Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 63 (16.8.1887)
- Date
- 1887-08-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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1151 was unS Allen heilig und ehrwürdig sein soll, das göttliche Buch der Offenbarung, zu schützen gegen Angriffe, es zu Ehren und Ansehen zu bringen, vor Allem auch in den Augen der Gebildeten und Gelehrten und darum können wir ihm unsere volle Sympathie entgegenbringen. Zeitungsnachrichten vrrd Korrespondenzen. Deutschlau d. Borken, in Hessens 7. August. Herr Lcvy Nußbaum hier schenkte der Synagoge eine prachtvolle Sescr-Thora. welches gestern Nachmittag mit entsprechenden Festlichkeiten in Anwesenheit der ganzen Gemeinde seiner Bestimmung übergeben wurde. Gcistingeu, bei Hennef a. d. Sieg. Am Sonnabend den 6. August *.rn: rer feierte die hiesige israelitische Synagogengcmcindc den Jahrestag der vor 25 Jahren stattgehabtcn Einweihung ihrer Synagoge. Dieselbe, ein Prachtbau, welche mit jeder Synagoge der ganzen Gegend rivalisiren kann, war im Innern auf das prächtigste durch Guirlanden. Blumen und Kränze geschmückt, und wurde das Fest durch einen Fest-Gottesdienst am Freitag-Abend ringcleitct. Am Sonnabend Morgen um 8 Uhr versammelte sich die Gemeinde nebst inzwischen zahlreich ringtlroffcncn Verwandten und Bekannten zum Haupt-Gottesdienst, bei welchem Herr Rabbiner Dr. stöhn aus Bonn die Festrede hielt, welche in schwungvollen und sinnreichen Worten gehalten, eines jeden Andächtigen Herz ergriff. Tic Gemeinde hatte gelegentlich dieses Festes eine Krone, welche in ihrer Ausführung prachtvoll zn neunen ist, der Scfcr-Thora verliehen. Dieselbe soll Zengniß davon oblegen, daß die Gemeinde in Eintracht lebt. Nach Schluß des Nachmittag-Goitesdicustes versammelten sich alle Gemeinde-Mitglieder nebst Angehörigen und vielen Fremden zu einer Festlichkeit, welche den schönsten Verlauf nahm. Schließlich sei an dieser Stelle noch unseres allverchrren Vorstehers Herrn Isaac Sonnenberg gedacht, welchem die Gemeinde nie das danken kann. was derselbe in jeder Hinsicht leistet, ^tit ungefähr 37 Jahren Vorsteher?dcr Gemeinde bar cr während dieser Zerr mit rastloscrn Eifer inrmer die Interessen der Gemeinde hochgcüaltcn und >)2ng und Alt mit Rach und That unterstützt, sich an Freud' und Leid' immer betheiligt und nie sei» eigenes Ich in den Vordergrund gestellt. Dank, herzlichen Dank für seine bisherige Verwaltung! Möge cS der Gemeinde noch lange vergönnt sein, chn als Vorsteher zu behalten. Namreh Aoel. Italien. Livorno, 2. August. Vor einigen Tage» weilte König Humbert in unserer Stadt, da er hier die in dem mittelländischen Meere stationirten Kriegsschiffe Revue paffire» ließ. Selbstverständlich hatten auch die hiesigen Israeliten nicht gezögert, an dem festlichen Empfange, den unsere Stadt dem geliebten und gerechten Landesvatcr bereitete , Dheil zu nehmen. Zur Begrüßung deS Monarchen am Bahnhöfe hatte sich auch der Präses unseres Eulknsvorstandcs, Eommcndatore Tagkuri, mir den Beinecnden Tr. Dario Caffuto, Dr. Vit» torio de Rossi, Dr. Daria Eorcos und Na.aelo Noselli cingcsunden. Als Vertreter der Handelskammer waren die Herren Giacomo Rignano und Salomon MenaSce erschienen. Aber auch auf der nun vor ihrem obersten Kriegsherrn Revue pajsireodcn Flotte fehlte Israel nicht, denn eines der Torpedoboote wurde von dein Lieutenant Giulio Eocn befehligt. Ter Marlucminister Brin, der sich im Gefolge des Königs befand und der gleich fenc Familie mit hierher gebracht, hatte mit derselben nt bet Villa deS reichen Israeliten Bondi sein Absteigequartier genommen. Die italienischen Juden schließen sich eben nirgends aus, wo es gilt, ihre Liebe zur Dynastie und zum Vaterlande zu bezeugen. - Rom. Ter Leibarzt des Sultans von Zanzibar mag zugleich der politische Berather seine- Herrn sein. Der Leibarzt Tr. Gregory d'Arbella erhielt nämlich kürzlich die diplomatische Mission, mit dem Königreiche Italien eine freundschaftliche Verbindung anzuknüpfen, und da der Sultan sich gerade einer ausgezeichneten Gesundheit erfreute, uberrrug cr diese Ausgabe seinem Leibarzt, der durch reiche Sprachkenntniß zu diesem Geschäfte ganz besonders geeignet erschien. Tr. Gregory schildert nun in einem Pariser Wochenblattc seine erste Audienz bei König Humbert. Dr. Gregory ha:rc als Abgesandter des Sultans ein arabisches Schreiben zn überreichen: da aber König Humbert mit dem Arabischen ans keinem vertrauten Fuß steht, ersuchte cr den Abgesandte», derselbe möge ihm das Schreiben des Sultans in's Italienische übersetzen. „Nachdem der König/ erzählt Dr. Gre-