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Der Israelit · 1887-05-19 · Heft 39 (19.5.1887) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 39 (19.5.1887)
Date
1887-05-19
Page
– (sequence 22)
Language
German
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Schreiben des Vorstandes des Vereins 'BTHd rHi># in Jerusalem an den Herausgeber. » . {xga(>^3e»«6^3«=»<.-- ■ — Hw. Ehrwürden fragten in Ihrem jüngsten j gefälligen Schreiben, ob unter «len arabischen; Kl üch tlingen sich auch Ackerbauer befinden, j ob und unter welchen Bedingungen wir gewillt ' seien, denselben Kehler und Weingärten zur Bear- beitting zu beschatten? Wir beehren uns. Ihnen das! einstimmige Resultat unserer eingehenden Heraj thung darüber in Kulgendem mitzutheilen:; 1. Es sind unter den arabischen Klüchtlingeii; Viele, die dem Verein als für die Feldarbeit! geeignet bekannt sind und die. falls sie die nöthij gen Mittel hätten, erfolgreich darin thätig sein würden. .Tedoch nicht allein unter diesen, son- : «lern auch unter allen anderen liier lebenden .luden aller Welttheile. sowohl unter denen, die . hier bereits lange ansässig, als auch denen, die ' seit Kurzem hierher übergesie«lelt, finden sieh i Viele, «lie sowohl «lie Kähigkeit als auch den j Willen und «lie Lust haben, sich der Feldarbeit i hinzugeben und jüdische Kolonisten zu werden. . 2. Der Verein, «lessen Zweck es ist, allen Denen zur Seite zu stehen, die durch ehrliche Arbeit sich und die Ihrigen ernähren wollen, ist gern bereit, auch dies in den Kreis seiner . Thätigkeit einzuziehen, Kehler zu kaufen, Ihren Plan zu verwirklichen und seinerseits anzustrej ben, dass der Ackerbau zu einer Existenz«iuelle s für die arabischen, sowie die übrigen Juden Palästinas wird. 3. Die Versammlung glaubt, dass bei den : gegenwärtigen Verhältnissen die Thätigkeit des Vereins in diesen Dingen vorerst nur eine be-! schränkte sein darf. Das Richtigste ist, wenn i der Anfang nicht mit Getreidefeldern, sondern mit Gemüsegärten, dann mit Weinbergen und j Frucht bäumen, und zwar in einer «1er Stadt sehr . nahe liegenden Gegend gemacht wird. Wenn . auch-der Boden hier theurer als in «len ferneren; Gegenden ist, so fiberwiegt der Vortheil, «lass > er sich in der Nähe der Stadt befindet, zumal . jetzt, wo der Plan noch im Keimen ist und wo j auf ferner liegenden Plätzen sich viele Rinderj ni>se entgegenstellen. — Wir werden uns dess- : halb bemühen, für das zn diesem Zwecke uns zur Verfügung stehende Geld in der Nähe der Stadt Boden zu kaufen und es den geeigneten Leuten anzuweisen, dass sie auf demselben Ge-; müsegärten anlegen und auch Kruchtbäume pflanzen. Wir müssen uns hierbei, wie erwähnt, j nach den uns hierfür zu Gebote stehenden Mitteln richten. — I 4. Wir müssen Bestimmungen darüber treffen, dass alles Geld, das für diesen Zweck verausgabt wird, als fester Fond bestehen bleibt, der den Landleuten nur leihweise gegeben wird und dessen Rückzahlung im Laute der Jahre in kleinen Raten zn geschehen habe. Die Bestimmungen hierfür können erst später, wenn die Sache in s Leben getreten sein wird, von uns oder unseren Nachfolgern eingehend getroffen werden. — Unser Mitglied Josef Nab on theilte der Versammlung mit, dass ein grosser Compiex von 80.0<Nt Kuss, das an «las durch Sir Moses Montefiore angekaufte Gebiet des Juda Turo angrenzt, gegenwärtig sehr billig für 80.000 Gern sch zn kaufen sei. Auf demselben befinden sich drei Häuser, sowie Gistemen, so- «lass er sich für unseren Zweck sehr eignet, und da sich viele Käufer für das Grundstück finden würden und die Besorgnis-- berechtigt sei. «hiss bis znm Eintreffen des Gegenwärtigen und Ihrer gefälligen Antwort dasselbe bereitverkauft sein könne, beantragte Herr Nabou. dass ,1er Verein unter der Bedingung, den Kaufpreis im Laufe eines Jahres zu bezahlen, dasselbe sofort ankaufen möge und verspricht gleichzeitig, dass er, falls der Verein nicht-«lie ganze Summe bis zum Ablauf des Jahres anftrejben köune. die Hälfte des Betrages aus eigenen Mitteln zahlen wolle: es solle dann die Hälfte des Grundstücks so lange auf seinen Namen geschrieben sein, bis der Verein auch diese bezahlen könne. — Die Versammlung, in deren Mitte Viele waren, denen das Grundstück bekannt ist. beschloss, damit nicht ein Anderer zuvorkomme und es ausserdem ein au sich sehr vort heilhalter Kauf schien, den Antrag des Herrn Nabou anzunehmen und bevollmächtigte die Herren: N. Back. E. Nabon, Josef Kukca nnd D. Fruinkin. mit dem Verkäufer zu verhandeln nnd gemeinsam mit Herrn Josef Nabon das Grundstück zu kaufen. — Aus einem Schreiben des Herrn Nissrm Bechar, Director der Alliance-Schule in Jerusalem, an den Herausgeber. .... Am Schlosse dieses Schreibens gelo* ich Ihnen den versprochenen Rechenschaftsbericht über den Bauunterricht an die rassi-

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