Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 70 (8.9.1887)
- Date
- 1887-09-08
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1233 Hänger gewinncndcn europäischen Tracht gegenüber rathloS dastchtn, da sie es nie gelernt haben und es auch nie zustande bringen werden, einen einfachen Mrod oder ein Gilet fertig zu stellen. Diese Fa- »nilicn gehen nun langsam ihrer Verarmung entgegen. Mit ihnen leiden aber auch viele jüdischen Seiden» sabrikanren und ibrc Fabrikarbeiter, da man sich jcvt hier schon schämt, Seidengcwänder zu tragen und man denselben die aus englischen Stoffen oder russischem Tuche angcsenigren bei weitem Vorsicht. Nur noch wenige Jahre und das starke Geschlecht in §thiwa wird die Seidenkleider mit größter Berachtung zunickweisen und sie dem schwachen Gcschlcchrc gänzlich übcrlaffen. Tie jüdischen Scidcnarbeiter werden so gänzlich brodlpS werden. Aber noch eine andere Umwälzung steht unserer siicmcindc und zugleich auch all ihren Schwestern im Khanate bevor. Gs heißt nämlich, unter Gmir wolle den Posten eines Muchtars lJudenmcisters, der feine Glaubensgenossen dem Hose und den Beamten gegenüber vertritt und zugleich auch deren Abgaben an die fürstliche t>affc ablicfcri) gänzlich aufhcben und dafür uttscrcrr Nabbiner nach Arr des lrhacham Bafchi im türkischen Gleiche zmn Qbcrrichter aller Juden im Khanate und zu deren Stellvertreter den Behörden gegenüber ernennen. Nun, hier würde stch Aicmaud zu Tod darüber grämen, wenn dieser Ehrenposten für immer eingcsargl würde, da derselbe in den meisten Fällen nur dazu dient siobenswerthe Ausnahmen sind auch hier oir zn verzeichnen», um sich auf Mafien feiner Glaubensgenossen zn bereichern und sich eine sorgenfreie Gristenz zu gründen. Abgesehen davon, daß die Muchrarwürde gewöhnlich nur für theures Geld erlangt werden kann, so daß deren Besiver sich dann dazu gezwungen sieht, urr seine Auslagen wieder hereinzubringen, die Taschen feiner Glaubensgenossen in goldsprudelnde Quellen umzuwaudeln, sind die Juden des NhanatS schließlich noch gezwungen, jedem neucrnannten Mnchrar kostbare Geschenke zn machen und dürfen sie auch später seiner nicht vergessen, wollen sie sich diesem Allgewaltigen , als Freund erhalten. Schreibt aber dann der Innir oder einer feiner Minister oder Statthalter eine Lieferung aus, oder will der Fürst irgend eine' Anleihe mache» oder etwas kaufen oder verkaufen» so' denkt dann der Muchrar vorerst an sich und seine Anverwandten und darm abermals an sich und die Seinigen' Ter ihm fern stehende Glaubcnsgenope hat nur äußerst selten das Glück, zu einer Lieferung für den Emir oder den Staat zugelaffen zu werden. (Schluß folgt.) Amerika. Chicago, 22. Aug. Bor einigen Tagen ist Her Levi sil oscnfe ld gestorben. Sein Nachlaß beläuft stch aus Dollar 3,00,000. Hanprerbin ist seine Ganin. Frau Roscureld selbst ist bereits sehr reich; von ihrem Verwandten M. Nccce har sie Dollar 1,500,000 geerbt. Folgenden wohlthätigeu Instituten vermachte Herr Rosenfeld Legate: der Waiscnanstalt in (fleveland Toll. iJOOO: dem Heim für Akte und Arbeitsunfähige in Clcvcland Toll. 200f>; der „United Hcbrcrv." Unterstützungsgesellschaft in Chicago Doll. 2009 als Tilgungsfonds, wovon nur die Zinsen verwendet werden sollen; dem „Hebrcw Union College" für denen BiblioHek Toll. 509. Für den folgenden it | c t g t rr. Theil ist die Nedaction nicht verantwortlich. Mri UuierrnLnetem find für die aur.t Braut dahier tir.gcganqm: von H. Jvranf V ci:5 r'ühüflb bti 10 Di.. t». B. in Srrrino ::A., von einer Bade ^'k'c!ULan ans Baden-Baden 10 Di.. von einem Brarnvaare Ä. u. 2)». aus Rrgrnsdurg :>< M., Di. ^laün aus B.delcbeim 2 Di.. H. hevo aus Linderen 4 M.. b:txi> Rabbiner £r; xorrn in Hanau: Di. Rruhaus aus Satmünüer und von einem Nugenannten aUda k» Di., von einem Badegast auS Sal.'chrirf (Roientdal aus Rew-Dork^ 5> Di., von einem Ungenannten aus l^rNrdausrn tv M. Barnck, Nustbaum, Lynagogen-Borstand aus Rorrukircheu der Hünfeid tReg.-Be;. t'aücl). Indem iL andnrch den ricdrigrn <?mxmng obiger Summen Le'LeinlZ«. sage :ngrciä? DarnenL der Braut den ed'.rn «?edrrn meinen herr'.ichürn ran? ini: der Dine um meirere Berü^nck'rgung. 2'T r & Ziir ein schönes baust. rrrsgencS Diar «den. 2.^ Jahre a!r. aus i. Familie. Di. Diirgiü. mird eine vaf». Danbie gemchr. zrau'mann. an größerem Playe ü n. mir genauer Ängab« der BerKairnis" erberen r:n:e; s. 4650 an d. 1»rped. d. B-