Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1887)
- Date
- 1887-03-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXVIlt Zahrgachj. M SS. Der Israelit. Ei» Zentral - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Hcrausgegebcn von Dr. Lehman« in Mainz. Donnerstag, de« 17. Marz 5647 (1887). Leitende Artikel. Kagadah schet ^cßach. Zweite Serie. m. Mainz, 14. März. rrvr. mr? crrs r.yrix „Gegenüber von vier Söhnen hat die Thora geredet." Wir finden in der heiligen Schrift viermal die Unterhaltung zwischen Lötern und Söhnen in Bezug auf das Pcßachfest angegeben: Las erste Äal 2. B. M. E. 12, B. 26 u. 27: Und es wird sein, wenn sprechen werden zu euch eure Söhne: Was ist euch dieser Dienst? So sollt ihr sprechen: Ein Ileberschrcitungsopfer ist es dem Ewigen, der da hinwcgschrin über die Häuser der -linder Israel in Mizrajim, da er schlug die Acgypter und unsre Häuser rettete. Die zweite Stelle befindet fich daselbst 6. 13. 2>. 8: Und du sollst verkünden deinem Sohne am fflbigcn Tage, sprechend: „Um dicsetwillen hat der Inuigc mir gcihan, als ich auszog aus Mizrajim." Die dritte Stelle lautet (daselbst L. 14): „Und rs wird sein, wenn dich fragen wird dein Sohn worgen, sprechend: Was ist dieses? Da sollst du 'rrcchcn zu ihm: Mit starker Hand hat uns der Ewige hcrausgcführt aus Mizrajim, aus dem Hause der Sclaven." Tie vierte Stelle befindet sich im 5. B. M. 6, V. 20 und ferner): „Wenn dich fragen wird dein Sohn morgen, sprechend: Wie sind die Zeug- und die Satzungen und die Rechte, welche lcwhlcn der Ewige, unser Gott, euch? Und du 'rüü sprechen zu deinem Sohne: Knechte sind wir ^'.wesen dem Pharao in Mizrajim, und cs hat uns rciLusgeführt der Ewige aus Mizrajim mit starker Und es gab der Ewige Zeichen und Wunder, große und schlimme, in Mizrajim an Pharao und an seinem ganzen Hause vor unsren Augen. Und uns hat Er hcrausgesuhrt von dott, damit Er uns bringe, uns zu geben das Land, welches Er zugcschworcn unsren Lötern. Und cs hat uns besohlen der Ewige zu thun alle diese Satzungen, zu fürchten den Ewige» unfern Gott, zu nnsrem Heile all die Tage, uns am Leben zu erhalten, wie an diesem Tage. Und Tugend wird uns sein, das) wir beobachten zu thun dieses ganze Gebot vor dem Ewigen, unsrem Gotte, wie Er unS befohlen hat." Aus der Art und Weise, wie drei der Söhne fragen und der vierte nicht fragt, schließen die Weisen auf die geistige und sittliche Beschaffenheit der hier in Rede stehenden Söhne, ohne sich dabei stricte an die in der Thora erwähnten Antworten zu halten. Nur der einfältige Sohn und der, welcher nicht zu fragen versteht, bekommen so gesagt, wie cs in der Thora steht, während der weise Sohn eine ganz spezielle, rabbinische Antwort erhält, und der böse Sohn die Antwort bekömmt, mit der man die Unterhaltung mit dem Sohne beginnt, welcher nicht zu fragen versteht. Wir werden die Gründe dafür im Verlaufe unsrer AuScinanderfekung darzulegcu uns bemühen. Wir haben iui zweiten Kapitel dieser Abhandlung nachgewiesen, daß die Grundlage aller Forschung die Uebcrzcuguug sein muß, daß der einzige, allmächtige Gon die Welt erschauen hat und lenkt und leitet. Diese Grundlage erkennt der weise Sohn an, indem er spricht: /mi ~s -wr*«, „die da geboren hat der Ewige, unser Gott." Lon dieser Grundlage aus forscht er nach den c*pn nny rr-rrrr, den Zeugnissen, Satzungen und Rechten. Sämmtliche 613 Gebote unsrer heiligen Religion werden in sechs großen Gruppen zusammengcfaßt, nämlich: d-etse: c’pn m», cn*ps .rrn? /tnvx