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Der Israelit · 1887-06-09 · Heft 44 (9.6.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 44 (9.6.1887)
Date
1887-06-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
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xxrxa J-hrr-m,. 44, Zentral - Organ für das orthodoxe Sudenthum. HeranSgcgcbcn von Br. L-Hmaa« in Mainz. Donnerstag, den S. Juni 5647 (1887). Leitender Artikel. Die Sprüche der Mter. Drittes Buch. XV. Mainz, 6. 2mn. Wir müssen zunächst erörtern, warum die Mehrzahl (bis zu zehn) der in der Thora gemeinsam forschenden mehr erwirkt, als die Minderzahl. Wir lesen in der heilige» Schrift bei den Segnungen, die Gott Seinem Volke verbeißt, wenn cs in Seinen Wegen wandelt (:i. D. M. 15. 2«, L. 8): »Und fünf von euch werden hundert (eurer Feinde) und hundert von Euch werden zehntausend (eurer Feinde) in die Flucht jagen.- Unsre Weisen bemerken dazu (siehe Raschi), daß die Rechnung nicht zu stimmen scheint; hundert sind fünfen an Zahl zwanzigfach überlegen: demnach müßte es am Schlußsätze heißen: Und hundert von euch werden zweitausend in die Flucht schlagen. pnafr rwn rx pv'.yn pyia ncn irx xVx r.'m nx rr'vn Gemeiusame Bestrebungen jedoch haben immer gröberen Erfolg als vereinzelte; wenn Biele sich mit der Gottesiehre beschäftigen und die heiligen «Gebote unsres Gottes vollbringen, so wächst das Gute, das sie zu verrichten im Stande sind, in ganz unverhältnißmäßigcr Weise. Rabbi Ehalaphrha geht deßhalb von der Zehnzahl aus, weil unsre Weife lehren, daß zu einer öffentlichen Heiligung des Namens Gottes das Zusammensein von zehn erwachsenen Israeliten erforderlich ist. Kaddisch, Korachu, Kcduschah, Kerialh Hathorah rc. können nur sratthaben, wann die erwähnte Zchnzah! beisammen ist. Unsre Weisen folgern das durch eine Geferah Schawah aus dem Verse Swä* »ja -pro *nrTpj:. »Und Ich werde geheiligt werden in der Mitte der Kinder Israel." mjn Tino wnan mpa *«jnjt *pna yto icjo extern nxn myä ’no ny D'änaa icxjt ,rutn rnirya nmno my ]*x xrsj ,jncnnn a^a wsr om Mit diesen beiden Erörterungen haben wir die erste Frage des Ton Jizchak Abarbanel beantwortet; wir haben erklärt, warum Rabbi Ehalaphtha mit der Zehnzahl beginnt und daß er dabei die größeren Zahlen nicht ausfchließt; mir haben auch dargelegt. wcßhalb er sich nicht begnügt, von dem Einzelnen zu sprechen, von dem man auf die größere Anzahl schließen könnte, da nämlich die Verhältnis c nicht gleich liegen, daß vielmehr mehrere Personen, die sich zum Thoraftudiunl vereinen, eine immer höhere Stufe erlangen. Welcher Att diese Stufen und wie die Antworten der Gemara (Berachoth ll) zu verstehen sind, bedarf noch der Erklärung. Wir werden bei der folgenden Darstellung den Auseinandersetzungen des Rabbi Herz Wesel (in seinem Buche Jim Lcbanori) folgen. Schon bei dem Ausspruche des Rabbi Ehenanjah den Thcradion haben wir das Wort nj-ase, welches wir mit dem »Abglanze der göttlichen Majestät" übersetzen, dahin erklärt, daß cs die Erleuchtung, die dem Menschen durch Gottes Gnade wird, bedeutet, wie es heißt: -pim -px vjc 'n tw . »Gott wird Sein Antlitz dir leuchten lassen und dich begnadigen." Demnach müssen auch in der gegenwärtig zu erklärende» Mischnah unter den Graden der Gegenwart der göttlichen Majestät die Stufen der Erleuchtung verstanden werden. Rabbcnu Obadjah de Batinora hat eine andere Lesart in unsrer Mifchnah; er lieft: mz-y prrr »Zehn, die zu Gericht sitzen." . Demnach würde die ganze Mischnah nur von den Richtern reden. Zehn bilden ein Richtercollegium bei *n

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