Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 49 (27.6.1887)
- Date
- 1887-06-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XXVIIL Jahrgang. M 49# Ei» Gentrat - Organ für das orthodore Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehman« in Mainz. Montag, den 27. Juni 5647 (1887). Da mit dem I. Juli 1887 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehnen Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post daS Abonnement frühzeitig erneuert werden uiuß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Leitender Artikel. Are Sprüche der Mter. Drittes Buch. XX. Bad Homburg, 23. Juni, nrrn b -no 2n c'ro w 2P2 vron •n ynrc Cie rrcr. rby nbys :r:r22 ~r.s 12 T.X2 “rr: *rcr* “7 *.2m p ('- n-crO “rs:r* '7>> r£~n 72' pry ~rx 2722.2 re* rem •erst NH 72 *2272 ITC 72-7 T27n ,7222 „Rabbi Doüai, der Sohn des Rabbi Januar, pflegte im Romen des Rabbi Meir zu sagen: Jeder, der etwas vergißt von dem, was er gelernt hat, dem rechnet cs die heilige Schrift an, wie wenn er selbst schuld wäre an dem Untergänge seiner Seele, wie es heißt: Rur büre dich und hüte deine Seele sehr, daß du nicht vergessest die Dinge, die gesehen haben deine Augen. Run könnte ich meinen, daß es ihm selbst dann als Schuld angcrechncl würde, wenn ihm das Behalten des von ihm Gelernten zu schwer würde, deshalb fügt die heilige Schrift hinzu: Und damit sic nicht weichen aus deinem Herzen alle Tage deines Lebens. Eine Schuld trifft ihn nur dann, wenn er sich hinscLt und die Worte der Gottcslchre aus seinem Herzen verbannt." Als Schalmanaßar, der König von Assvricn, das Reich Israel zerfrört und die zehn Stämme vertrieben hatte, da siedelte er heidnische Völker in Palästina an. lieber diese kamen die Löwen und erschlugen viele von ihnen. Sie erbaten sich darauf vom Könige einen Lehrer, der sie in der Lehre des Gottes Israels unterrichten sollte. Und der König schickte ihnen einen jüdischen Priester, der sie im Dienste des einzigen Gottes unterwies. Diese Völker dienten daun zwar dem einzigen Gotte, behielten aber auch ihren alten Gövcndiensr bei. Das sind die Kuthäer oder Samariter, die manche Gebote der Thora halten und manche nicht. Von ihren Rachkommcn exiftirt noch heute eine kleine Gemeinde in Radios, dem ehemaligen Schcchem. Wie unsre Wersen im Midrasch berichten lJalkut ll. B. d. K. E. 17), hieß jener Priester, welchen der König von Assyrien zur Belehrung der eingewanderten Völker nach Palästina schickte. Rabbi Doftai bar Jannai. Natürlich war das nicht der Weise, der in unsrer Mischnah genannt wird, denn zwischen diesen Beiden liegt ein Zeitraum von fast 1000 Jahren*). Ter hier genannte Weise war, wie sich aus unsrer Mischnah ergibt, ein Schüler des Rabbi Meir und lebte demnach in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts der gewöhnlichen Zeitrechnung. Von Rabbi Meir haben wir schon oben gesvrochen: er war ein Schwiegersohn des Märtyrers Rabbi Ehananja ben Tberadion und rettete mit Lebensgefahr seine Schwägerin aus dem Hause der Sünde und Schande, in welches die römische Tyrannei sie hatte bringen lassen. Rabbi Mclr war einer der vorzüglichsten Schüler des großen Rabbi Akiba. Der Rame Meir, auf Deutsch „der Leuchtende- *) Tas Sen .Rabbi' ini Midrasch isl wett ein ,z<b!er. da in jener alrrn Zeit die'er Titel ne* nicht grbräuLUch Dar. rniclte tarn frii kurz« Zeit »er der Zerstörung des zweiten TkmprIL aui.