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Der Israelit · 1887-06-02 · Heft 42 (2.6.1887) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 42 (2.6.1887)
Date
1887-06-02
Page
– (sequence 21)
Language
German
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WAHM für dass)iv Mrthodoxe MuderrlHümM HellekxiltikchL Woilrge m M. 4L. [1887. WM iblm Die Inden in der Sahara und Timbuktu. Nach zum Zwecke der Veröffentlichung im „Israelit" gemachten Mitthcilungcn des Afrika - Reisenden I>r. Gsor»v Len;. Profrssor der lVrographie »n der f. k. Universikät von Ozrrnowitz. ehemals: Eeneral-Lecretä» der k. k. Erographnchrn t^eseNschast in L-ien und Nhcf-(?eologe der k. l. ^cologijchen Reichs Anstalt daselbst. (Pr. Oscar) gehört ZN jenen 'i* *'!$! :} glücklichen Afrikareiscndcn, denen cs vom Schicksale gegönnt war, die sagenumflosiene und den (Sljriftai vöch heute bei Lebcnsstrafe vcrdo- /lene Regcrstadl Timbuktu am Niger OG'-* $u besuchen und dieselbe dann lcbcnsu vertanen. Bor ihm war es nur noch zwei europäischen Reisenden vergönnt, diese Stadt zu besuchen und mit heiler Ham wieder zu verlassen, dem Franzosen (vaillte, der Timbuktu am 20. April 1823 erreichte und dann bis zum 3. Mai daselbst verweilte, und dem deutschen Forschuugsrciscndcn Pr. Hciurich Barth, der sich in Timbuktu vom 7. September 1853 bis zum 9. Juli 187,4 aufhiclt. Erstercr hat jedoch für die Wissenschaft nicht das Geringste geleistet, denn er musste sich während seines 1 tägigen Aufenthaltes in dieser Stadt fortwährend versteckt Hallen, um von der fanatischen Bevölkerung nicht crnrordet zu werden. .Wäger hat cs schon in dieser Hinsicht sein Nachfolger Pr. Barth gemacht. Derselbe, der sich einen arabischen Namen beigelegt, ließ sich den Nus vorangchcn, daß er als dcr Verkünder eines neuen Glaubens komme, um so Islam und Ehristenthum miteinander zu versöhnen. was dcr fanatischen Bevölkerung von Timbnktu einen gar gewaltigen Nespect vor diesem Abgesandten eiuflößte. Aber trotz dieser erheuchelten Mission und trotzdem ihn der mächtige Schcikh El- Bakai, einer dcr angesehensten Männer Timbuktn's, unter seinen Schutz genommen, mußte er dennoch schleunigst die Stadt verlassen, von der er übrigens während seines Aufenthaltes daselbst nur einige Quartiere gesehen hatte; da er der Bevölkerung dort nicht recht traute und es daher vorzog, schön daheim in seinem Kämmerchen zu bleibe». Hier empfing er nun fleißig die Besuche der angesehensten Bürger und Marhabuts (Heiligen) dcr Stadt, mit denen er fortwährend theologische Disputationen halten mußte. Aber auch Pr. Qscar Lenz mußte zu einer Täuschung seine Zuflucht nehmen, um die Stadt Ti.'nbuktu betreten zu dürfen. Derselbe wurde nämlich von den Geographischen Gesellschaften in Wien und Berlin nach Nordafrika geschickt, um dort geologische Studien zu machen. Gr begab sich nun über Baris und Gibraltar nach Tanger. In erstercr Stadt machte er die Bekanntschaft des jüdischen Sahara- Reisenden, des auch in Europa wohlbekannten Rabbi

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