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Der Israelit · 1887-01-27 · Heft 8 (27.1.1887) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 8 (27.1.1887)
Date
1887-01-27
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Frauen, davon 27 Aschktnasim und 4 Sefardim. Diese lagen insgesammt 240Tage in dem Krankenbause, das sie während dieser Zeit mit Speise und Trank, mit lledicin und Allem, was zur Krankenpflege nStbig war, versorgte. 386 Kranken, die aiicb consullirten, habe ich unentgeltlich meinen ärztlichen Rath ertheilt; hiervon waren 107 Männer, 129 Frauen und 150 Kinder (197 Aschkenasim, 173 Sefardim und 16 Ismaelim), 71 von ihnen litten am Fieber, 67 am Magen, 33 an der Lunge, 15 au Blutarmuth, 39 an den Augen, 13 an Diphtheritis und 11 an Würmern, die Uebrigen an verschiedenen Krankheiten, Herzfehlern, Knochenfrass u. s. w. — M. G. H. gelang es uns, den Meisten dieser Kranken Genesung zu schaffen. So steht unsere Vereinigung da in schönster Blüthe, — und Alle umschlingt das goldene Band der Einheit. Welch’ herrlichen Eindruck macht es, wenn die Mitglieder insgesammt sich in unserem Betsaale versammeln und ausser den regelmässigen monatlichen Beiträgen ihre freiwilligen Gaben spenden. So möge der Allmächtige Euer Werk segnen und Euch helfen, dass ihr Zeit Eures Lebens Eure Kräfte zum Besten unserer Brüder und unseres geliebten Landes weihen könnet, wie ich die fest» Hoffnung habe, dass ein Jeder unserer lieben Brüder sich bestreben wird, dem Vereine möglichst nützlich zu sein. Alle Anwesenden sprachen dem Herrn Dr. Stein ihren innigsten Dank für die viele Mühe aus, der er sich im Krankenhause unterzogen and dankten wiederholt dem Secretär, Herrn Rokeach, für die grosse Arbeit, die er zur Ordnung aller Vereinsangelegenheiten übernommen batte. Der Vorsitzende, Herr Dr. Stein, ve.ranlassle darauf die Versammlung, Herrn Israel Bür Frankin ihren Dank für die Hilfe abzustatten, die er dem Vereine gewährt und dafür, dass er ihnen die Mittel schaffte, den rumänischen Flüchtigen in Cypern beizustehen. Die Versammlung gab diesem Dank an Herrn Frumkin, sowie die übrigen Mitglieder des Vereins fntp», durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Der Secretär legte hierauf der Versammlung die Liste der Fremden vor, die in der Abtheilung “CYP'R r.C2m» Unterkunft gefunden hatten. Es waren dieses 81 Reisende aus Jerusalem, 29 ans Safeth, 114 aus Russland, 24 aus Oesterreich, 13 ausRumänien, 33 aus Cypern, 4 ans Paris nnd 2 aus Alexandrien, im Ganzen 300. Alsdann wurde vom Secretär ein uetaillirter Rechenschaftsbericht über die Einnahmen und Ausgaben verlesen. Demselben entnehmen wir, dass die Einnahmen betrugen: An Eintrittsgeld 2661.10, Monatsbeiträgen 1300.10, freiwilligen Spenden 1913.26, Legat des R. Aron Samuel •■^•11, vom Baron Istenaw 368.15, Bezahlung von Kranken 356.20,. in Summa 6953.12. — Die Ausgaben betrugen: Für Miethe bis zum 1. Tischri 984, Herstellung der Localitäten 80.37, Mobilien 1191.6, Porto 125, Schreibmaterialien and Druck 683, Kanzleigeschäfte 26, Esswaaren 1617.17, Beleuchtung 101.30, Miethe für das gegenwärtige Jahr 3488.10, Instandsetzung der neuen Wohnung 146.27, Medicin 525, Nachtherberge für Kranke 21.10, Besoldung der Oeconomen 800, Unterstützung an 4 Private 259.40, im Ganzen 10051.2 Grüsch; die Vereinskasse sdiuldet demnach gegenwärtig 3097.30 Grnsch. Zum Schlosse hielt der Secretär folgende Ansprache an die Versammlung: Sie haben sich selbst davon überzeugt, wie sämmtliche Vorstandsmitglieder keine Mühe nnd Unannehmlichkeil, sobald solche im Vereinsinteresse sind, scheuen. Aus dem Berichte über die freiwilligen Gaben, welche wir von den Reisenden gesammelt, ist ersichtlich, dass jeder Einzelne von den Vorstandsmitgliedern das Seinige thut, um dieselben zur Unterstützung des Vereins zu bewegen, sowie dass ein Jeder derselben seiner Pflicht in allen Theilen bezüglich des Vereins Genüge geleistet. So haben die Herren Meier Hamburger und Meier Alhemichter, Apotheker, ihre Aufsicht über' die Abtheilung der Krankenpflege, Herr Alter Moschle und Herr Jecheskel Grün über die “c*m*N DK30« und steht den Letzteren noch der Agent Herr B. 8.- Rokeach zur Seite. Ans all' dem bisher Geleisteten ist die Hingebung ersichtlich, mit der die Vorstandsmitglieder ihrer Aufgabe sich widmen, und so hoffen sie auch zuversichtlich, dass ein Jeder von Ihnen sich bemühen wird, den ihm nach Verliältniss zukommenden Antheil zn bezahlen, so dass wir in den Stand gesetzt werden, das Deiicit zn decken. Wenn wir auch hoffen, dass unsere mildthätigen Brüder in Europa der “tkiep nm,tV» 17*120 beistehen werden, sobald ihnen di» Thätigkeit und die Leistungen des Vereins bekannt werden, so ist für jetzt jedoch unsere Pflicht, uns selbst zu helfen, damit wir auf dem betretenen Wege fortwandeln können. Möge der Allgütige End» nnd alle Miidthätigen unter unseren Glaubensgenossen begeistern für das Werk, das zum Besten unserer Brüder in dieser Stadt, die der' Knotenpunkt für die Kolonien ist; möge der Allvater auch unserer Thätigkeit stets Seinen Schutz gewähren und unser Händewerksegnen ziimRnhme Seines Volkes und Seines Landes! V*2TR* Dr. Stein, E. Rokeach, M. Hamburger, Renken Blattner, J. Litwinski, 8. A. .. Vaschli, B. 8. Rokeach, M. Alhemister, Apotheker, J. Grün.

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