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Der Israelit · 1887-08-01 · Heft 59 (1.8.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 59 (1.8.1887)
Date
1887-08-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVm. Jahrgang. M SS Qi b Kenlrat - Organ für das orthodoxe Iudenlßum. HerauSgegebeu von Dp. vehmaurr in Maiuz. . . - Montag, den I. August 5647 (1887). Leitende Artikel. Die Sprüche der Mler. Drittes Buch. XXX. Mainz, 28. Juli. Wir haben am Schlüsse des vorige» Kapitels die rälhsclhastcn Worte wiederholt, welche Nasch! seiner Erklärung unserer Mischna hinzusügt. „Sei zuvorkommend gegen den Fürsten, gefällig gegen besten Beamte und empfange jeden Menschen mit Freude; warum? Rahel weint um ihre Kinder." Zu dem Ziäthscl gibt Nasch! eine Lösung, die er selbst als eine überaus dunkle, in:: -pi, bezeichnet. Wir wollen die Stelle hier wörtlich wicdergcben und dann des Näthsels Deutung versuchen. -pii bp rvux b-to ,no2 .1222 Vm nsy Tryr.r bp ra'pn m nwsNi ros nbrr '*0 vom i?n rrcxi bm 772:2: .roro ab', bvra zn r.r:3 "*2'N 171 LH ”120 27D X 12171 ‘|’27l73 *2 *2“”1 ,227p *5272' 752727 .22 ,Vi*22 VTS '772:271 OX X2777 ,”‘2772 ,V772 002*7 '77X220 ,'2 N”N ”!2>’ X7 X2X 77‘22 2py ,L02'L?b *27022? XTX '2P27P2? “7 X2 ,‘7\7T.X PS 720275 772 iox jcrb p*22? *jro& “nis 02 720277 cx nrvx r,x :;x2 17 .17^7722 122? r* .xiooo 2127 772' „2Banim? Nabel weint um ihrer!Inder. Ein Midrasch Agadah in verborgener Weise. Es gingen die Väter und Mütter, um den Heiligen, gelobt sei Er, zu versöhnen (der da zürnte), weil Mcnascheh ein Götzenbild im Heiligthuurc ausgestellt hatte. Gott aber wollte seinen Zorn nicht beschwichtigen lasten. Ta ttat unsre Mutter Nahe! vor und sprach: Herr der Welt, wessen Erbarmen ist mehr, Tein Erbarmen oder das der Menschen? Sicherlich Tein Erbarmen. Siehe, ich selbst habe eingcsühn meine Nebenbuhlerin in mein Haus. Nur meinetwegen hatte Jakob meinem Vater so lange und so viel gedient. Als die Zeit der Vermählung herankam, da führten sic meine Schwester unter den Tranüimmel, und ich, ich schwieg nicht nur dazu, ich half sogar meiner Schwester, daß sie sich nicht verrathe. Auch Du, allgütiger Vater, verzeihe mcincn Kindern, daß sie neben Dir einen andern Gott verehren! — Und der Allherr sprach zu Rahel: Tn hast deine Kinder gut verthcidigt: es gibt einen Lohn für dein Thun." (Vergleiche Nasch! zu Jirmijah E. 31. V. 15.) Vergegenwärtigen wir uns die Zeit, in welcher Rabbi Jischmael lebte; es war einer der schmerzensreichsten Perioden der jüdischen Geschichte. Der heilige Tempel war zerstört, der jüdische Staat war vernichtet. Stets und ständig drohten die grössten Gefahren von Sekten der römischen Kaiser, von dessen Beamten und von dem ganzen römischen Volke. Der Nachfolger des Kaisers Titus, des Zerstörers des heiligen Tempels, Domitian, bedrohte den ganzen jüdischen Stamm mit Vernichtung und wurde an der Ausführung dieses schrecklichen Vorhabens nur durch die Revolution des römischen Volkes, die ihm Thron und Leben raubte, verhindert. Die Beamten der nachfolgenden Kaiser, von denen wir nur den schrecklichen Turnus RufuS nennen, quälten, peinigten mrd beraubten das jüdische Volk in jeder Weise. Jeder einzelne Römer war ein Feind und Peiniger der Juden, und ein Hadrianisches Gesetz setzte sogar eine Belohnung aus für jeden an einem Juden begangenen Mord. Was wäre wohl natürlicher gewesen, als dass sich der tiefste Hass gegen ihre Peiniger der. Herzen des gequälten Volkes bemächtigt hätte? Das jüdische Volk aber hat niemals seine Feinde gehasst. Die Leiden, die über es gekommen, hat eS stets als gerechte Strafe für seine Sünden betrachtet, und die Lerhänger dieser Leiden als die Boten der göttlichen Vorsehung. Bewundernd überschauen Ge-

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