Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 70 (8.9.1887)
- Date
- 1887-09-08
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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Malier für die israelitische Schute. | (Erscheine» in zwanglose» Nummern.) j »r.a.j M-agogiscke KerlrgL tu Pir.?0. i*. ***.»*». 'S&vW\$t .^T ••XGfJlumäs^s |t: //..m für dasöI- 8 nffl Mtthodoxe Audenthu«^ i i Iubalt: Tie liäuclidje (.»rjidjuitg sonn und jet-r. — Tie jüdisLcn Schulen. — Ter Ve^rfsoff und das rehr;iel des jüd. Reli-; gisnsunlerrichrs an t?ymna»en und höheren rebrvnstailen überhaupt. — ÄUei'.ei: bereinigte Staaten. — bricflaftnt. 1 — büchermark,. —? 5; Z i i 1 | Die häusliche Erziehung sonst und setzt. <.Ä9 II. Hingebung für das Edle?? j ist ein fernere- Produkt der hans- '(£SAlichcn Erziehung früherer Zeiten. Wir •littst wollen nicht behaupten, da» die Hingcbung für das l5Me aus Israel ganz entschwunden sei: wir würden Israel darnil Unrecht thun und könnten unsere Behauptung schwerlich beweisen. Es wäre auch fchlimu» urn unser Boll bestellt, wenn jene Hingebung für das IvMc, Wahre, teilte und Lchöne entschwunden wäre, wenn das Ideale auch bei uns dem Materialismus hätte weichen müssen, «nd doch ist es anders geworden. Jene Hingebung für das tyblf, welche unsre Barer hatten, jenen Trieb, trotz der Miseren des Lebens das (Göttliche irn Menschen nicht zu vergessen, suchen wir vergebens bei der heutigen Generation. Tie Zeit hat arrch in dieser Beziehung ihren Emrüu» auf das Indcnlhnm geltend gemacht und die Stunde, da das Iudcnrhmn feine Äbgeschlosicnheir anfgab, war die Stunde, wo der Idealismus der jüdischen Jugend den ersten Angriff erlitt, Es mag parador klingen, den Inden riucii Idealismus znsprcchcn zu wollen zu einer o.cil, da ihre Ideale in den Staub getreten, ihr Heiligstes verhöhnt wurde, sic selbst die schrecklichste» Bersolgungen zu erdulden hatten, und trotzdem war damals ein Idealismus bei dem gewöhnlichsten Manne zu finden, den wir heute vergeblich in den gebildetsten.Greifen suchen würden, ein Idealismus, der sich in seinem Glauben, in seiner Religion personifizierte. Ein solcher Idealismus konnte jedoch nur unter äusiercm Truck gedeihen und die Hingebutrg für alles Edle und Gute entspross der langen Schule der Leiden, die unser Volk durchzumachcu hatte. Tic Erziehung des Hauses konnte nicht anders, als die Hingebung für das Edle im Herzen des lindes zu psiegcn. Tas Ltiud sah die Leiden der Eltern. sah die Geduld und die Ergebung, womit die Seinen alles Ungemach ertrugen, erlebte, wie die Eltern tros des Hohnes und der Schmach, mir welchen nian sic übcrschütttte, eilten, edle Werke zu vollführen, Tugenden zu üben und Gutes zu stiften. Es lah. wie der Barer rang, um Zeit für das Gesetzcsstudium zu finden, wie die Äntlcr eilte, wo cs galt rÄ'c: aus.zuübcn, cs hatte Gelegenheit zn erkennen, da» das Streben nach dem Edlen, das unserem Bolle eigen ist, das Lebenselexir unseres Bolkcs ist. Tie Shnagoge und die Lehr-