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Der Israelit · 1887-08-22 · Heft 65 (22.8.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 65 (22.8.1887)
Date
1887-08-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVIII. Jahrgang. M 05. (Hb KenLrak- ^rgan für das orthodore Indenthum. Heransgegcbcn von £>r. Lehmann ui Mainz. Montag, den SS. Angnst 50»7 Leitende Artikel. Die Spruche der Fäter. Trittes Buch. XXXVI. Mainz, 18. August. rr.yv rer. przz xr2:r ~x -’-r. ,-z‘x ' n x*r r*rx L7L2 *2 ('r r'zfrj) 'n::t sba vrcir *’? r>T: rer. c'iz bsrzr ]'?zn : z~srx rr;* r-^7) 'x;r c*:3 *.N-.pr c-.7 rerre rrrr* *72 zrb ]r.*:r Px-.r* c*2*2n :c2n7x 't» ctx cr:2 *:r rrsr. *72 cni> jn*;:r c~? ry-r; rrn» rer. .rvryn *rr.*n C27 *nn: 2*2 rpp *2 (*7 v:r) 'x;r chyn x-er :c*^n 7X „(5t (.Nabbi Akiba) pflegte zu sagen: Bevorzugt ist der Mensch, da er im Ebcnbilde Gottes ist erschaffen worden: eine gröstcre Bevorzugung ist c?, das; ihm knndgcthan worden, dast er im Ebcubildc Lottes erschaffen wurde, wie cs Heist!: Im Ebcnbildc Gottes machte <5*r den Menschen. Bevorzugt und die Israeliten, dast sie .(linder l^ortcs genannt werden; eine gröstcre Bevorzugung ist cS. dast ihnen knndgcthan wurde, dast sic -linder Gottes genannt werden, wie cS hcistt: iiinber seid ihr dein Ewigen, eurem Gotte. Bevorzugt sind die Israeliten, da ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben wurde; eine gröstcre Bevorzugung ist cs/ dast ihnen kundgcthan wurde, daß ihnen cin kostbares Werkzeug gegeben worden. mit welchem Gott die Welt erschaffen, wie ce hcistt: Tenn eine gute Lehre habe Ich euch gegeben, verlasset Meine Thora nicht." Eine Fülle erhabener und tiefer Gedanken cronnct uns dieser Ausspruch des grostcn Nabbi Akiba. ihm wird uns gelehrt das eigentliche Wesen des MtnscheuthumS. der heilige Berns Israels und die l'ochstc Stufe der Vollendung. die wir durch die Offenbarung des GvttcSgeistcS, durch die Thora zu erlangen vermögen. WaS unser gebildetes und erleuchtetes Zeitalter als seine höchste Errungenschaft preist: Tas Bewustrscin von der allgemeinen Humanität, die Lehre von den uneingeschränkten Menschenrechten, das lehrte unser Rabbi vor mehr als siebcnzehnhundert Jahren mit wenigen Worten, und er lehrte daiuit nicht etwas Neues, sondern er brachte nur den Lehrsatz unsrer uralten Thora zur Geltung. — C7S2 x72:r crx 2*2n. „Bevorzug: ist der Mensch, denn er ist im Ebenbrldc Gottes erschaffen worden." Es hcistt nicht: „Bevorzugt ist der Israel it. denn er ist im Ebcnbilde GotlcS erschaffen worden, sondern bevorzugt ist der Mensch: ja, da in den Nachsätzen ansschlicstlich von den Israeliten die Rede ist. so gehl unwiderleglich daraus hervor, dast in dem Vordersätze Jeder gemeint ist, welcher den Namen Mensch trägt, ohne Rücksicht auf die Verschicdcuheircn in Bezug aus Farbe, Gestalt, Nace, Narionalirät, Ncligion. Bildung oder andere Bariclärcu. Jeder Mensch, sei er cin Neger oder cin Weister, sei er cin Malere oder cin Lkankasier, sei er ein Fürst oder cin Bettler, sei er cin -lörrig der Wissenschasr oder cin unwissender Bauer, ist im Besitze dcS unschätzbaren Vorzuges, im Ebcnbilde Gottes erschauen zu sein. Daraus folgt uuinittclbar der Lehrsatz, dast alle Menschen gleichberechtigt sind, dast ihr-Leben uns heilig, ihr Besitz uns unantastbar sein .must. Gon. der allmächtige Schöpfer des :&elia!te, hat den Menschen in Seiner Ebenbildlichkeit erschaffen und hat ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Wesen, die auf der Erde leben, die im Wasser ihr Dasein fristen, die die Lüste durchstiegen. Eine mächtige UurerschekdungÄinie.ist damit gezogen zwischen Mensch und Thier. Tas Leben der Tdiere, Fische und Böge! :c. ist in unsre Hand gegeben, es auszunütz-.n oder es zu beenden

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