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Der Israelit · 1887-07-07 · Heft 52 (7.7.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 52 (7.7.1887)
Date
1887-07-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
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maligen hiesigen Rabbinen. Wegen seiner großen Lernbegicrde und Aufmerksamkeit wurde er als Knabe 'wn S Jahren über die Lösung einer schwierigen Talmudstclle von Herrn Rabbiner Hirsch Kunrcuthcr >"* öffentlich in der Synagoge bei einer nr*n in Gegenwart der ganzen Gemeinde belobt. Nachdem im Jahre 1828 die Enltusvcrhältiilffc der Israelin Württemberg» umgrstaltc! wurden, wurde die kleine nsv, welche hier existitte, durch den Wegzug des damaligen ^labbinen d'rn r.ra nach Trier, aufgehoben. Trabbi Tsvid widmete sich nun dem Handelsstande. Sein Streben war, eine bleibende Pflanzstätte der Thora dahier zu errichten; er hatte es auch im Verein mit dem Rabbiner Tr. M. Sänger yui dahingebracht, eine Unterrichts-Anstatt zu gründen, in welcher nebst Thora auch im profanen Wiffcn unterrichtet wurde. Tie Anstalt erhielt sich aber nur einige Jahre, weil die Mittel nicht zureichend warem Bis zu seinem Ende war Rabbi David stets n-rrs pv'p. Täglich wurde in seinem Hause ein r<i22 ''-irv borgetragen, an welchem sich einige Gemeindcmitgliedcr be» theiligten. Oesterr.-ttngar. Monarchie. Prag. Ter israelitische Freitisch-Verein in Prag versendet folgende Kundmachung. Am 15. September l. I. beginnt die Beköstigung für das nächste Schuljahr. Rach § 2 der Statuten haben auf Freitische notorisch arme und würdige Schüler der Volks-, Mittel-, Gewerbe-und Lerchen schulen, der Handels-Akademie, des Konservatoriums für Munk, so wie Lehramts und Nabdinats-Eandidaten Anspruch. Gesuche um Freitische müsscnMngstcns bis 25. August l. I., belegt l.mit dem letzten Scmestralzengmß nebst einer Abschrift desselben, 2. mit einem amtlichen Arumths-Zcugniß, daurt vom lausenden Jahre, welches auch von dem hcimathlichcn Eultusgcmeinde-Dorstand beglaubigt sein muß, an den Vorstand dieses Vereines unter der Adresse Herrn S. Angel, Prag. Ritrcrgasse Nr. 962—1. gerichtet werden. Gcsuchsblangucne werden im Comptoir des obgcnanntcn Herrn S. Angel täglich von 2—6 Uhr Nachmittags verabfolgt. Prag, im Juni 1887. Vorstand des isr. Freitisch-Vereins, Prag. Der Präsr»: Der ^rsibä'lSltirrr: Rabbiner M. Adler. S. Angel. Pefth. Für die Abgebrannten von Tuna» Szerdahclo gibt sich in den weitesten Kreisen selbst des Auslandes eine lebhafte Thcilnahmc kund. Auf Anregung des Tderrabbincrs Zadok Kahn in Paris haben die weitverbreiteten Zeitungen »Figaro* und »Le. Temi»s* eine Subscriptton für die jüdischen Einwohner dieses Platzes eröffnet. Die isr. Allianz in Wien hat im Sinne ihrer Statuten 2000 fl. für diese» Zweck bewilligt. Pefth . Vorige Woche ist der Bischof Dr. Sigmund Kowattch in Vesvrim im Alter von 67 Jahren gestorben. Er zählte zu den wenigen hohen Kirchenfürsten unseres Landes, welche ihr Priesteramt dazu verwenden, Wohlrhärigkeir zu üben, Humanität nicht nur zu predigen, sondern auch zu dcrhäligcn. Er war ein begeisterter Kampfer für die religiöse Toleranz, und demgemäß trat er sofort beim ersten Austauchen des Antisemitismus mit vielem Mmh gegen denselben auf und warnte eindringlich vor dieser bösen Krankheit, die er als eine Gefahr für den Frieden der menschlichen Gesellschaft und als Hemmniß für das Gedeihen und die Fortentwicklung der ungarischen Nation bezcichnete. England. London, Inz Juni. Ter neunjährige Pianist und Eomponist Joseph Hosmann (aus Polen) gab mehrere Eoncerte in der Princeß-Halle und erregte die Verwunderung der dicht gedrängten Zuhörcrmenge. Sr. K. Hoheit der Kronprinz von Deutschland und Ihre K. H. die Kronprinzessin gratulirte dem jungen Künstler nach beendigter» Eoncerte zu seinem großen Erfolge. Wie bekannt crndcte Hofmann auch in Paris außerordentlichen Beifall. Es ist besonders bemerkcnswerth, daß Hosmann und sein Vater, der ihn in Musik rurterridnete, str.ng orthodox sind und stets in der -.-2- Rrstauration speisten, wie die »Jewish World* berichtet. London. In einer vereinigten Sitzung des Board ofDeputies und öerAngi.-Je\v. Assoe. wurde beschlagen, an den Kronprinzen und die Kronprinzessin von Tcutschland eine Bewillkommnngsadreffe zu richten und die Gelegenheit wabrzunchmcn, dem Kronprinzen den herzlichsten Tank dafür auszusprechcn, daß Hochderselbe in entschiedener Weise gegen den AuttsemiliSums aufgetreten ist. Türkei. Konstantiuopek. Baron Edmund von Rothschild und Frau trafen auf ihrer Rückreise aus dem hl. Lande mitten Juni dahier ein, wo ihnen die Israeliten einen großanigen Empfang bereiteten. In Suryrna und anderen türkischen Städten übergaben sie den israelitischen Gemeinden bedeutende Lummen zur Bestreitung ihrer Gcmeürdcbedürsnn;e.

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