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Der Israelit · 1887-09-26 · Heft 75 (26.9.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 75 (26.9.1887)
Date
1887-09-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1376 kq ’na Vaö w den raschen Umschwung der Freude in Trauer, des Glückes in Schmerz und Kummer, entrollte hierauf ein treues Lebensbild der T «Hingeschiedenen» kennzcichncte ihren Verlust für Familie und Gemeinde, forderte die Kinder zur treuen Nachahmung der Mutter, den trostlosen Gatten zum Vertrauen aus Gott und zu seinem unerforschlichen Nathschlusse auf; die TheureWabe in ihren wenigen Jahren ihre Ausgabe voll gelöst und war als frühreife Frucht, als r.2irr ’-;g rcw zum herrlichen Opfer, für den Allvater auscrschcn. Wie unser Stammvater rrrcx in der ot;* so zeige auch er sich als ein standhafter Glaubensheld. In ihren Werken lebe sie fort und bleibt im ewigen Andenken. — Die mit vieler Rührung und in schönster Form gegebenen Worte fanden in dem Herzen der Zuhörer ein treues Echo, liehen Thronen der Trauer stießen, richteten anderseits das Gemüth auf und flößten Trost und Vertrauen ein. Ter herembrcchende Abend nölhigtc den verehrten Redner znm Schlüsse und so wurde die thenre Entschlafene in die Erde gebettet, um dort zu ruhen va*n ihr Geist aber ist ckngcgangcn in die lichten Höhen der Seligkeit. n"2"s"j"n. Frankfurt a. M. Ter hiesigen Firma I. Fromm wurde soebe» die königlich preußische Staatsmcdaille für ihre hervorragenden Leistungen aus dem Gebiete der Beerwcinprodnktion iru Allgemeinen und insbesondere für ihre vorzüglichen Becrwcinc verliehen; auch sind von der königlichen Sraatsregicrung den Mitglieder» und Thcilnehmcrn der vom 18. bis 24. September tagenden GO. Versammlung deutscher Naturforscher und Acrzte in Wiesbaden Kostproben von Bccr-Nothwcin und Beer-Rorhwcin-L'louffcuxder genannten Firma zur Verfügung gcsiclll worden. Aus Wcftphalcn. Wie weit die Rcformsucht in manchen Gemeinden unserer Provinz geht, erhellt ans der Thalsache, daß in der Gemeinde W. die Mitglieder mit ihrem bürgerlichen Ramm zur Thora gerufen werden. Diese „geistreiche" Steuerung ist gewiß ein Unicum in der ganzen Iudcnhcit. M. Rosenwald, Iserlohn. Köln. Herr Rabbiner Dr. Frank in Köln, Mitglied des Ccnrralcomirös der Alliance Isra«-!ire Universelle sendet nachfolgende Berichtigung an die Zeitungen: „Mehrere jüdische Zeitungen brachten die Mikthcilung. es seien in Palästina von den verschiedenen Kolonien, „Pcßach Tikwah-, „Mikwch Israel" u. s. w. unter Garantie der „Alliance Israelite Universelle"' in Paris bronzene Scheidemünzen geprägt, rcfp. verausgabt worden, welche auf einer Seite die Angabe des Werrhes, auf der andern die Initialen A. I. U. tragen. — Diese auffallende Nachricht vcranlaßte mich an das Central-Comitv in Paris eine Llnsrage zu' richten, und erhielt ich umgehend folgende Erklärung mit der Bitte, dieselbe zu verbreiten. Tie Nachricht ist schon von vornherein nicht zu glauben, da ja die türkische Regierung keinem Institute in Palästina gestatten würde, eigenes Geld zu prägen. Tie Sache verhält sich aber folgendermaßen: „Das Kleingeld ist sehr rachn Palästina, und wer cs öfters örauchi, muß cs sich auf irgend eine Art künstlich ersetzen. So bat denn die Ackerbauschulc der „Alliance Israelite Universelle" in Jaffa, dem Beispiele der deutschen Ackerbaucolonken in Jaffa folgend, für ihren inneren Gebrauch und hauptsächlich für die Bezahlung der Arbeiter, kleine orönzeuc ü/idtitit «nicht Münzen) unfertigen lassen, welche der Inhaber sammelt, bis er so viele hat, daß die Ackcrbanschule sie mit türkischem Gelde cinlöscn kann. Diese Marten Ijaben an \idi feinen Werrh, sie repräsentiren 1, * und V< Paras (der Paras gilt ungefähr 17. Pfennige) und tragen die Chinre A. LÜ., curnren nicht im Lande und haben keine andere Bedeutung, als die Marken, welche die Beamten der Hotels in Paris und anderswo unter sich verwenden, um die Zahlungen und Abrechnungen zu erleichtern. Andere Institute oder Ackerbancolonicn in Palästina können auch vielleicht ähnliche Marken besitzen, aber gewiß nicht mit der Chiffre .4. I. lT., da diese Institute oder Kolonien nicht unter der Leitung der ./Alliance Israclite Universelle" stehen und durchaus keine Verbindung mir ihr haben. Hamburg, 18. Sept. Ter vor einige Zeit verstorbene Herr Philpp Iac. Hermann Cohn, vermachte laut pnblicirtes Testament: M. 300 dem israelitischen Waisenhause, M. 500 der Talmud- Thora-Schnle, 500 M. der alten und neuen.Klaus, 500 M. der Stcrustifding, 500 M. dem Mekor- Chajim-Derein, 500 M. dem Mischenerh Sckenim- Vcrcill, 500 M. dem Lehrvcrein von Rabbi IS. Berlin 7"rr, 250 M. dem Verein zur VerthcUung von Fleisch und Mehl an Israel. Arme, 250 M. dem isracl. Frauenverein.für Krankenpstege, 250 Bl. dem dem isracl. Untersrützungsvcre'm von 1862, 250 Bl. dem Bekleidungsvercin für Schüler der Talnrnd-Thora-Schnle, 250 M. dem Oser-Dalim- Bercin. 250 Bl. dem i^r. Feuerungsocreiu von 1855, 250 JSH. dem Verein zur Vcnhcilung von Kleidungsstücken an arme Israeliten.

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