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Der Israelit · 1887-02-28 · Heft 17 (28.2.1887) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 17 (28.2.1887)
Date
1887-02-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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bcnsgenossen di« Bewegung verursacht, wen» nicht I herausgeforderl habeuE (!) Natürlich blieb - es beini Säften und die Verfolgungen hatten ihren Fortgang bis die gesetzgebenden Körperschaften die Unfähigkeit des Braliainl anders als durch die fabelhafte „Iudenfrage" zu regieren, einsahen und mit eincni durch die Beunruhigung der GeMüthcr, durch die fortwährenden Interventionen ' und Proteste der Mächte, durch Rückgang von Handel und Wandel, durch Niederlage bei den Wahlen rc. — alles Folgen der „Judeufrage" — hervorgcnisene» Mißtrauensvotum daS Ministeriumstürzten. Unter den konservativen Regierungen sind die rumänischen Israeliten stets unbehelligt gewesen. Dies in Kurze die Geschichte der Intervention, Montcfiorc's in Rumänien 1867. Ich glaube, es ist gut, gelegentlich eine solche Erinnerung anfzusrischen, einerseits zstr Ehre des Andenkens unseres grostcn Glaubensgenossen, andererseits um zu zeigen, daß das Land, welches sich stets mit Toleranz und Loyalität brüstet — freilich, ich meine seine „liberalen" Realerungen und deren Helfershelfer . - immer fanatisch, gewesen. Feuilleton. Michael. i^Iühlllttg von G. Kohn, Verfasser voll Gabriel. (Fortsetzung.) Sara blickte überrascht, gespamit auf. Die Thronen, die in Ehanne's Augen glänzten, das Beben ihrer schmalest Hände verkündete Unheil. „Verheimliche mir nichts! Was könnte hierdurch auch erreicht werden?" „Michael wurde bald nach seiner Ankunft verhaftet aber . . . „Verhaftet 2 ../.. Weil er den frechen Mädchem räubcr zu Boden schlugt . da wird man ihn ja sreigcben müffen, wir leben ja unter dem Schutze des Gesetzes. Wurde er schon verhört e . . . . und Du sprachst-noch esst Wort ... . . aber — was aber? Was wolltest Du mit Deinem „aber" ,sagen? .. ... o! Du gute, liebe Channe, Du kennst.mich ja von meiner Geburt an) Du weißt es ja/ich bin ein gottgläubiges, gottergebenes Mädchen; — ich bin die echte, rechte Tochter meines :: Heben, tobten Vaters — verheimliche mir nichts f .man hat ihn verurtheilt?! . . . . nicht wahr? aber man kann ja an die Oberbehörde appelliren . . . . wenn es sein muß, laus'ich zu Fuß nach Wien zum Kaiser Franz — er ist ein gerechter Monarch, er wird mich anhören und Michael schützen. Ich will gleich aus dem Bette, mich ankleiden, mich, wenn es sein muß, sofort auf die Reis«' »ach Wien begeben, ich fühle mich noch schwach, »och kraftlos, das ist wahr, aber für Michael ist mir nichts zu schwer, ihm opferte ich gerne mein Leben! Also sprich doch, liebe Ehanne, schweige nicht so grausam. Michael ist verurtheilt?" „Nein!" stammelte die alte Magd. „Nicht? - dann befindet er sich noch in Untersuchungshaft?" „Auch nicht!" „Auch nicht?" — also was denn, was denn?" „Der starke Mann hat die eiserne Stäbe seines Zellcnfensters ausgebrochcn und ist durch dieses ins Freie gelangt." „Entflohen?" rief Sarg, „ah! Du herrlicher, starker Michael! . . . . wohin? ja das weißt Du nicht, mein gutes, liebes, altes, braves.Mädchen! .... Wie lange her ist's, daß sich Michael durch die große Kraft, die ihm Gott gnädig verliehen, efreit hat?" „Bier Woche», er war nicht einen vollen Tag . im Kerker." Sara war nachdenklich geworden, „Und er hat während der langen Zeit nichts -von sich hören lassen? Nicht fragen lasten, wie es mir geht? Da8 wundert mich, wundert mich recht sehr! . . Er muß nstch ja wissen lasten, wo er ist .... ich muß ja zu ihm; das kann ja gar nicht anders sein! . ... er hat keinen Menschen aus der. Welt als mich, ich keinen als ihn, wir haben unS ja stets wie treue, zärtliche Geschwister geliebt ..... ich kann ja ohne ihn gar nicht leben — gewiß auch er nicht ohne mich! .... Er wird mich gewiß, sobald er einen sichern Ruhepunkt gefunden, zu sich rufen. ... und dann mußt Du, mein gutes, altes Mädchen, mit mir zu ihm . . . . ich werde Dich ja nicht allein unter fremden Leuten zurücklaffcn, tvas solltest Du denn auch allein beginnen?" „Wie betamt') und choschrw*) Du bist!" rief Ehanne, und ein neuer Thränenstroin entstürzte ihren Augen. „Oder," fuhr Sara, die Unterbrechung nicht bemerkend fort, „sollte er auf der beschwerlichen Flucht in der rauhen Jahreszeit erkrankt sei», allein ohne Pflege hilflos nstd öerlasten bei fre«ü>en, HeilnamSlosen Leuten?! O! Du allerbarmender Gott, daS, das wirst Du mir wohl nach all dem.Ltid, das ich schwaches Weib schon gottergeben ertragest,., nicht noch zuschicken!" I) Mb. 2) tbtl.

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