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Der Israelit · 1887-03-28 · Heft 25 (28.3.1887) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 25 (28.3.1887)
Date
1887-03-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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456 im Kriege Nutzland angcschloffen balle»! Sie dedattiNen mm, wie sie ihre Landsleute, die Ungarn unterstützen sollen und beschlossen mit ihren Ackernnd schneidigen Hansgerätben über die rumänische Bevölkerung, ihre bürgerlichen und politischcn Brüder herznsollcu, um sie mir Stumps und Sriel auszurotten. So denken christliche Ncurumäucn. sic wiffcn eben, wo sie hin gehören; dies könnte bei israelitischen Naturalisationen nicht der Fall sei«. Ich habe wiederholt sowohl hier als auch noch öslcr privatim die Meinung ausgesprochen, daß die immer riesiger anschwellcnde Armurh und der kommerzielle Rückgang, ganz besonders aber die Verminderung der Budgcteiunaluncn die nächste und logische fyolr,c der sogenannren „ökonomischend.!). autiscmiljschen ^-eseye sind. Ich bin heute in der Lage die Nichtigkeit meiner Ansicht durch ein .offizielles rumänisches Dokument zu bekräftigen. Im Äolivenbericht zum Budget für 1885—86, welcher mir gerade in die Hand fällt, lese ich Seite 2 und 6 folgendes: „Position Lizcuzstcu crn auf den Handel mit ge ist i gen Getränk en: Die Einnahmen von dieser Tarc sinken von Jahr zu Jahr; d?c Ursache dieses Nückganges wird grotzcnlhcils der Aufhebung vieler Schänken bcigcmeffcn, in denjenigen Distrikten, wo sic von „Ircmdende! rieben wurden." Der Minister rechnet dabei noch auf eine Ivniimljmc von 4,200,000 Frcs. — Position Gewerbesteuer. Tic Einnahmen davon waren seit einer Icil wachsend n. zw. seit 1881— is*2 bis iss:;—isS4 von 2,150.512 Frcs. auf »,5«.2 Frcs. In Anbetracht jedoch, datz die FcststcUnngcn der crsicn sechs Monate laufenden Jahres (iss-i) i n Folge des Ha nsic rcrgcscvcs, (welches fast ansschlictzlich Israeliten getroffen ha:» einen Rückgang um 48,102 Frcs. gegen das Borjahr ergeben, dessen Einnahme von der Gewerbesteuer sich ans 2,685.482 F-res. belief, können wir den Voranschlag für 1885—86 nur auf 2,550,000 schätzen. Dieser Morivbericht war is.?4 geschrieben. Sic man 1886 mit den Stcne' cingängcn stand, cnt- ::chn:c ich der „Epoea." Danach har die (in» vorigen Jahr» »r.cnräglich erhöhte Spiriluoscustener in den ersten sechs Monaten 1886 statt des Voranschlages von 4,680,000 Fres. nurst.stoO.ooo cingebrackt; die Staatsschuld Rumäniens aber wächst jedes Jahr ur:d beträgt seit nur zwanzig Jahren (1886) st so,509,4 52» Frcs.! Es ifi gut zu konstanten, datz die rumänische Regierung selber die Folgen ihrer antisemitischen Gesetzgebung kennt; klüger wird sie freilich darum doch nicht, sondern mit dem Schaden nur noch verbissener. Bukarest. In der Teputirteukammer ist der frühere Minister Eogalmccauu in einer längeren Rede entschieden für die Naturalisirung derjenigen Inden eingetrctcn, welche sich um das Vaterland verdient gcniacht und sich im letzten Krieg ausgezcichncl haben. Wenn die Regierung und die Kammer auf dem bisherigen Standpunkte, bei welchem allen Israeliten ohne Unterschied des Standes die Rutnralisatkon verweigert wird, beharren, so rufen sie, nach der Ansicht des Redners, eine grotze (Gefahr für Rmnänicn hervor. Tie Rede, die vielfach applaudirt wurde, machte auf die Tepulirlcn gewaltigen Eindruck; ob sie aber praktische Folgen zu Gunsten der Israeliten haben wird, ist noch' sehr fraglich. Bukarest. Trotz aller Bedrückungen, denen die Israeliten Rumäniens ausgcsckt sind, so datz ihre Lage fast unerträglich ist, bezeugen diese bei allen Gelegenheiten ihre Liebe zum Vatcrlande, dessen Regierung sie als Fremde betrachtet. Unter den 170ik» Militärpflichtigen pro 1887 sind mehr als 6000 Juden. Nicht ein einziger Iirdc fehlte bei dcrEonscrrption. obgleich keiner derselben Aussicht hat. auÄ die geringste Ehargc zu erlangen. Tie höheren Rckrnlirungsosfizicre drückten ihr Erstaune» über diesen Patriotismus ans nnd beglückwünschten ihre jüdischen Landsleute über die pünktliche Erfüllung ihrer Vatcrlandspflicht. England. London. Tic Arrangements zu der englischjüdischen historischen Ausstellung sind nunmehr vollendet nnd soll die Eröffnung der Ausstellung am 4. April stattsindcn. Gleichzeitig werden einzelne Institute, wie das British Museum, Record Office nnd South Kcnsinglon Museum, denen statutcngc mätz die Aussolgnng von Gegenständen verboten ist, alle auf die Gcichichie der englischen Juden Bezug habenden Dokumente und Objekte in besonderen Sälen ausstcllen. Tie Ausstellung selbst verspricht eine grotzarrige zu werde». An Samstagen und israelitischen Feiertagen werden keine Eintrittskarten verabfolgt nnd ist der Eintritt nur gegen cmc Tags voraus gelöste Karte gestattet. Ter Eintrittspreis ist auf einen Schilling festgesetzt. Japan. Durch den Tod eines deutsch-jüdischen Sccmanns im Hospiral von Nagasaki ist cs bekannt

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