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Der Israelit · 1887-06-16 · Heft 46 (16.6.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 46 (16.6.1887)
Date
1887-06-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVIIL Jahrgang. M 46. Der Jsr Hin KenLrak - Organ für das orthodoxe Iudentyum. Herausgcgcbcu von Dr. Lehman» in Mainz. Donnerstag, de» IS. Juni 5647 (1887). Leitender Artikel. Are Sprüche der Mter. Drittes Buch. XVII. Bad Homburg.!3. Juni. :cer" c-Ex 3-92 -cx::? .nr'rr ‘b'tt* v--' »Und woher ist bewiesen, das; sogar aus Dreien der Abglanz der göttlichen Majestät niht? Tenn so heim cs: In der Mitte der Richter wird Er richten." Schon ans dem angeführten Bibelverse ersehen wir, da» hier von solchen Männern die Rede ist, die ein Richtercollegium bilden, und aus der mehrfach erwähnten Stelle Bcrachoth 6 ergibt sich das deutlich. »Ich hätte gemeint," sagt die (Äcmara, »weil die Richter nur berufen sind, den Frieden zu wahren, so bedürften sic nicht so sehr der göttlichen Erleuchtung: cs ist ja ihr Thuu nur auf' spezielle Halle gerichtet und mit diesen verschwindend. Nichtsdestoweniger ist auch das Rechrsprechen auf den Grundsäxen der Thora beruhend und deshalb der Thoraforschung glcichstehend." Daß auch auf Zweien, die sich mit der Thora beschäftigen, der Abglanz der göttlichen Majestät ruht, folgen Rabbi Eüalaphta aus dem bereits mehrfach von uns erörterten Verse: „Tann nuterreden sich die GoHesfürchtigen einer mit dem andern, und cs vernimmt es der Ewige und hört es, und es wird eingeschrieben im Buche des Etedächtnisses vor Ihm für die Gortessürchrigen und die Seinen Flamen achten." — Wie wir bereits erwähnt haben, fragt die Gemara: „Wenn schon auf Einem der Abglanz der göttlichen Majcsrät rühr, — so doch gewiß auf Zweien," und beantwortet diese Frage dahin, daß Zwei in der Beziehung auf einer höheren Stufe sichen, daß ihre Worte ausgeschrieben werden, während die Worte des Allel«-' lernenden nicht ausgeschrieben werden. — Die Gcmara folgert das mit Recht aus dem angeführten Bibelverse: trovdem bedarf die Sache der Erklärung, und in der That gibt Meharscha den Worten der Gcurara eine schöne Deutung. Wenn ein Einzelner, sagt er, für sich allein lernt, so kann er einer gewissen Befangenheit nicht leicht entgehen. Selbst der Scharfsinnigste verrennt sich manchmal in gewiiic irrige Anschauungen, aus denen er sich nicht wieder hcrauszusindcn vermag. Es ist ja Niemand da, der ihn ausklärt und ihn auf diesen oder jenen Jrrtyum aufmerlsaA macht. Wenn aber Zwei beisammen sind, so ist der Eine meist ein Eorrcctiv für den Andern. Jeder von ihnen ist gezwungen, seine Auffassung darzulegcn, auseinandcrzuictzen, sie dem Andern klar und dcgrcisiich zu machen. Tollte daher irgend ein Jrrthum mituntergelaufe» sein, so muß dieser zu Tage treten, und darin liegt schon das Mittel zur Berichtigung desselben. So wird die Wahrheit erzielt, und das Erforschte erhält dauernden Werth; das heißt, »ihre Worte werden ausgeschrieben." »Woher weiß ich, daß sogar auf Einem, der sich mir der Thora beschäftigt, der Abglanz der göttlichen Majestät mbtV denn so heißt cs: An jedem Crlc, an welchem Ich Meinen Namen erwähnen lassen werde, werde Ich zu dir kommen und dich segnen." Tic Erklärer unsrer Maßechtha machen die Bemerkung, daß es folgerichtig nicht *v2:x, sondern -«r:n heißen müßte. Ter angeführte Bldelvers bietet an und für sich keine Schwierigkeit. Derselbe l2. B. M. E. 20. B. 21) lautet vollständig: »Einen Altar von Erde sollst du Mir ernchtcn und darauf opfern deine Hanzopfcr und deine Fricdensovfcr, deine Schafe und deine Rinder; an jedem Orte, an welchem Ich Meinen Namen erwähnen lassen

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