Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 16 (24.2.1887)
- Date
- 1887-02-24
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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78 20, Frau Wilhelin Goldschmidt, Frankfurt a. M.; lentin, Nienburg 58.80, J. Steinhard, Snlzbarh 100, D. Meyers Söhne, Suhl 28, H. B. Goldi 100, M. Jacobsohn. Lüneburg 160, E. Leon. Schmidt. Stuttgart 30. Rabb. Kuttner. Schwedt j Hildesheim 100, Gebr. Goldschmidt, Gotha 113.70, 25, Frau Dr. Loewe, ßroadstairs 20.40, J. Vaj Dr. Salvendi, Dürkheim 100 M. Die Kolonisation Palästinas. "■ * -—-- Die Ansiedelung von Handwerkern in den Provinzialstädten. In unserem jüngsten Artikel über die Gewerke in Palästina wiesen wir darauf hin, dass man in den palästinensischen Städten, in denen sich noch keine Handwerker vorfinden, solche ansiedeln solle, um so das Handwerk als solches zu fördern und ihm einen festen Bestand iin Lande zu sichern. After auch aus einem anderen Gesichtspunkte betrachtet, scheint ein solches Verfahren notlnvendig zu sein, und zwar tun einer angemessenen Kolonisiriuig Palästina'« willen. Ein Land kann nicht ein bevölkertes genannt werden, wenn sich in demselben eine grosse Stadt befindet mit sehr vielen Einwohnern. während viele Meilen rings um dieselbe verödet und verwüstet bleiben, und von Menschen kaum betreten werden; das Land hingegen ist als ein bevölkertes zu bezeichnen, in dem viele bewohnte und bevölkerte Plätze sind, in dem Städte und Dörfer nahe aneinander grenzen. So sorgen wir nicht dadurch für eine richtige Kolonisirung Palästinas, wenn wir in einigen Städten, in Jerusalem, Safeth. Tiber i a grosse Gemeinden sich ansammeln und von Jahr zu Jahr sich vergrösern lassen, so lange alle übrigen Städte und Dörfer des heiligen Laudes überhaupt keine jüdischen Bewohner haben. Es war demzufolge eine höchst anerkennenswerthe That des bedeutenden Rabbiners -‘*211 '"1 des Rabbiners der **"2f7 'TSHt dass er über Zustimmung der Regierung allen in Jerusalem und Safeth geboten, ihren Wohnsitz nach H ebron zu verlegen. Sie Hessen sich auf seine Anordnung dort nieder, und es geht ihnen viel besser als den jerusalemitischen Juden, l’m wie viel besser wären die Verhältnisse der palästinensischen Juden gegenwärtig, wenn auch die übrigen Vertreter der palästinensischen Angelegenheiten ausserhalb Palästinas in jener Zeit gleiebinässig verfahren wären und angeordnet hätten, dass die Auswanderer eines jeden Bezirkes sich eine andere Stadt des heiligen Landes zn ihreer Xiderlassung zu wählen hätten! Es hätten sich nicht solche Massen in Jerusalem angesammelt, die Regierung würde die Juden nicht mit so scheelen Augen ansehen. wie dies bei einer so grossen Ansammlung von Juden in einer Stadt so leicht zu erklären ist. und diese hätten, in verschiedenen Städten vertheilt. viel leichter ihre Existenzmittel sich beschaffen können. Doch die Klage über Vergangenes nützt nichts, es gilt die Sorge für die Zukunft. Wenn die Vertreter der palästinensischen Angelegenheiten in früheren Jahren die»- Folgen nicht beachtet, so könnte durch digegenwärtigen noch immer geholfen werden. Wohl ist es ihnen nicht ohne Weiteres möglich, etwa den Mitgliedern eines ganzen ^72 zu befehlen, dass sie ihre gegenwärtigen Woimplätze verlassen und nach einer anderen Stadt uVrsiedeln, da die Verhältnisse in Folge der veränderten „Chalnkah-Ergebnisse“ überhaupt andere geworden sind. Früher reichte das, wa» Jemand aus der „Uhalukah“ erhielt, für seinen Unterhalt aus, es war ihm also kein Unterschied, ob er in Jerusalem oder an einem anderen Urte seinen Wohnort anfschlug; im Gegentheil, es war Manchem lieber gewesen, in einer anderen Stadt zn wohnen, da in einer solchen die Lebensmittel zumeist billiger waren. Gegenwärtig reicht die „Chalukah* kaum aus, dass der Einzelne seine Wohnung mit derselben bezahlen kann. Viele haben sich desshalb dem Geschäft uud dem Handwerk zugewaudt, und wer bereits irgend einen Erwerbszweig in Jerusalem sich geschaffen, der verlässt nicht leicht diese .Stadt. Trotzdem können wir bebauten. dass die "z-?ar Manches in der ahgedeuteten Hinsicht zu thun vermögen. & giebt noch sehr Viele in Jerusalem, die keine andere Beschäftigung als £*££• haben, d. Ti. mit -»*7i und sich beschäftigen und sich von dem ernähren lassen, hur diese ist noch heute kein Unterschied, ob sie in Jerusalem oder an einem anderen tüte wohnen; für diese müsste der —»7— genöthig* sein, in Provinzialstädten Wohnungen z* mietben, damit dieselben dorthin gingen tm-1 dort wohnen. Die Wohnangsmiethe ist, vie Preis der Nahrangsmittel in jenen Städten. xv niedriger als in Jerusalem, und die Differenz würde ihnen zur Beschaffung ihrer Lebens!**“