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Der Israelit · 1887-03-28 · Heft 25 (28.3.1887) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 25 (28.3.1887)
Date
1887-03-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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4a4 Abend den hohen Geburtstag unseres erlauchten kgl. Prinzrcgenlen durch eine Versammlung mir verherrlichen helfen. Bei dieser Feier wurden mehrere Toaste ansgebracht besonders auf Leine kgl. Hoheit Prinz Luitpold und außerdem beschlossen, nachstehendes Telegramm abzusenden: ' „Seiner kgl. Hoheit dem Prinzen Luitpold, Bayerns weisem NeichSverwcscr, München, erlaubt sich das israelitische Easino zu Pirmascnz bei der aus Anlaß Allcrhöchstdcsscn Geburtsfestes adgchalrcneu Versammlung unrerthänigüe Glückwünsche und Zeichen der Cvrgcöcnßcit zu senden." P i r m a s e n z. 12. Marz. Ter Vorstand (> a r I Frau k. Nach Absingung verschiedener patriotischer Lieder trennte sich die Versammlung in später Stunde. Sonntag Abend 7 '.!hr traf folgendes Telegramm du: München P. 133. 87. 6 Uhr 20 Nachmittag. Herrn t>arl Frank, Vorstand des israelitische» lrasino Pirmasens. Seine kgl. Hoheit der Prinz Regent senden den Theiluchmern an der gestrigen Versammlung Allerhöchst ihren huldvollsten Tank für die dargcbrachtcn Glückwünsche. — Im Allerhöchsten Austrage: Freiherr Freyschlag v. Are yenstein. Generalmajor, Gencraladjutant. Berlin. Aemerkmswerthe Auszeichnungen sind aus Anlaß des uo. Geburtstags unseres Kaisers von der Kaiserin verliehen rvordcn. Ihre Majestät hat nämlich jede erste Tamc des Angnsra-Hospitals, des katholischen Krankenhauses, der jüdischen Gemeinde durch die Verleihung des Loniscnordcns ausgezeichnet. Tie erste Tamc des evangelischen Augusta-Hospirals in die Freifrau von Parow, die des katholischen Krankenhauses, die Schwester M. (vmanuel von Biegclcbcn und die des jüdischen, die Fran Wittwc Nanny Goldberger, Mitinhaberin der Firma I. T. Goldberger. Berlin. 8. März. Tie von M. Halle gcsriftetc Krankcnkasie selbstständiger jnd. Handwerker und Künstler hielt heme ihre 41. General-Versammlung ad. Tie Vorsteher Herrn. Landsberg, M. Mamtdckmcr» L. Auerbach, T. Feilchcnfeld. M. I. Bodcnstem, Jos. Frankel, M. Jakob. N.Iogal, S. Nclwn wurden wieder gewählt. Der Fonds beträgt 277,71 M., die lnnnahmc» und Ausgaben irrcl. Geschenke balanciren mit '.»833 M. Tic Gesellschaft zählt 22 (lebende) und 22 (verstorbene) immerwährende Ehrenmitglieder, 3 ordentliche. 2 Amtsjubilare und 1 Stiftnngsjubilar Ai. Halle, sowie 273 Ehren- und 263 ordentlichen Mitglieder. Die HüUs- Anstalt für Wittwen und Waisen hat 343 Mitglieder und 56300 M. Fonds. Der Inbclfonds bester 1025t» M. Kapital und Special - Sriftnngcn von R. Oppenheim, M. I. Kodenstein, Hcrm.7 Landsberger. Jak. und Minna Israel. Moriv und Bcnha Mannheimer mrt 10.00t» M. Ter Präses. Herr Landsberger hielt für das allzufrüh verstorbene Mitglied Ludwig Löwe eiuen schönen Nachruf. Berlin, 15. März. Ter. „Israckitischc Forrdildungsvercin Montefröre" erfreut sich, wie ich Ihne» mitrheilc» darf, ckucs vonrefflichcn Wohlbcnndens und hat auch in dem vergangenen Halbjahr seine Aufgabe auf das beste gelöst. An Stelle der früher gehaltene» Vorträge allgcmcineren Charakters versuchte man cs mit konkreteren Gegenständen, und der Versuch gelang trefflich. Zweimal in der Woche, am Mittwoch Abend und Sabbat Vormittag versammelten sich ca. 30 Mitglieder. durchwegs junge Kaufleute, und „lernten" da unter der rührigen Leitung des gegenwärtigen Vsrsiycnden Herrn Tr. I. M. Bon di, ihren Abschnitt Äischnajoth, die Hastara n. s. w. Ein Verein mit dieser Tendenz in der „Stadt der Intelligenz" ist wahrlich eine Rarität, um so inniger aber darf man wünschen, daß er immer erfreulicher blühen und gedeihen möge. R »manie n. 1>r. ('. Bukarest. 13. März. Ich bin zwar schon lange überzeugt, daß sich Rumäniens Art zu handeln vorläufig nicht ändern läßt, gleichwohl halte ich das Belamugcben nnd die Eharaklerisirung derselben für gut, als Beitrag zur Zeitgeschichte und zur Nutzanwendung für andere Falle und passende Gelegenheiten. — Ich habe Sie jüngst von Irrdigcnatcu unterhalten und will Ihnen heute eine Aortseyung geben, in welcher cs sich zwar nicht direkt nnd allein um Israeliten bandelt, wo aber nach dem offiziellen Bericht der Eharakler der Rumänen in seiner ganzen Natürlichkeit ersichtlich wird. Man lernt daraus, wie mit zweierlei Maß gemessen wird, wie man öffentlich die Wahrheit und Ncchllickkcil mit Füßen tritt und wie man dem Auslande, auf welches solche Komödien berechnet, Sand in die Augen streut: In der Kammcrsitzung vom 21. Februar sind Naturalisationen auf der Tagesordnung. Abgeordneter Jone scn verlangt für die Jndigenarsgefuche der Militärs und Militärärzte den Vorzug (.') Eampiueanu will ihn für Ingenieure.

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