Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 30 (18.4.1887)
- Date
- 1887-04-18
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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xxvm. Jahrgang. Iweite Beilage ju Kr. M des Israelit. nü Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. D c n t s ch l a u d. Laripheim, 5. April. Herr Oberlehrer l? lf ft fj c r hat am testen Sanistag feiten* des köu. Ministeriums für Glichen und Schulwelen folgendes tehrenschreiberi «-halten: Wohlgcborcn hechte ich mich zu benachrichtigen, das; Ihnen aus Aulas; Ihres bevorstehend«! Ausscheides aus dem aktiven Dienst imBollmachtsuameirS. M. des «önigs von L. st. H. dem Prinzen Wilhelm am 2H. v. 2>i. die nebst Patent beiliegende goldene Civilverdieilitinedaille gnädigst verliehen worden in. om dem es mir zum 'Bergungen gereicht, Euer gelwreil diese Mitthcilung zu mach«?, lüge ich iminen uustichtigen Glückwunsch m der Ihnen zu Theil geivoroeneil Anerkennnng ihrer langiahrigeu verr-icnstvolleli Amtslührimg und Berutsrhatigte:! bei. Mit vollkommener Hochail,tnng der L:aa:sminister Darwav." So ehrt der t-imüg und seine Regierung einen Lehrer, welcher woul aucn iede» l^ürc würdig stk, nachdem er volle .'<>> Iah..- mit Hingebung, Jykij; mtb (beschick dem Bai«laude n; oe: Schule und Oeffcnttichleir gcdiui: uar! ililmr.' Zchucchuun.) Rhaunen, ~>. April, yt?c r.‘**ri7 nnspv -'L c.-r ‘‘dnd ,!7N'd!fr. Allen Leiern U-:> „Im.teilt" .:üö insbesondere Denjenigen, die mir durch Rath und That ihre Dheilnahme bewiesen, rheile ich dankend die emeiiliche Rachricht mit, daß durch Mulistcrial-^rltisj vom in. Mürz d.-Is. ich mein Dekret.als Lehrer und (Hrltusbeamtcr dahier erhalten Hube, und die Verfügung der irgl. Rg. Trier »WM!«. Oktober v. Is. uu? »teund des Art. u, Abs. t der Reichsvenassung als unrichtig aufgrvdbei! wurde. Mörip May, Lehrer? Oesterr. - llugar. Mrnarchie. V. Nam^ny, 7.. April. Bon einem Mitglied«: der Unabhängigkeitsparlei ersucht, sich üb« das Borgehen der Antisemiten zu «lüstern, hat Lu-wim tkonuth, wle „Egyetrrtes" mittheilt. folgendes udie öirefr MM ZM§> prtei arNüen, sehe ich; ich sehe es mit Bedauern, dem, es ist sehr wahrscheinlich, daß sie Ihnen sehr viel llnannthmlichkeiten bereite« werden, da sie lich an dos, dem Uilabimngigteltspmizipe treue Volk mit der Behm-ptmig wende», das; sie die wahren Unabhängigen sind: da« sic in staatsrechtlicher Beziehung die Unabhängigkeit des BaterlandeS ebenso wünschen lvie Sie: der Unterschied sei nur, daß sie mehr wollen, sie wollen das Batxrland nicht nur von den Teutichen, wildern auch von den Juden unabhängig machen. - Ich habe mich in der Indenfrage geäußert. Mein Schreiben liegt bei Helsn. Wenn mit meinem Namen Mtgbrauch geschieht, so haben Sie die Widerlegmig in fänden. Lassen Sie das Schreibe» reproduzuen, machen Sie es betreffenden Orte8 bekannt, wenn Sic cs für gut bennden. Mehr und Besseres kann ,a> auch jept nicht iagyt. Aber Sie schreiben, au« „sic m.ihren Agitationen, ja. sogar in einigen Parlanientsred«: aus jenem Umstande Argumente schöpfen, das; &ic meinem Rathe zuwiderhandeln, indem Sie mit ihnen nicht eine Partei bilden wollen, da ich in einem älteren Briese gerathen habe, daß alle Jene, die dic Unabhängigkeit wollen, sich um eine Jahne, schaarcu mögen/ und daß .wir nicht untersuchen sollen, wie Jemand in ander «Fragen denke." Ich glaube nicht, daß ich dies jemals so getagt habe. Als die Frage des Parteititels aus» geworfen wurde, habe Ich den Rath erthcilt, den Namen ^lnabhängigkeitspartei anzunehnien; unter diesem Titel haben allen Nuancen Räiim. Die l8er und ich auch; ich mag auch gesagt haben, daß der Parteiverband die Mcinungsidentität nicht auch in solchen Frageil involviren könne, welche keine prinzipiellen Fragen sind, und eben weil sie etz nicht sind, als offene Frage» betrachtet werden können. Die Frage der Rechtsgleichheit jedoch ist eine prinzipielle ftiflflc der Partei. Diesbezüglich habe ich mich ln bestimmter Weile geäußert in jenem Briefe, wclu.'en ich in der Iuveiisrage an meinen Freuud Helft) richtete. Dort heißt te ausdrücklich: „Die Wicht der Selbsterhallung gebiet«, daß man fremden Juden ebensowenig loie Fremden panSlavijtischen oder panromanistischen Elementen die massenhafte Erwanderung nach Ungar» gestatte, ui daß von Denjenigen, welche die, der demokratischen Richtung httldigendeGerechtigkeit tndte Reihe der LandeSdürger gestellt hat, auch nur einem einzigen Geschöpfe seine Rechtsgleichheit geschmälert werde, das kann die ttnadhängigkeitspartei