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Der Israelit · 1887-09-08 · Heft 70 (8.9.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 70 (8.9.1887)
Date
1887-09-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVIII. Zahrgasg. m m ßentrak - Grgan für das orthodoxe Audentßum. Hrronvgrgedcn von Lehman» iu Donnerstag, den 8. September 5647 (1HS7). Da mit bcm l. Oct. 1887 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten )z**~*/ Abonnenten daraus aufmerksam zu machen, das; namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Leitender Artikel. Are Sprüche der Fater. Drittes Buch. XXXXL Mainz, 5. Sept.mber. 'er* ,.*nrn ^3 cjT* ]rrjsr crfr ny*u rrrrr rcn bs Tnn erb t<tj ms rp o -<2x;z sfcyn nitj „(fine größere Bevorzugung ist cs, daß ihnen lnudgcthan wurde, daß ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben worden, mit welchem Gott die Welt erschaffen, wie cs heißt: Tenn eine gute Lehre habe Ich euch gegeben, verlasset Meine Thora nicht.- Die sieben Noachidischcn Gebote, welche Gott brr gcsammten Menschheit zur Beobachtung crtdcilt bat, lassen sich leicht durch den menschlichen Vcr- - stand. erkennen und begründen. Das erste derselben ' ifr-dgs "Verbot des Götzendienstes. Nur durch die ..Anerkennung des einzigen Gottes iss ei» wahrhaftes -..-Meoschenthum zu erreichen. Er, der Einzige, der Aürnächtige, der Allwcise, der Inbegriff aller Freiheit, hat den Menschen in Seinem Ebenbilde er- . schassen. Wer Ihn verleugnet oder Ihm andere Götter zugcscllt, entzieht dadurch denk wahrhaften Mrnschenthum die Basis, auf der es beruht. — Das zweite der Noachidischen Gebote ist das Verbot der Blutschande (Ehebruch, Geschwistcrche 2C.). auf der reinen Sittlichkeit kann die menschliche Gesellschaft sich auscrbauen; Verbrechen wider die Natur würden dieselbe bald zerstören. — Daß das Verbot des Mordes, des dritten der Noachidischcn Gebote, für das Bestehen der menschlichen Gesellschaft unerläßlich ist, bedarf wohl keiner näheren Ausführung. — Das Verbot, Fleisch von einem lebendigen Thicre zu essen, entspricht dem allgemein menschlichen Gefühle, welches solche Grausamkeiten verabscheut. — Das Verbot, den Namen Gottes zu lästern, ist in dem Begriffe der Verehrung und der Liebe begründet, die wir naturgemäß unsre«» Schöpfer zolle». — Das Verbot deS Randes tdcS Diebstahls) ist cbeufalls eine unumgängliche Nothwendigkelt für den Bestand der mcuschUchcu Gesellschaft. ZurErhaltungderselben ist es nothweudig, Richter und Gerichtshöfe einzusctzcn, welche bei Streitigkeiten zu entscheiden und den Streit zu schlichten haben. Das ist das siebente der Noachidischcn Gebote: sic alle sind leicht erfaßlich und ihre. Gründe Jedem erkeuubar. Anders verhält es sich mit den zahlreichen Gebote», welche Gott Seinem Volke gegeben hat. Nur ein Theil derselben basirt ans allgemein menschlichen Begriffen: andere knüpfen an hinorischc Erciguissc an; die Gründe anderer Gebote sind nur schwer zu erkennen und wieder andere sind uns ganz uucrfaßlich. Wegen der Erfüllung der letzteren werden wir feit Jahrtausenden von unsren Mitmenschen verspottet, und der menschliche Verstand lehnt sich gegen dieselben auf. Die Thora ist eben das kostbare Werkzeug, durch welches Gott die Welt erschaffen hat, urid wie wir in der Natur tausend und aber tausend Näthseln, die wir nicht zu lösen vcrniögcn, begegnen, so gibt es auch in der göttlichen Lehre, die in sich die Grundzüge des Universums trägt. Vieles, was za durchschauen wir außer Stande sind. Tie Erklärer unsrer Maßcchta fragen, warum Rabbi Akiba seinen Beweis aus dem von ihm angeführten Verse erbringt, in welchem der Gedanke

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