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Der Israelit · 1887-03-24 · Heft 24 (24.3.1887) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 24 (24.3.1887)
Date
1887-03-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXVHL Zahrgang. Erste KeUilgr zu Nr. 24 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Bericht. Nachgelassene Schriften von Salomon P l e ßn e r. I. Bd. 4. Lieferung, Predigten über daZ 4. Buch Mosis. Herausgeged. von I)r. Elias Plcßner, Stabb. Franks, a. Bk. 1886 Ziauffmann. s. Wir haben gleich beim Erscheinen der ersten Lieferung von Pleßncrs nachgelassenen Schriften auf dicfclbeu aufmerksam gemacht und freuen uns, constatiren zu können, wie cs ja da- Erscheinen der vietten Lieferung beweist, dag da- Unternehmen einen guten Fortgang nimm:. Wenn auch die gedruckt vor uns liegenden Neben von Pleßncrs Bedcmung als Redner demjenigen, welcher ihn nicht selbst gehört, der ihn nicht selbst, den begeisteren und begeisternden mit seiner zündenden Beredsam» keil packenden Mann, von Aug' zu Aug' gesehen har, kein richtiges Bild vermitleln, so legen sie doch ein glänzendes Zeugniß für dessen tiefe und umfallende Gelehrsamkeit ab. Und in diesem Sinne möchten wir sie angesehen und benutzt wissen, als Materialien für Predigten. Ein wörtliches Benutzen dieser Predigten wurde den gewünschten Zweck vcr- TcMcn; was in Plcßner Mund zündend und packend mar, das würde bei einem andern als matte Nachahmung wirkungslos'verhallen, auch würden diese Predigten, wörrlich benutzt, der Abrundung entbehren. die der Lersaffcr durch errcmporirte Zusätze und Erläuterungen ihnen zu geben wustre. Denn trotz einer scheinbaren Ausführlichkeit, sind diese Reden doch mehr oder minder Skizzen, wie sie sich der Bcrf. hinwarf, wenn er sich auf eine Rede vor» bereitete, die dann im mündlichem Bortrage weiter cu-geführt wurden an der Hand der jetzt in den ssustnolizcn sich findenden, mehr oder weniger vollständigen, theilweise mit Erklärungen versehenen, rhcilweise nur angedeutetcn Eitatcn. Zn diesen Eiraren, den herrlich ausgcführtcn Midrasch-Erklärungen lag der Schwerpunkt der Reden. Der Bcrf. mir remem ganz seltenen Wissen auf talmudisch-mioraschischem Gebiete, das ihn förmlich mit sich wcgnß, dem sich bei jeder Anregung tausend Beziehungen von selbst ergaben, die ihn den Faden des rmmal amgenommenen Gedankens immer weiter Winnen ließen, ein wahrer -22.12.-: 772, hätte sich mrmals tu den engen Schranken halten können, wie der Text dieser Reden sie zieht. Für manche Notizen des Herausgebers, in welchen er anschließend an hier gegeberre Erklärungen, Einiges anführt, was er ferner darauf Bezügliches von seinem Locker gehört hat, sind wir ihm dankbar. Eine solche Notiz zu S. 526 über die Identität des -22* mit 'M können wir noch, wie wir es gelegentlich eines Spazierganges vom Berf. >rr gehört, auf den Midrasch Hinweisen, nach welchem die Steine sich um die Ehre stritten Jakobs .Kopfkissen zu sein, wo der Midrasch auch auf die Verwandtschaft von cr:2t« und :r:2 hinzuzrelen scheint. Tie fünfte Lieferung, welche die Reihe der Predigten zu den Perikopea abschließt, hoffen wir bald begrüßen zu können. Einer, der nickt Liturgiker sein will. Antwort au Herrn Prof, de Lagarde von Di-. Beruh. Ziemlich, Rabb. Leipzig 1887. Friese. 8. Nachdem in diesen Blättern die Schriften des Herrn vr. Berliner und des Herrn Professor Kaufmann gegen Lagarde, den deutsch-nationalen Professor mit dem französischen Namen, ausführlich besprochen worden sind, können wir uns bei dieser Schrift auf einen kurzen Hinweis beschränken. Ta dem Herrn Lagarde die Waffen in seinem Kampfe für den vornehmlich durch seine Begutachtung promovirten Herrn Dr. Tccken ausgchen, wehrt er sich schließlich mit dem merkwürdigen Argument, Herr Di*. Decken wolle ja gar nicht Limrgr'cr sein, obgleich er durch eine Abhandlung über ein liturgisches Werk sich seinen Doctorhut zu verdienen suchte und sich auch verdient hat. Diese Behauptung ist aber um so auffallender, als gerade Herr Decken auch an einige liturgische Probleme in seiner Arbeit sich heranmacht. Es wird hier die Kampfcsweise des Herrn Lagarde in das rechte Licht gerückt, die aber ein solches Aussehen erhält, daß sie auf eine achtungswerthe keinen Anspruch erheben darf. Zeitungsnachrichten und ^Korrespondenzen. Deutschland. Berlin, IS. März. Der weithin bekannte Malzcrrraknabrikant Z 0 h a n n Hoff ist Mittwoch Abend im Alter von 61 Zähren verstorben und soeben, Freitag Nachmittag, unter großer Bethei-

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