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Der Israelit · 1887-01-27 · Heft 8 (27.1.1887) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 8 (27.1.1887)
Date
1887-01-27
Page
– (sequence 26)
Language
German
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Zweiter Bericht des Vereins mT]?, in Jaffa. (Schloss.) Bekannt ist die Gefahr, in der die fünfunddreissig rumänischen Familien schwebten, die durch die falschen Angaben eines Nichtswürdigen verlockt wurden, nach Cypern zu gehen, wo er ihnen Fehler und Weinberge anweisen wollte, und die er, als sie dort angekommen waren, ohne alle Hilfsmittel, ohne Kenntniss der Sprache verliess, so dass sie den sicheren Tod vor Augen sahen. . Der Verein veranlagte die "CTHw mr» rH«n denen zu Hilfe zu eilen, die in der That Hilfe von auswärts zu erwirken suchte. Unterdessen kamen vierzig Personen von Cypern hierher; trotz vieler Hindernisse vermittelte der Verein die Landung derselben und ihre Verpflegung mit dem Nöthigsten, ihre Kranken fanden in unserem Krankenhause Aufnahme, und nach und nach wurden sie durch den Verein rPJSN "ach verschiedenen Orten gebracht, von wo sie Auf Kosten desselben, dem es gelungen, weitere Vermittelung sich zu verschaffen, in ihre lleimath zurnkbefordert wurden. Viele Arbeit hatte der Verein *Vx*w*' iT*** mit den Reisenden, die von Jerusalem kamen, in der Absicht, nach den Hafenstädten weiter zu reisen, indem wir ihnen richtige und billige Schifffahrt vermittelt, und ebenso grosse Mühe mit allen den Reisenden, die nach Palästina kamen, die hier verweilen wollten, denen wir die Wege wiesen, die sie einzuschlagen hatten, und die wir vor allen I>enen behüten mussten, die sie auf falsche Wege zu leiten suchten; ebenso haben wir auch die Armen unterstützt, die ohne Geld hierher gekommen und denen wir die Reisekosten gegeben. So ist, theuere Brüder, Euer Geld nicht ohne Nutzen verwendet worden, und vor Allem gebührt Euch tausendfältiger Dank dafür, dass Ihr es gezeigt, dass die Juden in Palästina auch von selbst und ans eigener Kraft es wissen und bereit sind, das Gute um des Guten willen zn thnn. — Der Bericht über die Einnahmen ergieht, dass wir die Hilfe, die wir unseren Brüdern gebracht, nicht erst von auswärts geholt, dass Ihr selbst das Eurige zum Besten unserer Brüder gespendet, Ihr die Woblthaten erwiesen Dunen, die •) In Xr„ 186, Seite 53, Colommc 1, Zeile SO t. ob. fehlt nach bo dM Wort D^ST». ihrer bedurft, und das ist unsere grosse Freude, dass Ihr selbst die Quelle seid, aus der die zahlreichen Woblthaten unseren Brüdern geflossen. Wir hoffen zuversichtlich, dass Ihr auch In Zukunft thätig den Verein fördern werdet und dass jedes Mitglied desselben die hohen Vereins- Zwecke würdigen und schätzen wird, wie wir auch darauf vertrauen, dass unsere Brüder im Auslande nns zur Seite stehen werden, dass wir die Thätigkeit des Vereins noch erweitern können. dass wir auch unser Augenmerk auf Wiederauftichtnng der Trümmer Palästinas zu richten vermögen. — Möge das kommende Jahr nns Allen und | dem Vereine Glück und Segen bringen! | Sämmtliche Anwesenden sprachen darauf i dem Secretär, Herrn Rokeach, ihren Dank aus. j Hierauf sprach Herr Dr. Stein, der Vorsitzende der Versammlung, Folgendes: Weit he Herren! Ich freue mich sehr, heute in Ihrer Mitte, zu weilen und Ihnen über die Leistungen, die unser Verein in der kurzen Zeit seiner Gründung bereits aufzuweisen hat, berichten zu können. Jeder von uns weiss es, dass noch vor wenigen Monaten eine eigentliche Gemeinde überhaupt hier noch nicht existirte; ein Jeder ging seinen eigenen Weg, sorgte nur für sich, während Angelegenheiten, die die Gesammtheit betrafen, gänzlich unbeachtet blieben. Wenn irgend ein Reisender hier durch kam, { hatte er Keinen, an den er sich wenden konnte,! die Kranken waren verlassen, schwebten in Todesgefahr, und Niemand war da, der ihnen I Verpflegung reichte, bis sich plötzlich ein höherer j Geist regte. Einer dem Anderen die Hand reichte, | um die Last gemeinsam zu tragen. Die Einzel- | nen verbanden sich zu einer grossen Gemeinde, i zu einem Baume, der gepflanzt an grossem Gej Wässer, fruchttragend und ästereich, Lagerstät- I ten gewährte denen unserer Brüder, die in ihrer j Noth Hilfe bei ihm suchten. läinunddrei»- t s i g Kranke fanden Unterkunft in dem Kranken- | hause, das durch den V «rein m?3?* gegrünj det wurde; hiervon verliessen achtundzwanzig! dasselbe vollständig geheilt; Einer wurde vom i Schiffe ans sechs Stunden vor seinem Tode In l das Krankenhaus gebracht, und zwei Kranke : befinden sich gegenwärtig noch in demselben, i UnUr den Kranken waren 21 Männer und ID

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