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Der Israelit · 1887-06-13 · Heft 45 (13.6.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 45 (13.6.1887)
Date
1887-06-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV11L Jahrgang. J\o Ei» GenLrat - Grgan für das orLhodo^e AudenLßum. Herausgcgebcn von vr. Lehma»» in Mainz. Montag, de» I». Juni 5647 (1887). Leitender Artikel. Die Sprüche der Waler. Drittes Buch. XVI. Mainz, S. Juni. px l.y ('ts d*b>’) -i:wr nrcn *H:x pci „Woher ist bewiesen, das; sogar auf fünf Personen. welche sich gemeinsam mit der Thora beschäftigen, der Abglanz der göttlichen Majestät ruht? denn so heißt cs: Und Seinen Bund hat auf Erden Er gegründet." (Arnos E. 9. V. C.) Tiefer Thcil unserer Mischnah ist derjenige, dessen Erklärung die größten Schwierigkeiten darbietet. Zunächst ist cs unklar, wieso in dem als Beweis angeführten Verse die Fünszahl ausgesprochen ist. 3n der That hat Barlinora eine andere Lesart, nämlich die folgerrde: Woher ist bewiesen, daß auch auf Fünfen der Abglanz der göttlichen Majestät ruht? denn so heißt es: In der Mitte der Richter wird Er richten (drei Richter und zwei Parteien — 5). Und woher ist bewiesen, daß das auch bei Dreien der Fall ist? Tenn so heißt cs: Seinen Bund hat auf Erden Er gegründet. — Nach dieser Lesart ist die Trcizahl in' dem Worte mux angcdeutct, wie es heißt (2. B. M. E. 12. V. 22) 2-.:x ma* cnnpi. „Und ihr sollt nehmen ein Bündel Isop," wozu Raschi bemerkt vnr? 'j , mux pnp „drei Stengel bilden ein Bündel." — Allein, diese Lesart ist die am wenigsten anerkannte, und Bartinora selbst führt neben der scinigcn auch die gewöhnliche Lesart an. — Naschi und Maimonidcs finden die Fünfzahl darin ausgesprochen, daß das Wort *i;x „binden" bedeutet, und da das Binden mit der Hand geschieht und zwar mit den fünf Fingern der Hand; so werden die fünf Finger auch rrox genannt. Mit Recht wollen die spärern Erklärer diese Erklärung bestreiten, da der Zusammenhang nicht klar ist. Deutlicher sprechen sich Toßaphot (Sukah 13 a.) aus: xVx cpn*o s*b mo* px by irnian xip *xn :r:yy>s nrrrs ra r* yyi;ix ms* t yrsrt nrcra „Aus diesem Verse: „Und Seinen Bund hat auf der Erde Er gegründet." ergibt fich, daß in dem Worte Agudah die Fünfzahl enthalten ist, denn cs heißt: Auch die Erde hat Meine Hand gegründet, und an der Hand sind fünf Finger." Es ist also eine Geserah Schawah. durch welche die Fünfzahl in dem erwähnten Worte gleichsam geoffenbart wird. — Wenn nun auch auf diese Weise die Zahl 5 hcrausgcbracht ist, so ist doch immer nicht klar, wie so aus diesem Verse hervorgeht, daß aus fünf Personen, die sich gemeinsam mit der Thora beschäftigen, der Abglanz der göttlichen Majestät ruht. — Eine andere Schwierigkeit besteht darin, daß in dem von uns angeführten Ausspruche, Bcrachölh 0, von diesem Passus gar nicht die Rede ist. Auch das muß erklärt werden. Suchen wir zunächst, die zuerst aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Ter in Rede stehende Vers lautet: px by *m:x*. rrr.rys nx:n „Ter da baut im Himmel Seine Söller, und Seinen Bund hat auf Erden Er gegründet." Wir haben hier einen Gegensatz zwischen Himmel und Erde. Einen ähnlichen Gegensav finden wir im zweiten Verse des achten Psalms ausgesprochen: „Ewiger, unser Herr, wie mächtig ist Tein Name auf der ganzen Erde; lasse Deine Majestät über den Himmeln waltenUnsre Weisen erklären diesen Vers dahin, daß die Engel, als Mofcheh kam, die Thora zu empfangen, gegen die Auslieferung derselben an die Menschen protcstincn. . „Dein köstliches Kleinod, das Deine Majestät bekundet, willst Du Menschen geben? Lass' Deine Majestät am

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