Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 48 (23.6.1887)
- Date
- 1887-06-23
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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L. : Sltnnc nochmals diejenigen, denen wir nach diesem Gehöre Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam schulden. Ten Eltern Lieb' und Ehrfurcht geben, Lei frcrs Tein emsigstes Bestreben, Tann find'st Tu Glück auf Erden schon. Und einst im Himmel reichen Lohn. Bibel- und Talmudsrcllcn, die bei der Behaudlung angeführt werden können: Sprüche 2», 13 U. 14, 22. 24. 6, 20—23. IO, 17. v. 5. 12. 13. M. W. Kap. 19. 3. M. I. 9, 23. M. V. .-,,16. 1.50. 1.13,8. V. 4,10. 1.24. 111.19,32. Talm. Kiduschin 30, 31. Aboth 3, 2. Psalm 133, 1—3. Esther 2, 20. Maleachi 1, 6. Allerlei. Eine Verfügung der königl. Regierung zu Wiesbaden vom 28. März d. 2. verordnet, daß von nun ab in Gemäßheit dcS S 10 der Allgemeinen Bestimmungen jeder Klassenlehrer ciuen Lcdrbcricht (Nachweis der erledigten llurerrichtSstoffe.» zu führen hat. Tiefe Verordnung sollte auch für jede isr. Schule und für jede isr. RcligionSfchu'c Geltung baden und jeder Gemcindcvorstand sollte einen solchen Lcbrbcricht von jedem Lehrer für jede Stunde und jeden Gegenstand verlangen. Er gibt mehr als eine öffentliche Prüfung den Nachweis über das, waZ geleistet wurde. Schlesien. (Generalversammlung des Vereins israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen.) Am 31. Mai, abends «V. Uhr. wurde in Breslau die Generalversammlung des Vereins israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen mit Begrüßung seitens des Vorsitzenden Herr» Tr. S a m u c l s o h n eröffnet. Darauf schrill man zur Verarhung des von Herrn Tr. Samuclfohn entworfen-'n Normallehrplanes für Ileligionsschulcn mit zwei Lehrkräften. Au der Debatte betheiligren sich vorzugsweise die Herr:: Tr. Braun-Pleß, Tr. Baßfrcund-Tarnowirtz, Tr. Iacobson-Schrimm, Braun- Bcnrhen. Tie Versammlung wurde gegen 1" lllir geschloffen. Tic 2. Sitzung begann am 1. Juni, Vormittags 11 Uhr. Ter Vorsitzende erstattete Bericht über den Stand, des Vereins. Von 127 Mitgliedern, welche der Verein am 14. Juni 1886 zählte, war 1 Mitglied auSgcschiedcn; hingegen kamen 9 Mitglieder hinzu, so daß der Verein bei Beginn des neuen Geschäftsjahres 135 Mitglieder zählte. ES folgt die Rechnungslegung der Kaffenvcrwaltung; nach eingehender Revision durch die Herren Baß-Neustadt und Alexander-Breslau wurde dem Schrift- und Kaffenführer Tr. E. Scligmana auf Antrag der Revisoren Tccharge ertheilt. Der bisherige Vorstand wurde per Akklamation wieder gewählt tmd nahm dankend die Wahl an. — Hierauf folgte ein Vortrag dcS Herrn Rabbiners Tr. Joel. Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Rede wurde die Tislussion des Normallehrplancs fortgesetzt, an der sich die Herren Tr. Braun-Pleß, Tr. Iacobson-Schrimm, Tr. Samter-Waldcnburg, Tr. Badt-Lrcslau. Eifenberg-Beuthe« und Frcund- Kcmven aufs lebhafteste bctheiligten. — Die Versammlung wurde gegen 2 Uhr geschloffen. Nach Ausweis der Präsenzliste waren 34 Mitglieder und 9 Gäste anwesend. Tie nächste Generalversammlung wird wiederum in Breslau stattfindcu. ^etrouritteL re. — Tintenfaß. Ter Mangel eines praktischen, dabei billigen Tiutenfaffes für den Tckulgebranch wird allseitig und lebhaft empfunden. Deu Herren Kollegen wird cS darum von Intcreffe fein, zu erfahren, daß nach Angabe des Kollegen Schäfer in Tittcrsbach-Sagan in einer Töpferei zu Frcywaldau Tintcnfäner aus Thon hergestcllt werden. Ticfelbcn sind von cylindrifcher Form, außen braun, innen weiß glasirr; die Glasur widersteht dem Angriff der Tinte. Der innere Raum zeigt einen Hohlcylinder zur Aufnahme des Teckels und einen hohlen Kegel mir nach unten gekehrter Spitze zur Austiahme der Tinte. Ta der kegelförmige Tintenraum der Federlänge entsprechend tief ist, bleibt das leidige Besudeln des Halters ausgeschlossen. Taß zur Füllung nur sehr wenig Tinte erforderlich ist, geht aus dem Gesagten hervor. Nächst der Leichtigkeit, mit der bei der angedcuteten Konstruktion die Rciiüguug des Fasses vorgcuommcn werden kann, verdient besonders die Festigkeit und Tauerhaftigkeit des thöncrnen Tiutenfaffes hcrvorgchodkn zu ,werden; es ist sozusagen unverwüstlich. Tiefe Eigenschaften, wie die Fähigkeiten, den schädlichen Einfluß des Lichtes auf die Tinte zu verhindern, geben dem thöncrnen Tintenfaffe entschieden den Vorzug vor dem gläsernen gleicher oder ähnlicher Konstruktion. Bestellungen nimmt Kollege Schäfer in Tincrsbach-Sagan entgegen. (Preist Redaction.)