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Der Israelit · 1887-05-05 · Heft 35 (5.5.1887) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 35 (5.5.1887)
Date
1887-05-05
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXVHL Hahr-ganz. Beilage zu Nr. 35 des Israelit. Zeitrmgsuachrichten und (Korrespondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 2. Mai. Herr Tr. A. Sulzdach, den Lesern des „Isr." durch seine geistvollen und gediegenen Arbeiten ein alter und lieber Bekannter, feierte am verflossenen Sonntag das Jubiläum seiner fünfundzwanzigjährigen Amtsthatigkcit als Lehrer der Unterrichtsanstalten der israelitischen Religionsgesellschaft. Dieser Tag gestaltete sich für den Gefeierten, wie für all seine Freunde und Bekannten zu einem schönen Festtag. Deputationen des Vorstandes der israelitischen Rcligionsgcsellschaft, des Cchulraths und dcZ Livjath- Ehen-Dereins, in welchem Herr Dr. Snlzbach homiletische und talmudische Vorträge hält, überbrachtcn ihm Glückwünsche und übemichten ihm Geschenke. Ebenso wurde der Jubilar Seitens all seiner Kollegen, sowie auch des großen Kreises dankbarer Schüler und Verehrer beglückwünscht und mit sinnigen und paffenden Geschenken aller Art erfreut. Möge er in Jugendfrischc und Freudigkeit weiter glücklich und segensreich wirken. Bei dieser Gelegenheit sei auch hier erwähnt, daß Herr Tr. Sulzbach seit einer Reihe von Jahren in dem aus mehr als 600 Mitgliedern bestehenden und den überwiegend größten Thcil aller Lehrer Frankfurts umfassenden „Frankfurter Lchrervercin" das Ehrenamt eines Vorstandes bekleidet, was ebenso sehr für die tolerante Gesinnung, die in diesem Vereine herrscht, als auch für die allgemeine Beliebtheit und hervorragende Tüchtigkeit des Herrn Tr. Sulzbach zeugt. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Pefth. Die hiesige Nraprran hat beschlossen Zum Bau eines neuen jüdischen Hospitals 50,000 fl. deizutragen. Ebenso hat ein hiesiger Glaubensgenosse, der nicht genannt sein will, dem Vorstand der Gemeinde Zum gleichen Zweck 70,000 fl. überschickt. Erst nach dessen Tod soll der Name des Spenders bekannt gemacht werden. Er stellte die Bedingung, baß an Stelle des bisherigen isr. Spitals eine isr. Volksschule gebaut werden soll. Mesopotamien. Mvssul (Rinrveh) am Tigris. (Schluß.) Solange nun zwischen dem Reiche Israel und dem J der Assyrer das Königreich der Aramäer (nmr ent«) das sich bis zum Euphrat erstreckte, existirte und also den Stoßballen zwischen den genannten zwei Reichen bitdete, da blieben die Israeliten vor jeder Begegnung mit dem scharfen Schwerte der Assyrer verschont. Als aber der König von Israel, Menahem, so unvorsichtig war, die Aramäer, diesen festen Schutzwall des Reiches Israel gegen Assyrien und Babylonien hm, zu bekriegen und unglücklicherweise auch total zu schlagen, worauf sie ihm den östlichen Theil ihres Gebietes mit der Stadt Tapsacus (norn) am Euphrat abtrctcn mußten (Könige II., C. XV., V. 16) da wurden die Israeliten die unmittelbaren Nachbarn der Assyrer, und Letztere begannen nun ihr Augenmerk auch auf Palästina zu richten. König Mcnahem gelangte bald zur Einsicht, daß er mit der Vernichtung des aramäischen Heeres nur einen Pyrrhussieg errungen, denn schon einige Jahre nachher fiel Pul, König von Assyrien, in das Reich Israel ein, und Menahem mußte ihm tausend Centner EUber als Abfertigung geben. Dessen Nachfolger auf dem assyrischen Königssitze, Tiglat Pilasser. eroberte sogar den nördlichen Thcil des Reiches Israel und verpflanzte dessen Bewohner nach Assyrien. (Gleichfalls Könige JI, E. XV, V. 29). Damals entstand nun die erste jüdische Gemeinde in Ninioch, die sich noch bis auf den heutigen Tag erhalten hat. nxi> nrs mrj Tja Erur.sm u» y*raK ttn rfr*.*u r.a& cvn tj> caa^n nwn \srzb T»rD*a> na prsn na p*vn mir« .nesr E'i-r.T rum -ot:? pro typs» na rcnra wr (Wir Söhne Israels, die wir nun in Ninkveh, das gegenwärtig Mofful genannt wird, wohnen, betrachten es noch heule, als eine besondere Gunst des Himmels, daß unsere Vereitern lange vor der Zerstörung des ersten Tempels in die Verbannung geführt wurden, da sie so den Brand unseres Gotteshauses und auch, wie Zion zur Wüste und Jerusalem zur Einöde wurde, nicht mitanzusehen brauchten.) Unsere Gemeinde ist daher bedeutend älter als die von Babel und während noch lange im Tempel zu Jerusalem geopfert wurde, stand hier schon eine Synagoge, in der unsere Voreltern die Lpferthiere durch ihre Gebete ersetzten. Und als dann später auch das Reich Juda zerstört und dessen Bewohner nach Babylonien und

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