn S. 80 statt Z» lesen fei Vir haben eine große Anzahl Exemplare «achgrsehrn und in allen nur da« richtige Lorr gesunden. Ta wir jedoch nicht annrhmrn wollen, daß Sir sich getäuscht haben, so kann die Iharsache nur derart erNätt werden, daß »äbrend des Druckes das betresiende Wort sich aus dem Satze herausgehoben und vom Maschinenmeister unrichtig wieder eingesetzt wurde, so daß» da viertelstündliche Prrjsenrrviston ftaujaad. nur in einer kleinen Anzrhl von Exemplaren ein Fehler cn*: standen. an welchem der Herausgeber sowie die Eorrrrtoe« vollständig unschuldig sind. — Ihre preist ausgesprochene Brrmurhung ist ganz aus der Luft gegriffen. In Ibrem Inlerrste rmpiehlrn wir Ihnen Xniggr'S »Umgang mir Menschar";ur fteißigen kecrüre. — •| Sir bemerken ausdrücklich. daß diese Notig nicht a» unseren geehrten und deroähnen Mitarbeiter 2. in Frkjt. a. Mgerichrrt ist. — N rd. Be richtig»»^ ' Nr. 80. S. I«r. Z. I. soll es heißen: .Rabbiner-Ln»'. uar pt Berlin".