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Der Israelit · 1887-01-24 · Heft 7 (24.1.1887) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 7 (24.1.1887)
Date
1887-01-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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111 wesentlich brigetragen. (fine der am härtesten betroffene!: Familien istdie des Webers Henry Gilben, dessen Frau und I2jährigcr Sohn bei der .Ueuastrophe ihren Tod fanden. Ter „Icwish Ehroliicle" hat ein: Sammlung zu Besten der durch das Unglück Betroffene'! eröffnet. London. Der verstorbene Edward Lome hat den verschiedenen israel. Wohllhätigfettsanstalren 15000 M. tzinterlaffen. A mcrik a. Philadelphia. Dr. Morris Iastrow jun. Hai feine Stelle als Hrlfsprcdigcr der „Rodcf SLo-!em"-Gcmcindc nicdcrgclcgt, weil er selbst gefühlt, daß seine extremen Ansichten über die jüdische Religion mit denen der Gcmcindcmitglicdcr im grellsten Widerspruche stehen. Telegramm. Wür.zdnrg, 24. Jan. Herr Distriktsrabb. Nathan Banrbcrger hat in Berbindung mit den Herren Distrilrsrabbinern B a m b erg er - jrifsingcn, Aambergcr- Aschaffcnbnrg, Wietzniann - Schwa - dach, Adler->iiv!ngctt, Eohn-Ichcnhanscn und 2'rtycr-Rcgcnsburg an das Köuigl. Ministerium das Ersuchen gestellt, die israel. Schüler der Gymnasien und Mittelschulen am Sabbat und an den israel. Feiertagen vom Schulbesuch zu dispensiren. Mit Gegenwärtigem beeile ich mich. Ihnen die freudige Mitlhcilnng zu machen, daß dasZönigl. Ministerium das Gesuch der Herren Rabbiner genehmigt hat. — W ich a t f. 0rzLh!ui:g vor: S. Kohn, L'enasser von Kabrirl. (Fortsetzung.) „Tausend Donner und Blitz," knirschte Lorenz, ^Tu behandelst und inquirirst mich ja, wie den ärgsten Böfcwichtl" . „Tu hast verflucht viel Achnlichkeii mit einem laichen," erwiderte der Bürgermeister. „Aber das Eine will ich Dir nun im vollem Ernste uud mit stärksten! Nachdrucke lagen, wenn ich mich cntschliestrn soll, nicht aus Rücksicht für Tick, bloß um mir die Schande, Deiner Mnncr die Kränkung zu ersparen. Dir zu helfen, so mutzt Tn mir in Deinem eigenen Intcrcffc die volle Wahrheit mittheilcn. Hast Du etwa die Auslage einer oder mehrerer glaubwürdigen Personen zu fürchten, die Dir heute Nacht ans der Srratze von Posewiy nach W. begegneten^ „Ja," erwiderte Lorenz zögernd, während Purpurglutb und Leichenblasse in seinen Ingen wechselten. „Rachdem sich .Stlein und seine Pflegcschwcstcr entfernt hauen, kamen unerwarteter Weise Graf Anheim und Prinz Naltern de» Weges heraugesprcngt." . „Wie so kamen die Beiden her, cs hieß ja allgemein hier in der Stadt, keiner der Gäste des Prinzen Lichlcnstcin würde vor lichtem Morgen sek» schloß verlaffen. Warum brachen gerade die Beiden, zu deren Ehren das Fest gegeben wurde, so zeitlich auf?" „Durch den unglücklichsten Zufall, den man sich nur denken kann. Sic sind plötzlich zu ihrem Regimentc berufen worden, der Krieg bricht los." „Also die Beiden haben den Todten aus der Straße liegen gescheut .... So last Dir doch nicht jedes Wort abbctteln. alberner Dummkopf! sprich, bedenke cs, die Zeit drängt und wenn ich Dich noch diesmal reuen soll, so mutzte dies bald geschehen .... Also: die Beiden haben Dich gefragt, was auf der Straße vorgckallen und Du hast Dich durch Deine verlegenen Antworten verdächtig gemacht, nicht wahr?" „Rein, so war es nicht. — Ick befaß noch so viel kaltes Blut, ihnen, sobald ich sie erkannte, enlgcgenzurcitcn. Zum Glück war cs dunkel und sie konnten in der Entfernung nicht erkennen, daß ein .Körper auf dem Boden lag. Als sie mir mitthciltcn, sie wären zu ihrem Regimentc nach Odcrbcrg berufen worden, führte ich sie, unter dem Borwande ihnen einen nahem Weg zu zeigen, noch hundert Schritte suriief, und liest sic dorr quer übcr's Feld reiten. Sie machen dadurch einen Umweg von wenigstens drei Stunde»." „Was liegt daraus" rief Golzinger. „Die Offiziere rverdcu nicht erfahren, daß Tu sie irre gcfülui hast, und sollten sic doch darauf verfallen, werden sic wohl annehme». Du hättest im guten Glauben gehandelt." „So hatte ich vorausgesetzt; — aber beim Abschicdnchmcn ist mir etwas Unangenehmes arrivirt . . . . als ich ihnen die Hand zum Abschied

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