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Der Israelit · 1887-01-03 · Heft 1 (3.1.1887) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 1 (3.1.1887)
Date
1887-01-03
Page
– (sequence 18)
Language
German
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18 der Mischna ist eine Fortbildung des Hebräischen, wie'jede Sprache sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, alte Wortformcn aufgibt und neue bildet. Außerdem ist es klar, daß bei dem vcrhältnißmäßig geringe» Umfang des viele althcbräifchc Stämme keine Aufnahme darin fanden oder nur in einer Form Vorkommen, die sich in der Mischna und thcilwcise in den beiden Talmudcn noch zahlreich vorfindeu. In srübcrcr Zeit wurde bei der Abfasiuug bcbräischcr Wörterbücher auf diesen Umstand zu wenig Rücksicht genommen. In dieser 10. Auflage ist nun bei den meisten Artikeln angegeben, ob und in welchem Sinne das betreffende Wort in der Mischna gebraucht wird. Cvinc Vollständigkeit ist dabei nicht erzielt worden; in der nächsten Auslage könnte die Roriz, dort wo sie fehlt, uachgctragen werden. So z. B. bei p.-En, Ein r n'Jr.j in der zweiten Bedeutung, njtc, nczcs: u. a. m. Eine wesentliche Verbesserung, die in dieser Anstage vorgenommen wurde, ist die Angabe der hatlptsächlichen und charakteristischen Flexionssormcn bei den Verdis. Um der Pflicht der Kritik vollständig zu genügen, muffen wir einige nach unserem Dafürhalten unrichtige Angaben erwähnen, die uns beim Turchschcn dieser Auflage ausgefallen sind, und die thcilwcise noch den früheren Auflagen zu Last fallen. S. 261 a heißt cs: „Letzteres (se.. *:x *r. mit Patbach) auch vom Schwure eines Königs, Icr. 4S, is." Diesen Fehler, der sich durch mehrere Auflagen durchzieht, scheint die Konkordanz aus ihrem Gcwiffcn zu haben, welche die betreffende Stelle -pzn zn: *;n *n eitirt. Sicht man aber die Stelle im Ten nach, so folgt darauf *T Demnach findet sich nirgends bei Sckwursormelu eines Menschen *n mit Pathach, sondern nur bei solchen, in denen Gott entweder in der ersten oder in der dritten Person erwähnt ist, wie bereits Maimonides mrn ’-nz' mr*?n nr*nn t *■’ *z bemerkt. Derselbe gibt dafür den Grund an: weil das Leben Gottes mit seinem Wesen identisch ist, dcßhalb steht bei den Lchwurformcln deffclbcn der Status absolutus, während cs von Menschen gebraucht imnrcr im Status conftructus steht, weil das Leben nur ein Akzidens seines Wesens ist. Sei es nun dieser Grund oder ein ähnlicher, Thatiache ist cs, daß in der heiligen Schrift dieser Unterschied eingehaltcn wird und demnach ist die Angabe im Wörtcrbuche zu rcktifiziren. S. 511 wird die Einschiebung eines J: >zur Auflösung der Verdopplung an dem Beispiele des Wortes gezeigt, welches im Arab. lautet. Weiter 3. 642 b wird ein eigener Stamm sp dafürangesührr. Eines schcintdemnach unrichtigzu sein. Ebendaselbst heißt cs bei der Partikel «r: ^selten n: Rum. 20,17." Mir ist nicht bekannt, daß rrr nirgendwo mit *n geschrieben wäre. In der angeführten Stelle haben alle mir zugänglichen Ausgaben n: mit *k. S. «72 l» steht ein Artikel, der so lautet: (nach de Grcjc; „der phönizische") R. Patron, von einem unbekannten Namen pc Num. 26, 23.*“* Dieser Artikel ist mir unverständlich. Daselbst heißt cs: *rer» rr*:ro «r®?, demnach ist es doch klar, daß 'Z'.t das Patronnmikon von N7L und nicht von einem unbekannten z® ist. Wenn das Nom. pr. auf ein n mit vorhergehendem Äomez schließt, so wird im Patronymikon ein Nun dem Namen angchängt, um das patronylnische Jod ansügen zu können: wie daselbst Vers 20 von rftr, das Patronvmikon "yu* gebildet wird, ebenso heißt cs da von ITC :® Daß cs nicht heißt, hat seinen Grund in dem Bestreben der Kontraktion bei der Bildung der Patronymika, wie daselbst Vers 30 von das Patroimm. nicht *i®®:r, sondern ‘Kirr heißt. Wir schließen dicke Anzeige mit dem Bemerken, daß wir die Vorzüge dieser Ausgabe durch die vorhin ansgezählren Verbcfferungcn noch nicht erschöpft haben, wie auch die Ausstellungen, die wir bcrvorzuhcbcn hätten nnd die, bei der zu bewältigenden Maffc von Einzelheiten, ja nicht zu vermeiden sind, sich noch vermehren ließen, deren Aufzählung wir uns jedoch.für einen späteren Artikel Vorbehalten, um den uns zur Verfügung gestellten Raum für diesmal nicht zu übcrschreiteu. — n— Geschichtsbilder aus der nachtalmudischen Zeit. (Von Moses Mendelssohn bis auf die Gegenwart.) Nach den Quellen bearbeitet von Dr. M. H. Fricdländer IV. Thcil. Brünn, bei Leonhard Epstein 1887. Die drei ersten Dhcile dieses Werkes haben uns nicht Vorgelegen; doch versichert der Verfasser, daß sic von den Zeitungen sehr günstig beurthcilt nnd wärmstenS empfohlen worden seien. Im Vorworte berichtet er, daß in dem vorliegenden vierten Theilc das Leben und Wirken der hervorragendsten und verdienstvollsten jüdischen Autoritäten der letzten 150 Jahren geschildert werden. Der Verfasser steht auf dem Standpunkte der Reform, und daher darf man sich nicht wundern, daß seine Gesinnungsgenossen von ihm bevorzugt werden; so nennt er im Inhaltsverzeichnisse Namen wie Szanto und Zipfer,

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