Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 69 (5.9.1887)
- Date
- 1887-09-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXVIIL Jahrgang. Jfä GK. Der Israelit. Ei» KenLrat - Organ für das orthodoxe Iudenthum. Herausgcgeben vo» Dr. Lehman» In Mainz. Montag, de» S. September 8647 (,887). Leitend- Artikel. Wie Sprüche der Water. Drittes Buch. XXXX. Mainz, 1. September ryy: rrrrr run /non ^2 cn? irr:? r*nr* pcn rp *3 'cjyr c?;yn 102: c? mon b crfr erb bä wm fiä> '.-nr 21a -. ^Bevorzugt sind die Israeliten, da ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben wurde; eine größere Bevorzugung ist cs, daß ihnen kuudgcthan wurde, daß ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben worden; mit welchem Gott die Welt erschaffen/wie cs heißt: Tenn eine gute Lehre habe ich Ich euch gegeben, verlanet Meine Thora nichts Ter Mensch ist vor allen übrigen Geschöpfen bevorzugt, da er im Ebcnbildc Gottes ist erschaffen worden. Tie Israeliten sind vor allen andern Menschen bevorzugt, da sie die Binder Gottes heißen; aber die größte Bevorzugung ist, daß Gott ihnen das kostbare Werkzeug gegeben, mit welchem Er die Welt erschaffen hat. — Äabbi Herz Wesel nudet, daß der weise König in Bezug auf die zwei Zuletzt erwähnten Bevorzugungen einen ähnlichen Gedanken ausgesprochen habe. Salomo vergleicht tMischle E. 3. B. U und ferner) zunächst unser Verhältnis zu Gott mit dem eines Sohnes zu feinem Vater; dann schildert er den unendlichen Werth der Thora und führt als Beweis die Thatfäche an, daß Gott mit ihr die Welt erschaffen hat. „Mein —hu, schätze die Züchtigung GotleS nicht gering, wnrre nicht, wenn Gr dich straft. Tenn der Ewige züchrigt nur aus Liebe, und wie ein Barer, der dem Sohne wohl will.- Hierauf schildert der veise König den unermeßlichen Werth der Thora, d:e im Buche Mischle stets mit den Ausdrücken ruun /loan rc. bezeichnet wird. „Heil dem Menschen, der Weisheit gefunden hat, Heil dem Menschen, der vernünftige Lehre verbreitet. Denn sie erwerben ist besser als Gold erwerben, und mehr als gediegenes Gold ist ihr Ertrag. Köstlicher ist sie als Perlen, und alle deine Schätze werden ihr nicht glcichkommeu. Langes Lebe» ist in ihrer Siechten, in ihrer Linken Sieichthum und Ehre. Ihre Wege sind Wege der Anmuth, und alle ihre Pfade sind Frieden. Ein Baum des Lebens ist sie denen,, die fest an ihr halten, und die sich an ihr stützen» sind beglückt.- — Darauf gibt der weise König den Grund an, weßhalb die Thora so groß und herrlich sein muß, indem er sagt: „Der Ewige, mit der Weisheit (der Thora) hat Er die Erde gegründet, fcstbegründet die Himmel durch die (in der Thora enthaltene) Bcrnuuft. durch die (in der Tlwra dargclcgtc) Erkcnntniß wurden die Abgründe gespallen, und träufelt Thau vom Firmament hernieder.- — Daß unter den Ausdrücken ru-n »nosn die Thora verstanden geht aus den Worten der heiligen Schrift (5. B. M. E. 4, B. 6) hervor: :c'c>- ':~,b csm errorn ten 0 „Denn sie (bic Thora) ist eure Weisheit und eure Vernunft vor den Augen der Völker;- denn nur für Israel ist die Thora und nicht für die übrigen Böller, welche nur die sieben Noachidifchen Gebote zu beobachten haben. — Daß Stabbi Akiba die Thora als mon no bezeichnet, geschieht analog einem biblischem Ausdrucke (Hoschea C. 13, B. 15) m?n *b b -M« „Ein Schatz, der alle köstlichen Werkzeuge enthält.- -- Wie bevorzugt ist demnach Israel , daß ihm dieses köstliche Werkzeug zum Geschenke ist gegeben worden! Wir müsse» nunmehr erörtern, wie das zu verstehen sei, daß Gott durch die Tdora die Welt erschaffen habe. ES herrsche» darüber unter den