Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 20 (10.3.1887)
- Date
- 1887-03-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXYm Jahrgang. Jfö AH. Der Israelit. Et» Kentrat - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegebeu von Dr. Lehman» in Mainz. Donnerstag, den IO. März 5647 (1887). Leitende Artikel. KagadalZ schet ^eßach. Zweite Serie.*) I. Mainz, 7. März. Nachdem der Verfasser der Hagadah schcl -ocßach die Erzählung von den wunderbaren Errigninen der Befreiung aus Aegypten ciugelcitct nachdem er uns berichtet, daß selbst die weiieücn und größten Männer Israels die ganze Stacht hindurch von der wunderbaren Befreiung aus dem Hause der Sclaven sich unterhalten hatten, nachdcm er, anknüpfcnd an die Worte des Rabbi Elaiar den Asarjah, nachgcwicscn, daß selbst nach der erhofften mcssianischen Erlösung die Pflicht vom Auszuge aus Mizrajim zu erzählen, sortbestehen nird. beginnt er damit, die Art und Weise dieser Erzählung, gemäß den Angaben der heiligen Schrift, darzulcgen. „Gelobt sei der Allgegenwärtige, gelobt sei Er'. Gelobt sei, der gegeben bat, die Thora Seinem ^olkc Iisracl! Gelobt sei Er! Gegenüber von vier Löhnen hat die Thora geredet: der eine ist ein Weiser,^ der andere ist ein Bösewicht, der dritte ist rin Einfältiger, und der vierte ein solcher, der nicht N fragen weiß. „Ter weise Sobn fragt: Welches sind die Zeugnisse und die tzxaynngen und die Siechte, welche bewdlen hat der Ewige, unser Gott, euch? Und auch sage ihm nach den Vorschriften des Pcßach, daß ^au nach dem Genüsse des Pcßachopfcrs kein messen essen darf. „Ter döse Sohn fragt: Was soll euch dieser *) Sirht die ns:e Serie im voriges Jahrgänge Hz. 23—30. Dienst? Euch und nicht ihm? Und weil er sich selbst aus der Allgemeinheit ausgeschlossen hat, fo hat er die Hauptsache geleugnet. Und auch du mache ihm stumpf seine Zähne und sage ihm: Um dicsctwillen bat der Ewige mir gethan, als ich auszog aus Mizrajim; mir, und nicht ihm. Wäre er dott gewesen, er wäre nicht erlöst worden. . „Ter Einfältige fragt: Was ist dieses? So sprich zu ihm: Mit starker Hand hat uns herausgcführr der Ewige aus Mizrajim, aus dem Hause der Sclaven. „Und wer nicht zu fragen weiß, — fange du mit ihm an, wie cs heißt: Und du sollst verkünden deinem Sohne am selbigen Tage, sprechend: Um diescuvillcn hat der Ewige mir gethan, als ich auszog aus Mizrajim.* Dem aufmerksamen Leser werden sich in dieser Stelle der Hagadah eine große Menge von Schwierigkeiten ergebe», von denen einige leicht, andere aber sehr schwer zu beheben sind. 1) Warum beginnt diese Stelle mit den Wottcn ei?sn -jro, gelobt sei der Allgegenwärtige? 2) Warum wird hier Gott mit dem Name» Makom bezeichnet, der eigentlich „€ri" bedeutet? 3) Warum wird hinzugcsügr -rc, gelobt sei Er? 4) Warum wird gesagt: Gelobt sei, der die Thora gegeben hat Seinem Volke Iisracl? 5) Warum werden die Worte „gelobt sei Er* wiederholt? 6) Warum werden auf die Fragen der Söhne nicht immer diejenigen Antwoncn gegeben, die in der heiligen Schrift verzeichnet stehen? 7) Warum fragt der weise Sohn bei dieser Gelegenheit nach den Zeugniiicn, Sapungen und Rechten, die der Ewige, unser Gon, besohlen? .8) Warum wird für ihu die Antwort empfohlen,, daß man nach dem Genüsse deS Pcßachopfcrs keinen Nachlisch nehmen soll? S) Warum wird der Fragesteller zzb rsn rrayn r©