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Der Israelit · 1887-08-16 · Heft 63 (16.8.1887) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 63 (16.8.1887)
Date
1887-08-16
Page
– (sequence 23)
Language
German
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175 v. Rothschild auf seiner Reise mich der Kolonie *2pSP r«“Cf» seine Reise nach unserer Kolonie passiren werde. 54 Reiter empfinden ihn */s Stunde vor der Kolonie and geleiteten ihn nach der sogenannten „rys *22TI-Gasse“, wo sänimtliche Einwohner der Kolonie, Männer and Kranen, Kinder und Greise erschienen waren. _\acli kurzem Aufenthalte in der Synagoge und Wohnung des Herrn Direktors verabschiedete sich der hohe Gast, um zu seiner Gemahlin, die einen anderen Weg genommen hatte, zurückzukeliren. Zur Begleitung wurde ihm einer der strebsamsten Kolonisten, Herr JL. Hausdorff zugetheilL Von Hm. Rabb. D r. A. S a 1 v e n d i wurden den Kolonien: n*?7Sn TST» .T.15H nr.2 an<1 .THi j« 100 M. übersandt. Der Direktor unserer Kolonie verwandte das Geld zur Anstellung eines vierten jüdischen Lehrers. B. Aus p*2fr ptfm Von hier sind zwei Delegirte nach Paris za dem Baron Edm. v. Rothschild abgereist, mn die Entsetzung des Herrn Ossawetzki von seinem Posten als Direktor zu erwirken. Unterdessen ist am 15. Jjar der Herr Baron selbst hier angelangt. Wie es heisst, hat er sich mit der Regelung der Direktorangelegenheit beschäftigt. Herr Ossawetzki soll nach •Tpfl niffi versetzt sein, während der dortige Direktor, Herr Hajum, den hiesigen Posten vorläufig auf zwei Monate übernimmt. Zwischen unseren zwei Kolonien und jT.pv liegt ein Dorf, Wad e d Cb a n en. Dort pflanzte einer unserer Glaubensgenossen. Herr Leerer, eine grössere Landstrecke an. Der Herr Baron stieg zweimal in seiner Besitzung ab und bestellte bei ihm für einige Hundert Francs Orangen. In TT,p2 schenkte Herr Baron v. Rothschild jeder Familie 1500 Francs zum Bau von Stallungen. Zwei Familien, deren Wohnungen ihm durch ihre Sauberkeit aufilelen, überreichte er eigenhändig je 100 und 200 Francs. Dem Verein *n Jaffa bewilligte der Herr Baron pro Jahr tausend Mark für Verabreichung von Medikamenten an die Armen. bände an, um es za einem Hospital einzurichten. Bis zum Erhalten der Genehmigung Seitens der kais. Regierung übergab das Comitä, bestehend aus den Herren Rabbinern: Stern-Hamborg, Bamberger-Kissingen, Dr. Lehmann- Mainz und Herrn B. Roos-Frankfnrt a. M. die Verwaltung des angekauften Hauses dem hiesigen Vertreter der Pckidim za Amsterdam. Vier Jahre sind seitdem verflossen; in den ersten zwei Jahren diente das Haus noch einigen kleinen Zwecken, seit zwei Jahren aber bereits steht das schöne Gebäude vollständig leer da, trotzdem es für vierzig bis fünfzig Familien schöne und gesunde Wohnungen enthält. Da bis znm Eintreffen des Regierungsbescheides noch Jahre vergehen können, so erlaube ich mir, behufs zeit weiser Benutzung des Hauses dem wohilöbL Comitü folgenden Vorschlag zu machen: 1. Bei der Firma J, Valero & Comp, deponire ich 75 Francs zur Bestreitung der etwaigen Reparatur kosten. 2. Sämmtliche Wohnungen verpflichte ich mich, nur an arme aschkenasische und sephardische Familien zn vermiethen gegen ein kleines Entgelt zur Aufbringung der ansgelegten Summe. 3. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Reinlichkeit im Hause, übergebe ich einer Familie ausser einer kleinen Entschädigungssumme für die Mühewaltung, eine Wohnung vollständig unentgeltlich. 4. Unter Garantie des französischen Consols verpflichte ich mich, das Haus vier Wochen nach erfolgter Kündigung Seitens des ComitLs zu räumen. 5. Der Contrakt wird auf drei Jahre abgeschlossen. Sollte mein Vorschlag hei den Herrn Comite-Mitglieder Beifall finden, so bitte ich die darauf bezüglichen Antworten an die Expedition des „heil Anzeigers* in Jerusalem zu senden. _ J. G. Briefkasten. Ein Vorschlag zu Gunsten der Armen. *) Im Jahre 5643 kaufte das Comite zur Errichtung eines jüdischen Hospitals in Jerusalem im Yerein mit den Pekidim zu Amsterdam das hiesige frühere deutsche Consulatsgej m) Atu dem aHeiL Anzeiger.* Frau M. K. in U. Ihren geehrten Wunsch habe ich um so bereitwilliger erfüllt, als Sie dadurch vor einer Flnth höchst belästigender Zuschriften geschützt bleiben, die auf ihre Wahrheit zu prüfen mir ebenso wenig möglich als Ihnen selber. Lassen sie mich öfter etwas hören; Sie bereiten mir durch Ihre Zusendungen aufrichtige Freude. — 3L W. in X. Dass M. D. es .benöthigt*, bezweifle ich nicht, — neben ihm aber noch einige tausend Andere in flcjg in nicht geringerem Masse, die Ihnen mit vollem Rechte: 9

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