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Der Israelit · 1887-01-13 · Heft 4 (13.1.1887) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 4 (13.1.1887)
Date
1887-01-13
Page
– (sequence 23)
Language
German
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55 Verein gleich dem unseligen von hohem Nutzen rein würde, und so können wir auch mit Freude auf die Thätigkeit desselben während der 123 Tage, die seit seiner Gründung verflossen, zurückschauen. ln der That hat derselbe sich bereits .mit npijk wie mit-einem Panzer umkleidet und den'Helm der Hilfe aufs Haupt sich gesetzt*. Hilfe und Genesung Kranken und Armen geschafft. Mit göttlicher Hilfe haben wir bereits 300 Reisenden Unterkunft gewährt. 31 Kranke fanden Verpflegung und Heilung im Krankenhause des Vereins, 386 Kranke haben den Arzt, Herrn Dr. Stein, den Vorsitzenden des Vereins consultirt und unentgeltlich Heilung gefunden, — und bei Alledem haben wir bei Weitem noch nicht Alles, was der Verein als Zweck sich gestellt, zur Ausführung gebracht. Den neuen Auswanderern, die hierher gekommen, um sich in Palästina niederzulassen, standen wir mit unserem Käthe vielfach zur Seite und bewahrten sie davor, dass sie ihr Geld nicht verloren und für nichts ausgaben. dass sie nicht zwecklos hin und her reisten. Wenn wir auch viele Gegnerschaften zu überwinden hatten, so wurden wir doch von vielen Seiten sehr gut unterstützt und ermuntert, auf dem eingeschlagenen Wege zu verharren und fortzuschreiten. Es dürfte nicht überflüssig sein, wenn wir der Generalversammlung einen genauen Bericht über die einzelnen Leistungen des Vereins vorlegen, damit dieselbe sich davon überzeugt, dass die von den Mitgliedern, geübte npT* nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen. Alle Einwohner unserer Stadt wissen es, dass reit Gründung des Vereins zum zweiten Male die die neuen Einwanderer nach Palästina betreffende verhängnisvolle Verfügung der Regierung eintraf. Dieselben kamen dadurch in die grösste Bestürzung; sie waren schon bereit, alle Schrecknisse zu ertragen und für die Agenten, die nur das Geld der Juden an sich zu ziehen suchen, alle nützlichen Opfer zn bringen, als der Verein eilends eintrat und mit den Vereinen und dem in Unterhandlung trat. Die Letzteren schickten als ihre Vertreter IL Israel Bär Frumkin und IL Nissinn Bak; mit Denselben berathschlagten wir eingehend die nothwendig atiszuführenden Schlitte und können wir Gott danken, dass unsere Mühe nicht erfolglos war. (Fortsetzung folgt.) y y : ii\S nA < »> « i n,.; i i . i , > .«w T*UV' pCE a < , * m * .r"2'N7r «iran .rrajrrm cn:s Trw j —— . Dieses vor längerer Zeit bereits in diesen! Blättern avisirte Jahrbuch, herausgegeben von j dem rühmlichst bekannten P. Rabiuowiiz j in Warschau, ist soeben in reinem ersten i Jahrgange erschienen. Dasselbe ist 90 Bogen Quart stark und mit vielen schönen Holzschnitten und sehr getreuen Portraits berühmter jüdischer Mänuer geziert. Der Druck ist durebgängs ein äusserst deutlicher und dem Auge wahrhaft wohlthuender. Die grossen Erwartungen, die an das Erscheinen dieses Jahrbuches geknüpft wurden, werden von dem darin Gebotenen noch weit übertroffen. Der Inhalt ist ungemein reich und mannigfaltig, und die berühmtesten Namen haben eine Ehre darein gesetzt, an diesem trefflichen Werke mit zuarbeiten. Eine sehr werthrolle Zugabe zu demselben bildet die Prämie *n;'*Ä2M<*‘in*)cl<lruckgemälde,das jedem jüdischen Salon zum Schmucke gereichen kann. Trotz der ungewöhnlichen Fülle des Inhalts, der splendiden Ausstattung und der Franco-Znsendung ist das Jahrbuch zu dem erstaunlich niedrigen Preise von 4 M., incl. der Prämie 5 M. vom Herausgeber (Warschau, Pawia 7/„) zu beziehen, wodurch die Anschaffung desselben auch dem in bescheidenen Verhältnissen Lebenden ermöglicht ist. Wir beglückwünschen den hochgeehrten Herausgeber zn der höchst gelungenen Ausführung seines mit unsäglichen Mühen und Opfern geförderten Werkes; möge es ihm beschieden sein, dasselbe noch eine lauge Reihe von Jahren in gleich bedeutsamer Weise fortsetzen zu können! Dürkheim a. IL, 26. Cheschwan 5647. l)r. A. Salvendi. Die durch Brand zerstörten russisch-jirdischen Städte Chaslowitz und Wolkowisk. Unter dem Datum p£*n lw2 ging dem Unterzeichneten gestern ein neues Schreiben von Herrn Rabbiner Jizchak Elchanau Spect er in Ko wno zn, das wiederholt in erschütternder Weise das Eiend der in den vorbezeichneten Städten an den Bettelstab gekommenen Brüder schildert. Derselbe drückt daliin sein höchstes Erstaunen aus, dass es mir bisher nicht gelungen, eine bedeutende Summe zur Linderung dieses Elends zusammenzubringen, — n2 TSJtt ''TZX? Ich kann blos die dringende Bitte des hochverehrten Kownoer Rabbiners aufs Wärmste unterstützen. Es wird fortwährend von gar so vielen Seiten an das jüdische Wohltat igkeitsgefiihl appellirt, — was nebenher bemerkt, eine bedauernswert he Zersplitterung des grosartigen und be Wunders wen hen jüdishen rfiTVÖ zur Folge hat, — dass man kaum mehr den Mut h besitzt, mit einem neuen und sei es noch so dringenden Aufruf hervorzutreten. Wo es sich aber um eine so entsetzliche Not klage Tausender von Glaubensbrüdem handelt, wäre Schweigen — eine schwere Sünde (3. B. M. 19, 16.) Ich bitte dar am aus Herzensgrund alle

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