Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 46 (16.6.1887)
- Date
- 1887-06-16
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Wittkowo. Durch Frau Rabbiner Leiv'm 3 M. Wongrowrtz. Durch Tobias Aischofswcrdcr 10 M. Weifeudorf. L. und A. Freundlich 5 M. Watlenheim & Hettenleidelheim, 3. Mai 1887. Hochverehrliches Bezirks-Rabbinat in Dürkheim a. d. Haardt. Im Vertrauen darauf, dass der Herr Bezirksrabbiner einem unverschuldet in Xoth gerathenen Cultusgenossen gerne beistehen, erlaubt sich der Unterzeichnete Cultusvorstand in Wattenheim, unter Anschluss des Bürgermeisters von Hettenleidelheim, einen in Folge Krankheit in Nothlage befindlichen armen.Mann (Namens Bernhard Milcher) in Hettenleidelheim, von dessen Erwerb allein die Familie, bestehend aus Frau und fünf Kindern abhängig ist, zur Unterstütznngserwirkung zu empfehlen, und durch einen Aufruf in deu „Spendenverzeichnissen“ für die Unglücklichen eintreten zu wollen, Tom Herrn Bezirksrabbiner hiermit erbeten wird. Zur'Entgegennahme sind die Unterzeichneten gern bereit. Hochachtungsvoll Der Cultusvorstand in Wattenheim: Nathan Koester. Der Bürgermeister in Hettenleidelheim: Relum. Ich bin gern bereit, für die mir wohl bekannte. schwer nothleidende Familie Gaben entgegenzunehmen und derselben zu übermitteln. Br. Ä. Saivendi Die Kolonisation Palästinas. .------ Beobachtungen vom See Genezareth (PHj- D').*) Ich mache mit Tiber ins den Anfang. Aus der Vergangenheit von Tibevias reden innerhalb der Mauern nur wenige Zeugen zu uns. Antike Gebäude bilden sich nicht vor. Die starken Unterbauten der an den See stossenden Häuser, zum Theil aus fugengeränderten , Quadern bestehend, dürften allenfalls noch einem höheren Alkerthum angeboren. Nachgrabungen allein könnten hierüber Sicheres eruiren. So bleiben nur wenige Reste von unzweifelhaft; altem Ursprung übrig. Was die nähere Umgebung von Ti- : berias bet risst, so treten westlich von der heu-; tigen Stadt die steilen Berghänge, etwas zurück. 1 während sie gleich nördlich vm der Stadt l>is , hart an den Sec, einige hundert Schritte südlich j bis nahe an deusellwm reichen. Diese Formation i erinnert lebhaft an ein Amphitheater. An der; Stelle der Scene schmiegt siih das von ferne > ganz schmuck aussehende Tiberias au den \ blauen See. Die Orchestra bildet ein allmählich j ansteigendes Terrain. Dieses geht bald in den j steilen Abhang über; welcher dem Zuschauerraum j entspräche. < *) Aas einer grosseren AMiandlnng Frei’«* im IX. j Bande der ..Zeitschrift des deutschen Palästina- 5 Vereins*, die hiermit allenPalästinafreundeu wärmsten* I empfehlen sei. Salrendi. ' Auf den beiden letztgenannten Teilen befinden sich die berühmten K abbinergraber. Zunächst liegt unfern vom Castell an der rechten Seite des Weges nacUHattin die Gruppet?) „Rambanrs* (Rabbi Mose ben Maim»n\ Die Juden gaben ihr den Namen .neue G>rlctsr/:rifu, ohne mir seine Bedeutung erklären zu können. Offenbar rührt er von den Sephard i in her und ist nichts anderes als das spanische eorte ehico. d. h. kleiner Hot. Diese Benennung passt ganz gut. denn auf drei Seiten umgiebt ein Mäuerchen die Gräber, deren Zwischenräume mit rothen Steinen gepflastert sind. Sie selbst gehören zu den unscheinbarsten Monumenten, die man sich denken kann. Ein plumper Unterbau in der Form eines länglichen Rechtecks trägt einen aus schlechtem Material constmit ten Halbeyliüder, welcher mit seiner langen Schnittfläche anfliegt. Die weisse Tünche, womit er besprengt ist. giebt einzig Kunde, dass sich die Menschen dieser Steinhaufen noch annehmen. Es sind ihrer sechs, vier grössere und zwei kleinere, zwei der ersteron miteinander verbunden. Nach Aussage des Rabbiners Murdechai Mot i 1 ist das besterhaltene Grab dasjenige Rarabam’s, ein anderes das seines Vaters Maimon, ein drittes enthält die Ueberreste von dem Rabban Joelianan ben Saccai, einem Gelährten Usiels; das vierte deckt Rab