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Der Israelit · 1887-03-31 · Heft 26 (31.3.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 26 (31.3.1887)
Date
1887-03-31
Page
– (sequence 10)
Language
German
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470 Slt. CH ist «mnierhin bezeichnend, baft cm non diese.' Itolie Amt crlunflm romtlt imb da» die Vetschisdenheit im \)lnm zivischeii de« Lephatdim und 5Mfd)feiiufim nicht nulir die srühere Bedeutung Hut. mwm Hy - u i t » e t o n. WWW«: rcha - l. ,'S. Iü.h».>-Wrjysstr wjt Äaluiki. Gollseyung.) ‘TrciwiibbrfifiUftc« Napitel. Lara schritt die Strafte, welche ju dem Bi?- hachajim führte, entlang. Tie Uiil'ciiiinmtyeil der Verhältnisse Oar jedeuiGtschäfts- und sonstigem "Verkehre migiinstig. Airmand machte gern ohne äuhcesic Nothivendigkeir die Straße benützen, ans welcher srestche, feindliche Tiuppenniirückcu sollten, und so wak^ die ganze Gegend rings umheröde und lucnschculecr, nndTara verObchteOren traurigen Eriuiieruiigtu, ihren düsteru Gedaukki! ungeitön iiachzuhängen. Diese aber traten, durch Drr und Feit hegiinstigt, in deutlichster Form und in den lebhaftesten Farben auf: Es war Mgemöhullch merk- Mchtg. auf dieser Wegetzstrecke hatten sich'die wichtigsten Erkigntsse ihres Gebens vorbereitet mio -Fchrch tmd fünf der KevMke ruiifl begrüßt, das ö,ter»cichische Tragonerregiment, in welchem Lorenz Horncck diente. ciugewgrii Lorenz Horueck, der de», Lvo ilues ataific, ihres Veriobtcn verschuldet, - ihr Leben unheilbar vergiftet, ihr Glück Vernichter, für immer! .... Und dann, sieben rage spater, 'genan heute vor siebe» Fahren, war sie dieselbe Strafte gewandelt: aber damals war sie nicht allein gewesen, damals hatte ihr Vater gelebt, und Michael war in seiner ganzen Maimesherrlichkeit neben ihr geschtitren, der Manu, an dem ihr Herz gehangen, jo lauge sie iu ihrem Lebe» zurückzndenken vrriuochte, bem sic in mehr als ft bischer ..Licht, die Irene bewahrte, so lange ihr armes fchrver acqmilles Herz iu ihrem Bttsen. röchle: t-uud dmt au jener Weges Biegung hr wcir's als jühf sie's uoch jetzt, setze iu der Gr »mermig noch klarer, deutlicher vor ihre»! geistigen Auge, als es dautals ihr vor Schrecken uuo Angst getriibtes »örpei-Auge zu jchrn vermocht hatte mar plötzlich Lorenz Hoinecks Gestatt zu Rost aiilgktunchl: MS ganze Bilb jener unvergelskueu und-unvergeßliche,t. HMlicheu ^cene eutrollte sich nochmals vor ihren geistigen Blicken .... an der Lleilc, an der sie eben stand, hatte sich Michaels Gestalt, zn ihrer vollen imponirenden Höhe erhoben, -.Om/ste kselit kräftiger Arm vött dkts, Angriffe, gedungener Lehmlen gecettet, hatte er mit eitlem wuchtigen Hiebc den stechen Mädchenränber zu -.Wen.-Mchinettert “y-, .."Ort/ vM,..jeM"LMe" ans, hMk-:'d'er'-feige Meuchler -ihM. Otttübteu :iHmm bedroht, tat; sicherer Ferne halle kr. mit einer Feuerwaffe aus seine Stirn-, gezielt *. und. sie, "ein schwaches Mädchen,/konW-uichts" thtln, als vom Todesschreck erfüllt, in wortloiem Gebe, zu Gott du» Al!Herrn ausjchreie'u. er möge den Besten »ich! durch die Hand - des MMWiftMstkit 'verdMElMm;-'"- br'^'trr drr-dkÜrx"M:fiecbki, stand, hatte sie das Letztemal in Michaels Antlitz Mickt! Mau hchanMk.',. - daß' sich iu dem Ange in dcr Neyhaut eines.Werbenden der .letzte Eindruck, -den avon der Mit eurpHttsftn, als Oild i Wirt; o? auch im Jams - Wistigem -WM,-hatte.' sich: dieses....tzitd MverlMßcheilige-, --prägt-;. lic fllaiUnc ihn noch jetzt,tzort,W -Wn, fein ^schönes, FörrlgerWeteS Antlitz, letne blitz-'Udeu ' Augen, das Zucken seiner MitSkelu in seinen anddwckereichkn Ziigkn, auch das.- Wgllen' seines dunkeln lange» Haare-?, sie glaubte ihn noch da stehen zu sehen in der Fülle seiner Kraft;'sie. Muhte, sie brauche nur ihre Hglid'chMMfmcken, um seih Ge» lock z«'Wfen,."-- hier an diefkt Melle hafte, sie -'Wr-Mmi--ItzkMOerzenK,-- den Man--'Oder-Oeete das Leneinal gesehen, den Blick innigster -Me und W Mitleids, sic vielleicht schon iu der Mchsten -Sekunde-/- schutzlos, allein, ein Raub des tkm iu „Mmsch-ngestaltder gratzsstner }M$ m mm der MtMiß ist,.MÜckDlasW., tz-er/Bttck War -sei,l7le-tes"nngrfprochenetz- AVschitdswsft «, sie . r ■mW .0-!'M sah Iw noch »ch mtfjrn sulmme Gebet zu Gott, die Verlasseiie zu schützen . . . . der Blick traf sie noch jetzt »ach sieben laugen, laugen Fahre» mit nnschildetbarem Schmerze in das Filuciltr ihres Herzens; hier an der Stelle, an der sie stand, war sie in der höchsten Augst, die ein Mrnschenherz mit gierigen »»'allen zu etsaise» vrcmag, beliinningslos zusumiueu ge stinken! .... Als sie nach langer, schwerer »ran! h.'ir znm Bewusttsci» erwachte, war sie eine rlteru. lose Eftaise, ihr Vater lag, voin Lchreck gelödtel in, Grabe, ihr Verlobter am Grunde des Flusses, sie mar allein, verlassen nnglncklich von damals bis jetzt! .... alles das hatte Lorenz 'yokneck vc-c schuldet! Sie glaubte, sie halte sich trotz Ihres Elendes,

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