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Der Israelit · 1887-09-22 · Heft 73-74 (22.9.1887) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 73-74 (22.9.1887)
Date
1887-09-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1 1351 Wiener Künstlern und Gewerbetreibenden ausgcfilljrt wurden, und die vortreffliche Art der Ausführung gereicht sowohl ihnen wie dem Wiener Kunstgcwerbe im Allgemeinen zur größten Ehre. P a l ä sl i u a. Jerusalem, 17. August. Ter Vorstand des „ESralh-Mdachim-Vereins" versendet neuerdings an Zionssrcunde Circulare, in denen er zu ferneren Antritt in den Verein und zur Propaganda für denselben auffordert uud gleichzeitig einen Rückblick auf die bisherige Thätigkcit des Vereins wirft. Begründet zu einer Zeit, da in Folge der Einwandcrnng zahlreicher hilfloser Glaubensgenossen ans Rußland der Ginfluß der Mission in einem erschreckenden Maße zunahm, hat der Verein die Befreiung unglücklicher Brüder aus den Händen der Mission sich zur Hauptaufgabc geletzt. Dank der Hülfe, die dem Verein von edlen" Glaubensgenossen irr reichem Maße zu Thcil geworden, gelang cs demselben, nicht nur Hunderte, welche ihre verzweifelte Lage in die Hände der Mission getrieben hatte, zu retten, sondern auch durch präventive Wirksarnkcir die Quellen dieses llcbrls zu verstopfen. Zu diesem Zwecke hat der Verein seit feinem Bestehen, wie allgemein anerkannt wird, mit einem uu heiligen Lande noch nie dagewesenen Erfolge feine Wirksamkeit hauptsächlich aus folgende Punkte gerichtet: l) Erziehung zur Arbeit. Das früher vielfach ben schende Vornnhcil gegen jede Handarbeit wurde durch den Verein glücklich überwunden. Derselbe K.u bereits mehr als zweihundert junge Leute ausl'iircn lassen, die sich jetzt durch ehrliche Arbeit ihr Brrd verdienen. 2,1 Unterstützung bedrängter Handwerker. Arbeitslosen oder durch Krankheit in Noch gerochenen Handwerkern, denen früher keine andere Zuflucht als die Mission offen zu stehen schien, wird jetzt durch den Verein die Hand gereicht, die Zeit des Ungemachs zu übcrstchcn, und sic vor gänzlicher Verarmung zrr schützen. :*) Versorgung der Obdachlosen. Nach der hier geltender! Usance muß jährlich die Micthe voraus bezahlt werden. Tiefe Bedingung machte besonders dem mittellosen Einwanderer ein Unterkommen scft ganz unmöglich. Hier entfaltete der Verein eine doppelte Wirksamkeit. Durch Vorschüsse, die in kleinen Raten zu tilgen waren, Verbals derselbe armen Familien zu einer Unterkunft; als aber durch Einwanderung von Hunderten unserer arabischen Brüder der Mangel an Wohnungen und damit eine erhebliche Mitlhcsteigernug sich bemcrklich machte, schritt er unverzagt an die Errichtung eigener Häuser für diese Unglücklichen, die früher in Höhlen zu hausen gewohnt waren. Daß cs dem Verein gclungcu ist, bereits zwanzig Häuser am Abhänge des OelbergcS zn errichten und siebzehn neue in Angriff zu nehmen, ist vorzüglich seinen kräftigen stützen, Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer und Herr» Rabbiner Dr. Salvcndi, zn danken. -- 4) Unterstützung von mittellosen Reisende», selbstverständlich bedarf besonders der fremde Ankömmling eines selbstlosen Bcraihers und oft auch der Unterstützung. Gelingt cs ihnk nicht, festen Fuß im Laude zu faffcu, so muß für seine Weiterbeförderung gesorgt werden. Ebenso bedarf der hiesige Arbeiter in flauen Zeiten der Mittel zur zeitweiligen Auswanderung in ein benachbartes Land. In allen diesen, wie noch vielen anderen Hinsichten entfaltet der Verein, der durchaus keinen Unterschied kennt zwischen Skphardi und Afchkenafl, eine weile und segensreiche Thätigkcll, die in den regelmäßig erscheinenden Rechenschaftsberichten specisin ist. Wen» der Verein sich einerseits erhabene Ziele gestellt hat, so sind anderseits aber auch die Anforderungen, die au ihn gestellt werden, ungeheuer. Durch die opferfreudige Theilnahme vieler edler Glaube,rsgcrropcn ist cs bereits gelungen. gen Landes, niLr nur einer rastlosen Energie, sondern vor allen Dingen der moralischen und materiellen Unterstützung Sellens weiterer Kreise, und cs ist daher zn hoffen und zu wünschen, daß immer* mehr ZionSsrcui.de diesem schönen Vereine durch Bezeugung ihrer Sympathien und vor Allem durch ihren Beitritt dazu verhelfen, alles Gute, das er zum Heile der Inden im heiligen Lande erstrebt, auszusührcn. Wochc» - Kalender. Dicustng. 27. £f5':f:nbfr, 9. Jijdjri 2~ 3tJ! Mittwoch» -S. cfpsnnbfr, 10. Tischri 1122 CT fttfics Ausgang 6 Uhr 30 Min. (Mainzer tlfir). Briefkasten der Redaktion. Allm vercLnra idarMtn und unMannten Frrundra, welche unS mir ihren'sreuudticken ElüLwünschr» beehNcn und erftrulcu. unfern herzlichen Dau! zugleich rnit N212 rQ'NTZ 112S= Vünschcn.

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