Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 12 (10.2.1887)
- Date
- 1887-02-10
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXVIII. Jahrgang. Beilage zu Nr. 12 des Israelit. Leitender Artikel. Literarische Anzeige. Ha np t q cb et- 31 üde mit einer bem Worte gegenüberstehenden denlschcn Uebcrsctzung nebst den nöthigstcn Zlurnerkungeu und Erklärungen und einem Anhänge: Regeln der hebräischen Grammatik von Israel Wiese», Lehrer in CÜerobc. 1. und 2. Theil. Tritte verbesserte Auflage. Verlag von I. auffmanu in Frankfurt am Main. Tie Wiescn'schen Gebctübersetzuugsbücher haben sich rasch in die jüdischen Schulen eingesührt. dies in schon daraus ersichtlich, daß nach nur kurzer Zeit die dritte Auflage derselben erschienen ist. In der That enrsvreche» sie einem großen Bedürfnis; der jetzigen 3ieligiousschu!e. Bei den wenigen Stunden, die gegenwärtig dem hebräischen Unterrichte im Tchnlvlane eingereiht werden können, in es erforderlich, daß die Lehrbücher fo eingerichtet werden, daß sie in möglichst kurzer Zeit viel zu lehren und zu lernen gestatten. Verfasser war bestrebt, bei Abfassung feiner Bücher den Anforderungen der Jctzl- »eil nach jeder Richtung Rechnung zu tragen. Ter zweite Theil hat eine wesentliche Vergrößerung erhaltet:. Tie Geberc für Sabbat-, Fest-, Haldscierwrd Fasttage folgen noch einander. Tamil der Schüler frühzeitig lerne und wisse, welcher Thoraadschnirt irrrzi) am Sabbat verlesen wird, sind alle Wochcnabschnirre der Reihe nach nebst einer kurze» Inhaltsangabe angeführt, rturz gefaßte Anmerkungen geben Aufschluß über die Festtage und die Wichtigkeit der Gebete, insbesondere sind hcrvorzrchcben die Erklärungen über die Heilighaltung des Sabbat, das Verbot der 39 Srammthätigleiten 5*75»« res c"?;, die Heilighaltnng der rr.'r\, die Achtung vor dem Landessürsten, die RcnmoridSbercchnung, die 24 Bücher der h. Schrift, die Gebetvrdnnng für die gewöhnlichen Tage desganzen Jahres, die Behandlung der Luburgic für den Gouesbienit im ganzen Jahre mit Rücksicht a:rf die l-t IahreSformcn u. a. m.; die beigegebcnc Tabelle, .die 14 Iahrcsformen zeig: das bür- Mkrche Darum, welches in den Jahren 1684—1960 aut dcn l. eines jeden jüdischen Monats trifft. Beide Theilc, insbesondere der 2. Thcit sind in ihrer neuen Auflage sehr reichhaltig und bieten dem Lehrer wie Schüler große Erleichterungen. Wir können dieselben ouss beste empfehlen. Zeitungsnachrichten und Correfporrdeuze«. Lcstcrr.-Ungar. Monarchie. ~ (öroffwardein. Bei der jüngsten Ersatzwahl eines Sladtrcpräscntanten wurde der Obcrrabbincr der hiesigen orthodoxen ISracliteugeuieinde Herr M. Fuchs mit großer Majorität zu diesem Ehrcuauite erwählt. Tic LrtSgemeinde Ncmcsch-Dcmölk (Eiscnburgcr Eomitat) wählte den jüdischen.Gutspächter Hrn. Moritz Grünfeld einstimmig zum Lnsrichlcr. Spanien. Madrid. Der PremierminifterSennorSagasta bat sich neuerdings dahin geäußert, daß der Ansiedelung von Israeliten in Spanien weder religiöse noch politische Hindernisse im Wege stehen. Nichtsdestoweniger müssen wir wiederholt es aussprcchcn, daß bei den Anschauungen des spanischen Volkes es als ein großes Waguiß erscheint, wenn Juden überhaupt und gar in großer Anzahl sich in diesem Lande ansässig machen wollten. Griechenland. Korfu. 24. Januar. Unser verehrter Oberrabbiuer Josef Levi 'Ms ist soeben mit einer neuen literarischen Arbeit vor die Oesrentlichkcit getreten. Dieselbe betitelt sich cvr* m;« (Blumenlese, Anthologie) und ist für die hebräischen Schulen Griechenlands, Italiens und der Levante bestimmt. Ihr Inhalt besteht aus kleinen Erzählungen, Fabeln, Gedichten rc., alles in hebräischer Sprache. Das Rcii'.erträgniß dieser literarischen Arbeit ist für die hiesige Talinud-Thoraschule bestimmt. Bor Kurzem wurde im A rchivc der hiesigen Eultusgemcindc ciu Pergament-Kodex aufgefundcn, der, wenn er auch schon nicht seines Inhaltes, sc doch seines hohen Alters wegen, die Aufmerksamkeit der archäologischen Welt verdient. Dieser Kodex de» steht wie eine Thora aus Rollen m:ö enthält er die Haftoraih vom ganzen Jahre für die Sabbate und Feierrage. Tie Schrift, die noch vortrefflich erhalten ist, zeichnet sich durch eine besondere Eleganz aus und sind die Buchstaben nicht nur mit