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Der Israelit · 1887-03-07 · Heft 19 (7.3.1887) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 19 (7.3.1887)
Date
1887-03-07
Page
– (sequence 11)
Language
German
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stündlich ganz unschuldig ist, hat hier große Heiter-!cil errege, da unsere huldreiche Königin wohl darein ru:d etwas Griechisch und auch einige moderne sprachen, aber auch nicht einen hebräischen Buchstaben kennt. Rumänien. l»r. Bukarest, 28. Februar. Wie in vicirji Länder« Europa's schon längst har sich nun ü::Ä in Rumänien das Bedürfnis; der Altcrthumsnnd Geschichtsforschung der israelitischen Gcfduditc im Besonderen fühlbar gemacht und man ba: angcfangcn den großen Werth der Lehrern in israerilisch-rumönischcu .Kreisen zu schätzen. Es hat sich daher im vergangenen Fahre ein „Historischer Verein Fulius Bare sch"' in Bukarest lonstimiri, so benannt zn:n ehrenden AÄdcukcn aneinen in Bukarest in den siebcnzigcr Fahren vcrstorbr.ncn Arzt, der sich um die rumänische Wissenschaft und nur die nrmänischcn Israeliten vielfach verdient gcnracht bar. Der Zweck des Vereins ist allerdings nicht die allgemeine israelitische Geschichte, er will blos dös Material zu einer imurer mehr zu vci-voüsrändigcndcu Geschichte der Fsraclitcu in den moldo-wa lach i scheu Land er» bcrbcischanen, die Bcröffrntlichung historischer Arl'rrrcn nach dieser Richtung hin subvcnlioniren, auch Zchülcr, die sich in der rumänischen Geschichte auszcichnen, prämiiren. Fn der am 12. und in. c. üarrgcfundencn ersten t^encralversammlung verlas der Lekrctär einen Bericht, welcher aus die rumänischen Israeliten ein neues Licht wirft, indem der Bericht dahin geht, daß ein Thcil der gedachten Bevölkerung noch vom römischen Kaiser Trajau als Kolonisten in Rnmänicn angcsicdclt worden sein sollen. Ter Bericht soll gedruckt werden, und viellcicht bin ich dann in der Lage Ihnen Näheres danibcr mitzuthcilcn. Ein anderes Mitglied des Vereins, Herr F. Phantir, der sich schon seit Fahren allein mit der Erforschung der israelitischen l"»csch!chlc in Rumänien beschäftigt und ein aus israelitische Grabsteine daselbst bezügliches Buch in Jargon-Jüdisch herausgcgcbcn har, berichtete über einen l>0ö Fahre alten <8radücin in Bottuschan. Es hielten noch zwei Mitglieder des Ausschusses Bonrägc über „Martyrium und Ergebenheit", welcher d:e Leiden der Israeliten behandelte, sowie über «älteste) „Hebräische Poesie." Der Verein besteht aus*5 Mitgliedern und hat auch schon erneu kleien Fond, den er durch Propaganda auch seitens ...r. Frauen baldigst zu vergrößern gedenkt. Einige Tamcnvcrcine haben ihm in Folge des Appells am erfreu Abend der Generalversammlung 348 Beiträge zugesagt. Wir wollen wünschen und hoffen, daß der historische - Verein von größerer Tauer und Wirksamkeit sein soll, als sämmtliche rumänische Vereine. An solchen hat daS Land einen krankhaften Ucberstuß, aber sic bestehen meist nur kurz und führen auch währenddem nur ein Schein» leben.' Ein Verein für jüdische Geschichte aber ist trotz seiner Fdcalität oder gerade darum und bei der durch und durch antisenritischen Gesinnung Rumäniens daselbst ein wirkliches, großes Bedürfnis. Tenn während in Rumänien andere Vcrcittiguugen meist nur augenblicklich erschaffenen materiellen Be» dürfulssen dienen und im raschen Wechsel anderen Platz machen müsse», hat der historische Verein die Ausgabe durch seine Arbeiten, welche die Vergangenheit betreffen, die Zukunft vor zu bereiten. Tie Forschungen in der speziell israeliuschen Geschichte sind geeignet die Ursache, die Fortdauer und dieN othw cnd igkeitder israelitischen Zusammengehörigkeit zu erklären, unsere Reihen durch die Erinnerungen an unsere glorreiche Vergangenheit und an die Leiden unserer Vorvordern enger znsammenzuzieherr und mit dein Bande der Solidarität zu verbinden. Fn Rumänien wird der Verein noch bewirken, daß das Tunket, welches über die Einwanderung der Israeliten und deren Rolle in den früheren Jahrhunderten herrscht, sich lichtet und das; die verlänmderischen Aeußerungcn ihrer Widersacher aktcnmäßig an der Hand unleugbarer geschichtlicher Thatsachcn zurnckgewiescn werden. Ter Ihnen schon bekannte Bntculcscu veröffentlicht in einer der neuesten Nummern seines Blättchens „Eooperatoinl Roman" folgende haarsträubende Näubcrgcschichte: „Die Inden, welche vergangenen Herbst die Herren de Biez und Gherghcl im Walde Flamarida ermorden wollten (wenn dies nicht eine Lüge wäre) haben ein treues Verbrechen begangen. Man weiß, daß der Herr Senator Gherghcl im August 1886 Präsident des Bukarester Anlisemitenkongreffes war. Tic „Inden", um sich rächet«, sind nun vergangene Woche in den Keller des Herrn Gh. crrrgcbrochcn und haben in zwanzig Wciufäffcr Perrolenrn geschüttet. Tic Juden wurden ergriffen und haben cingcstandcn, daß sie von dem geheimen (!) Eomite der Alliance Fsraelite" zu der That veranlaßt wurden (wenn das wahr wäre). Tie Staalsarnvallschast verfolgt die Sache und wir (Betcnlcscn) zweifeln nicht, daß cs ihr gelingen wird, die unehrlichen Anstiftungen der Alliance Israclite Universelle aufzndccken." (!) Es braucht nicht erst diesem hinzugefügt zu werden, daß alle die mit solcher Sicherheit haarklein erzählten Einzclnhcitcn erdichtet sind, wenigstens in ihrer Be»

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