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Der Israelit · 1887-06-06 · Heft 43 (6.6.1887) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 43 (6.6.1887)
Date
1887-06-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVIII. Jahrgang. M 43. Der Israelit. eis Eentrat - Organ für das ortöodore ZudentHum. Hcransgegebcu vou Ür. Lehman« tu Mainz. Montag, den S. Juni 5647 (1887). Leitender Artikel. Die Sprüche der Väter. Drittes Buch. XIV. Mainz, 2. Juni, rrry tcv '*::n -es trx (ten *,;•) wsta 'on w’irr) ,crr» 'rar rr:r rrrra rP=‘V' jww ^-.'-1 *K.v;r nrsn ‘b'zx ,bt* rnja 2s: d-ttn p*r ~-N:r nc^r 'Vsx v:-' ms* by vni:t« ~£N:r C';r V--1 ,us-" dtn 2*ip2 (rt s*:rr) >'2--. 'i 2^ injn bx c"x '2 ist ro*u *x ’rM'n) tn £-fcn ^22 ('2 rrc) “oer “.r.x ‘b'zt* :*5TO"l2,1 7?« N2X 'LV rx T2:x ^Rabbi Ehalaphta (den Doßa), ein Mann aus dem Torfe Ehananja, pflegte Zusagen: Zehn, welche beisammensitzen und sich mit der Thora beschäftigen, da ruhl der Abglanz der göttlichen Majestät zwischen ihnen, wie cs heißt: Gort steht in der Gemeinde Gottes. — Woher ist es aber bewiesen, daß dies auch bei Fünfen der Fall ist '< Tenn so heisst es: Und seinen Kund hat ans Erden Er gegründet. — Und woher weis; ich, da» diese« sogar bei Dreier! der Fall ist, denn so heißt es: In der Dritte der Richter wird Er richten. — Und woher weiß ich, da» dieses sogar bei Zweien der Fall iftV Tenn w heißt cs: Dann werden sich unterrcdcn die Gottesfürchtigen einer mit dem andern, »nd cs wird vernehmen der Ewige und hören, und es wird ausgeschrieben im Buche des Gedächtnisses vor Zhrn, lür die Gottesfürchtigen und die Leinen Namen achten. — Und woher weiß ich, daß sogar auf einem Einzelnen der Abglanz der göttlichen Majestät rühr? Denn so heißt es: An jedem Orte, an welchem ich erwähnen lasten werde Meinen Namen, werde Ich zu dir kommen und dich segnen." Bon dem hier genannten Rabbi Ehalaphtha wissen wir sehr wenig. Nicht einmal der Name seine« Later« steht fest, da in den meisten Ausgaben unsrer Mischuah die Worte xort *,2 fehlen. Lein Hcimathort lag an der Grenze zwischen Ober- und Unter-Galiläa ('2 'e 's rvjr-cO- Ton Iizchak Abarbanel, der berühmte Minister des Königs Ferdinand von Aragonien, der im Jahre 1492 mit den übrigen Israeliten aus Spanien vertrieben wurde, wirft in seinem Werke Nackalath Aboth in Bezug auf die uns vorliegende Mischnah eine Reihe von Fragen auf, von denen wir einige hier wiedergcben wollen. Warum, fragt er, begrenzt Rabbi Ehalaphtha die Zahl der Zusammenlernenden ans zehn? Er kann doch nicht eine größere Anzahl ansschließen wollen, da es heißt: Durch die Menge des Lottes zeigt sich die Majestät des König«. Wenn wir aber sagen wollten, daß eine größere Anzahl selbstverständlich Gott noch angenehmer ist, so ist cs schwer zu begreifen, warum der Weise die Zahlen zehn, füllt. drei und zwei überhaupt erwähnt: er hätte ja einfach sage» können, daß auf Jedem, der sich mit der Thora beschäftigt. der Abglanz der göttlichen Majestät ruht, und wir hätten daraus schließen können, daß, je mehr sich zu diesem heiligen Studium zusammcnsindcn, sic Gott um so angenehmer sind. — Im Traktat Bcrachoth (G.a.) silidcn wir, so lautet die zweite Frage, einen Ausspruch unserer Weisen, welcher unserer Mischna sehr ähnlich ist und sich aus dieselben Bibelvcrse stützt, aber doch manches anders lehrt; so ist dort die Zahl fünf nicht erwähnt, und bei der Zahl drei ist nicht vom Thoralernen, sondern vom Richlercollcgium die Rede. — Zum dritten ist cs auställig, daß Rabbi Ehalaphtha die Zahlen neun, acht, sieben, sechs und vier unerwähnt läßt. — Noch mehr Fragen fügt Abar-

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