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Der Israelit · 1887-04-28 · Heft 33 (28.4.1887) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 33 (28.4.1887)
Date
1887-04-28
Page
– (sequence 9)
Language
German
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xxvm. Jahrgang. Keilage zu Nr. ZZ -es Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Bericht. jci;^ -«2. Sammlung agadischer Kommentare zum Buche Esther. Dun Salonion Dubcr in Lemberg. Wilna, Romm 1886. Die Arbeitskraft und die Leistungsfähigkeit des in der Ueberschrift genannten Herausgebers des vorliegenden Werkes, ist wahrhaft bewunderuswerth. Vor einigen Wochen erst wurde in diesen Blättern des von Dnber herausgegebcue c,-£n *2? iro bestochen, *) — ein umfangreiches, nach zwei Handschriften heransgcgcbenes Werk, mit einer sehr gehaltvollen und lehrreichen Vorrede — und neuerdings liegt eine Arbeit zur Besprechung vor. wie wir deren so viele schätzbare ihm zu verdanken haben. Ter unermüdliche Schatzgräber auf dem Gebiete des Midrasch ist hier wieder zu seiner eigentlichen Domäne zurückgekehrt und hat zwischen zwei größeren Arbeiten, gleichsam zur Erholung, ein Werk hcrausgegeben, das bei einem anderen, weniger geübten und auf den so ausgcbreiteten Gefilden des Midrasch weniger heimischen Forscher als eine große Leistung angesehen werden müßte. Bei Bubcr ist dies eine wnc- Nr6s. Es sind drei oder genauer vier interessante Piecen, mit denen er die so zahlreiche Midraschsammlung zum Buche Esther bereichert hat. Tie erste ist der rnn jcx mc, ein dem Namen nach bekannter Midrasch, da er vom Verfasser des Jalkut Schimconi und sonstigen alten Autoren oft cüirt wird, der aber gänzlich verschollen war, bis ihn vor einigen Jahren Jclliuek in seinem n*2 r-.ir7r aus einer fehlerhaften und . verstümmelten Handschrift zum ersten Male cdirte. Ta diese Ausgabe gänzlich ungenügend war, so hat sich Buber der Mühe einer nochmaligen Edition unterzogen, zu welcher ihm eine vorzügliche Handschrift aus der Easauata zu Rom als Grundlage diente, und die er mit noch fünf anderen Manuskripten aus _^*) TLsklbH s. 6 hrißl es r^nra -sic nt r.s srs vvx 2» unseren Jalmubaxisgabtit ftehr 1SJC N ’ ns ’.rs T'ues wäre von Inrrrrsse zu erfahren, welche von LeLanen dir richlige sei. um;u wissen, v.d schon fS72 di, -«den «ersc von dan *m? vorgrsetzt Oxford, London (2), Cambridge und Parma der» gleichen konnte. Die zweite Piece ist der enns ms c~ra eben» falls auf Esther, aus zwei Rcceusionen bestehend. Auch dieser noch nie gedruckte Midrasch wurde nach einer Handschrift aus den reichen, noch lauge nicht erschöpften Schätzen der Bodlejana zu Oxford herausgegeben. Kleinere Stücke ans demselben waren schon früher bekannt, und der Verfasser des Jalkut hat ihn ebenfalls vor sich gehabt und stark benützt. Es folgt daun als dritter Theil der np^» amo des R. Tobija b. Elieser, dessen midraschische Erklärungen zur Thora. Bubcr vor einigen Jahren hcrausgegeben hat. Tie agadischen Sammlungen des R. Tobija bilden den Uebergaug von den alten Midraschim zu den späteren agadischen Werken. Er verschwindet nicht so ganz hinter seinem Werke, wie dies bei anderen Sammlern agadischer Auslegungen geschieht, er tritt öfter hervor, nimmt selbst das Wort und spricht von Zeitereignissen und sonstigen mit feinem Thema im Zusammenhang stehenden Dingen. Er hat zu Esther den Midrasch Abba Gorjon fast ausschließlich benützt. Sollen wir neben der vorzüglichen Textausgabe auch die Einleitung und die zahlreichen Noten am Rande des Textes erwähnen? Wer die Vorzüge Bubcrschcr Editionen kennt, für den ist dies überflüssig. Alle jene bekannten Vorzüge, die seine Ausgaben so wcrthvoll machen, fehlen auch hier nicht. Die Noten geben, bei der erstaunlichen Belesenheit, die nun einmal dem Autor eigen ist, so daß man sic als etwas Selbstverständliches hinnimmt, über alle tcxtkritischcn Fragen befriedigenden Aufschluß. Wortcrklärnngcn und Erläuterungen sind in hinreichendem Maße, Hinweise auf alle Quellen, Parallel- und Lehrstellen in ausgiebigster und zuverlässigster Weise vorhanden. Interessant ist die Bemerkung, daß auch die unter dem Namen Targum Scheni bekannte Paraphrasa von Esther den Midrasch Abba Gorjon benutzt und, wie der Derf. meint, einige Male mißverstanden hat. So übersetzt er das Targum 1,9 die Worte nn» r. mit x-icn nss-n, was aber nicht „schwarzen Wein", sondern „königlichen Wein" bedeutet, nach dem persischen rrnr, welches in dem bekannten Sprüchworte pnvi •p rnrss^ *nns6 ebenfalls gebraucht wird. —n—

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